Resident Evil - Legendärer Survival Horror

Games 11.09.2015

Die alte Zockergarde wird sich noch sehr lebendig an den Schock erinnern als im ersten Teil, in einem friedlich erscheinenden Seitengang die Zombiehunde durch die Fenster springen und auf den erstarrten Spieler zustürmen. Gamer mit dem Pech Resident Evil das erste Mal alleine in der Nacht angespielt zu haben, werden es zwar nicht gerne zugeben, aber haben höchstwahrscheinlich nach dieser Szene wie Espenlaub gezittert. Dieser plötzliche Schockeffekt stellte zudem einen Fakt unbestreitbar klar und zwar, dass Horror in Computerspielen zweifelsohne funktionieren kann. Als Inbegriff des Survival Horrors ehren wir in diesem Beitrag die Resident Evil Serie und führen durch die vielfältigen Machenschaften der Umbrella Corporation.

Die frühen Stadien des T-Virus

Zu diesem Teil rechnen wir alle Spiele von Resident Evil 1 bis Resident Evil Zero, also vor dem vierten Teil, welcher doch einige Änderungen brachte. Bis zu diesem Teil war die Grafik und die Perspektive sehr ähnlich, das Inventar hatte immer die typischen sechs Plätze und abgesehen vom Buddy Modus in Zero kann ebenfalls das Spielprinzip als äußerst ähnlich aber durchaus befriedigend bezeichnet werden.

Im ersten Teil wird die berüchtigte Spencer-Villa in den Wäldern von Racoon City erforscht. Dieses Gebäude stellt sich nicht nur als tödliche Falle heraus, sondern besitzt zudem einen sehr übertrieben ausgebauten Keller. Im zweiten Teil erweitert sich das Spiel ganz im Sinne einer guten Fortsetzung von dem einen Herrenhaus auf ganz Racoon City. Im dritten Teil geht es ebenfalls um den Untergang der Stadt, nur kommt hier als zusätzlicher Gegner der beinahe unbesiegbare Nemesis ins Spiel. In Resident Evil Code: Veronica und Resident Evil Zero geht es mehr um die Vorgeschichte von S.T.A.R.S. und des Umbrella Konzerns. Zusätzlich gibt es noch ein Remake des legendären ersten Teils, welcher natürlich von den Eigenschaften her ebenfalls diesem Block zuzuordnen ist.

Die Evolution des T-Virus

Mit Resident Evil 4 zeigte Capcom ein wenig Risikobereitschaft, da sich die Perspektive, das Inventarsystem und vor allem die Gegner, änderten. Diesmal befindet sich der Spieler in einem kleinen spanischen Dorf um die Tochter des US-Präsienten aus den Fängen einer Sekte zu befreien. Trotz der vielen Änderungen zu dem vorigen Spielen, hat auch dieser Teil viele Fans und die Story ist ebenso gelungen wie einige der Bossfights. Vor allemdas Fischmonster blieb lange in Erinnerung.

Im fünften Teil wurden zwar einige Bedienelemente wesentlich verbessert, aber das Gameplay ist immer noch sehr actionlastig. In den beiden Teilen von Resident Evil Revelations merkt man den Einfluss von TellTale Games auf dem heutigen Spielemarkt besonders stark. Trotzdem sind diese leicht unterschiedlichen Ableger relativ gut gelungen, denn der entsprechende Erzählstil passt zur Reihe. Im sechsten Teil konzentrieren sich die Macher wieder mehr auf ihre Wurzeln, mit Massen an Zombies, die diesmal vom C-Virus infiziert wurden und klassischen Survival Horror Elementen. Grundsätzlich bekommt man in den ersten Teilen genau das geliefert, was die alten Fans von Resident Evil erwarten. Die neueren Versionen sind etwas durchwachsener, da die Atmosphäre nicht mehr dieselbe Wirkung hat wie in den früheren Versionen. Aber die Spiele der Hauptreihe sind bei weitem nicht alles, was den Namen Resident Evil, bzw. japanisch Biohazard, trägt.

Umbrella reicht noch viel weiter

Das Phänomen Resident Evil hat unsere ganze Pop-Kultur durchdrungen. Der sechste Realfilm von Paul W.S. Anderson ist schon in Produktion und die ganze Filmreihe spaltet die Meinungen der Fans, wie so manchen Zombiekopf mit einer Axt. Als durchwegs positiv werden jedoch die Animationsfilme bewertet und wir können diese Aussage guten Gewissens unterstreichen. Vor allem Resident Evil Damnation muss jeder Fan gesehen haben. Zusätzlich gibt es Romane, Comics, Online-Spiele und diverse Ableger bzw. App-Games, die alle auf dem von Umbrella regierten Planeten Erde spielen. Von durchschlagendem Erfolg zu sprechen wäre also eine leichte Untertreibung.

Das Survival Horror Prinzip, welches vor allem durch den andauernden Munitionsmangel und die allgegenwärtige Gefahr vermittelt wird, wurde in neuen Games dieses Genres teilweise noch verstärkt. In Amnesia oder Outlast hat der Spieler eigentlich gar keine Waffen mehr und kann nur mehr davon laufen und sich verstecken. Egal ob einem diese extremen Neuerscheinungen gefallen oder auch nicht, eines der ersten erfolgreichen Games dieses Genres muss einfach ausprobiert werden und in Resident Evil 1 bzw. im Resident Evil Remake ist der Spieler doch noch ein wenig wehrhafter - spätestens wenn er den Colt Python hinter der Statue oder die Magnum aus dem Grab hervorholt. Die Zombie-Jagd darf beginnen.