Armored Warfare – Es fehlt nicht an Feuerkraft!

Games 15.06.2016

Es mutet etwas seltsam an, mit „World of Tanks“ in direkte Konkurrenz zu treten. Das versucht „Armored Warfare“ aber nur auf den ersten Blick. Wer ein wenig genauer hinschaut, der merkt, dass diese neuen Panzerschlachten eher ergänzend und keinesfalls ersetzend zu „World of Tanks“ wirken. Die Rollenspiel-Entwickler von Obsidian haben es doch geschafft, ein ganz eigenes Feeling in dieses Free-2-Play Game zu bringen. Das zeigt sich schon in der aktuellen Beta. Aber natürlich müssen einige Parallelen innerhalb dieses Genres ebenfalls existieren. Wir starten also mit den bewährten Punkten, die WoT-Fans schon kennen und lieben, um uns erst in weiterer Folge mit den kleinen, aber feinen Unterschieden zu beschäftigen.

Parallelen zwischen „World of Tanks“ und „Armored Warfare“

Zuerst fällt natürlich das F2P-Geschäftsmodell auf, welches schon eingangs erwähnt wurde. Eine Runde Armored Warfare auszuprobieren kostet also erst einmal nichts. Über In-Game Transaktionen kann schnellerer Fortschritt eingekauft werden, aber eben das Reinschnuppern bringt kein Risiko mit sich. Der Aufbau des Währungs- bzw. Upgradesystems erinnert zwar auf den ersten Blcik an das große Vorbild von Wargaming.net, ist aber eigentlich recht unterschiedlich zu „World of Tanks“. Einer dieser Unterschiede ist, dass zum Beispiel nicht die Panzer einer ganzen Nation erforscht werden müssen. Ein schneller Wechsel zwischen Fraktionen steht zusätzlich für abwechslungsreiches Gameplay.

Darüber hinaus erinnert die Steuerung sehr stark an WoT. Das schadet aber keinesfalls, denn die lässt sich kaum noch verbessern. Außerdem fällt so der Einstieg bzw. Umstieg um ein Vielfaches leichter. Wenn es also zwischendrin eine Runde „Armored Warfare“ zur Entspannung sein soll, muss sich niemand kompliziert umstellen und bleibt in weiterer Folge ebenso in den Multiplayerschlachten von „World of Tanks“ vollständig fit bzw. competitive. Doch warum zahlt sich ein gelegentlicher Wechsel zwischen den beiden hervorragenden Games eigentlich aus?

Das macht „Armored Warfare“ so einzigartig

Diese Frage lässt sich auf der einen Seite sehr schnell beantworten: PvE. Trotzdem möchten wir diesen Punkt ein wenig genauer ausführen. „Armored Warfare“ bietet einen wirklich sehr gut gemachten Singleplayer bzw. Co-Op Mode. Wenn ausnahmsweise gemütlich eine Panzerschlacht gegen Computergegner ausgetragen werden soll, dann lässt das Spiel von Obsidian mit guten Empfehlungen grüßen. Hin und wieder möchte man sich auch in einem fetten Panzer keine Sorgen um die ganzen Statistiken machen und wirklich das Letzte aus den eigenen Skills herausholen. Gemütlichere Ballerei und Zerstörung mit Freunden rundet manchmal den Tag einfach viel besser ab. In dieser Hinsicht kann „World of Tanks“ mit diesem neuen Titel nicht mithalten, obwohl dort das PvP Erlebnis doch etwas ausgefeilter ist. Aber eben deshalb ergänzen sich beide Titel.

Zusätzlich besitzen die modernen Panzer einen großen Reiz für viele Spieler. Das gesamte Kriegsgerät des Zweiten Weltkriegs kennt jeder Fan des Genres schon zur Genüge. Da macht es auch Spaß, eher aktuelle Fahrzeuge in den Kampf zu schicken. Neue Daten auswendig zu lernen und ein neues Fahrgefühl mit Federungen und Schlachten mit modernsten Waffen zu erleben, rundet die Abwechslung in „Armored Warfare“ einfach perfekt ab.

Die Hintergrundgeschichte von „Armored Warfare“

Die Storyline unterstreicht sehr deutlich den RPG-Touch, mit dem Obsidian Entertainment die typischen Panzerschlachten etwas aufpeppt. Das Game führt uns in ein Szenario in den 2030er Jahren. Eine Vielzahl unterschiedlicher Fraktionen fechten in dieser nahen Zukunft einen erbitterten Kampf aus. Dabei geht es in erster Linie um eine Schlacht der Denkweisen, die sich heute schon abzeichnet. Zu diesen Parteien zählen unter anderem die Project Liberty Militia (Nachfolger der antikapitalistischen Bewegungen von heute) oder die Tihina Division (besondere Verfechter des technologischen Fortschritts). Es wird noch extrem spannend, welche weiteren Kräfte ihre Panzer in die futuristische Schlacht schicken. Die gleiche Neugierde besteht übrigens auch bezüglich der Karten, die ein solch zukünftiges Setting erlaubt. Es bleibt also extrem spannend rund um dieses neue Panzer-MMO und jedem „World of Tanks“-Fan sollte es wegen der dargelegten Gründe schon stark am Abzugsfinger jucken – schließlich ist kein BUUMMM zu groß für die heutigen Gaming Schlachtfelder.