Dishonored: Death of the Outsider
Games 19.09.2017

Mit Death of the Outsider gibt es wieder neue Geheimnisse in der Welt der Assassinen zu lüften. Dishonored-Freunde treffen dabei auf zwei alte Bekannte – die Assassinen Daud und Billie Lurk. Als Gedächtnisstützte: Daud ist Mörder der Kaiserin im ersten Dishonored-Teil. Im Gespann sind Daud und Bille außerdem in der Erweiterung des ersten Dishonored-Teils The Knife of Dunwall zu sehen, wo Billie Lurk jeweils am Anfang der Episoden ihren Lehrmeister mit Informationen zu den Missionen versorgt. Als spielbare Figur steht in Death of The Outsider nur Billie Lurk zur Wahl. Ihre Aufgabe ist es, den Outsider zur Strecke zur bringen – mit der schwerste Auftrag, den man in der Dishonored-Welt bekommen kann. Die Erweiterung für Dishonored 2 kommt als Standalone-Add-on für PS4, Xbox One und PC und ist außerdem über Steam verfügbar.

Von Dishonored 2 zu Death of the Outsider

Dishonored 2 spielt nicht mehr im düsteren, rattengeplagten Dunwall, sondern auf der sonnigen Insel Karnaca. Auch Karnaca gehört zum Kaiserreich, das 15 Jahre nach den Ereignissen des ersten Dishonored-Teils in Teil zwei von Emily Kaldwin regiert wird. Unterstützt wird Emily von ihrem Vater Corvo Anatto. Es gilt, sich am Anfang für einen der beiden als Spielfigur zu entscheiden. Ziel ist es, die Macht zurückzuerobern, nachdem Emily vom Thron geputscht wurde. Dafür müssen u. a. die Hintergründe der Verschwörung, die Identität eines geheimen Mörders und die Herkunft der neuen Machthaberin Delilah aufgeklärt werden.

Wir wollen natürlich nichts spoilern. Es ist aber nicht zu viel verraten, wenn man weiß, dass das Add-on wie der Hauptteil in Karnaca spielt. Es sind einige Monate seit den Geschehnissen von Dishonored 2 vergangen. Billie Lurk kommt auf die Insel, um sich mit Daud zusammenzutun. Die beiden ergründen die dunklen Geheimnisse der Stadt. Am Ende geht es darum, den scheinbar allmächtigen Outsider zur Strecke zu bringen. Im Untergrund Karnacas erfahren wir mehr über seine Vergangenheit und das Geheimnis seiner Macht.

Auch in Death of the Outsider führen viele Wege zum Ziel

Das offene Gameplay und die Vielzahl der Spielelemente ist seit jeher eine Stärke von Dishonored. Entscheidend dafür sind die magischen Fähigkeiten der Spielfiguren. Bei Billie bekommen wir es mit bisher unbekannten Skills zu tun, denn anders als Corvo hat sie ihre Fähigkeiten nicht vom Outsider erhalten. Über „Resemblance“ kann Billie die Identität anderer Figuren annehmen und z. B. unerkannt an Wachen vorbeikommen. Man bringt sich nicht mehr wie bisher per Teleport an eine andere Position, sondern erzeugt über die „Displace“-Funktion Markierungen im Raum. Billie kann sich zu einem gewünschten Zeitpunkt an die markierte Position beamen. Beim Einsetzen der übernatürlichen Fähigkeiten gilt es auf Billies „Mana“ achten. Denn Billies Kräfte sind begrenzt. Wie von der Dishonored-Reihe gewohnt, hat der Spieler die Möglichkeit, Schleichwege zu verlassen und sich rabiat durchs Spiel kämpfen. Damit beweist Arkane Studios einmal mehr, dass es außerhalb seiner Kerndisziplin auch im Action-Modus punkten kann. Wer nach mehr Stalth Games sucht, kann übrigens hier fündig werden.

Ist die Story um Corvo, Emily, Daud und Billie beendet?

Harvey Smith, einer der entscheidenden Köpfe hinter der Dishonored-Reihe hat die Katze im Grunde schon vor dem Release aus dem Sack gelassen. Mit Death of the Outsider soll die Story der Dishonored-Reihe abgeschlossen werden. Es wird daher der große Bogen von der Ermordung der Kaiserin und dem Chaos in Dunwall über die Verschwörung in Karnaca geschlagen. Wie erwähnt, ist der Outsider als gottähnliches Wesen der Schlüssel zum Chaos im Kaiserreich. Allerdings hat Harvey Smith, der im Übrigen schon bei mehreren Deus-Ex-Titeln entscheidend war, eine Hintertür offen gelassen. Die Story um Corvo, Emily, Billie und den Ousider sei mit der Tod des Outsiders zwar erzählt, ob es andere Dishonored-Titel geben wird, wollte Smith aber nicht ausschließen.

Fazit: Ein Muss für Dishonored-Spieler

Wer die vorherigen Dishonored-Teile gespielt hat, der muss im Grunde auch bei Death of the Outsider zugreifen. Das Standalone-Add-on ist im Vergleich zu Dishonored 2 keine Gaming-Revolution, hält dafür aber das Niveau des Vorgängers – eine fantastisch designte Spielwelt, ein offenes Gameplay und eine durchdachte Story mit echter Tiefe.