Horror-Game-Charaktere zum Fürchten
Games 31.10.2017

Grusel und Horror können vielerlei Gestalt annehmen. Von einem Mädchen, das plötzlich aus dem Nichts auftaucht, über hässlich entstellte Monster bis hin zu einer schlicht beklemmenden, düsteren Atmosphäre – jeder Gamer ist für eine andere Art von Grusel empfänglich. Anlässlich des schaurig-schönsten Tags des Jahres sind hier unsere Top 5 der gruseligsten Charaktere in Games. Also wer noch nach Ideen sucht, wie er mit Sicherheit an schöne Alpträume kommt – hier sind ein paar Vorschläge.

Der Slender Man aus dem Slender-Game

Ganz allein im Dunkeln zu stehen, nur mit einer funzeligen Taschenlampe als einziger Lichtquelle, das wäre auch im wahren Leben für die allermeisten ein Graus. Beim Spiel Slender spüren wir vom ersten Moment an, dass wir in diesem dunklen Wald von irgendwem oder irgendwas verfolgt werden. Zweifel gibt es spätestens dann keine mehr, wenn das Rauschen zunimmt. Schon ein Schulterblick kann tödlich sein, sobald der Slender Man sich einmal angeschlichen hat. Die menschenähnliche Gestalt in einem Anzug, die unnatürlich lange Gliedmaßen und dafür kein Gesicht besitz, jagt uns eine Heidenangst ein – auch wenn sie uns eigentlich nie etwas tut, wir sind schließlich immer schon vorher vor Angst gestorben. Und wofür der ganze Angstschweiß? Für acht belanglose Notizblätter …

Nekromorphs aus Dead Space

Plötzlich fällt das Licht aus und wir stehen im Finstern an Bord des Sternenschiffs USG Ishimura. Jetzt gilt es, besonders vorsichtig zu sein. Wir pirschen uns langsam an jede einzelne Ecke heran und spähen angestrengt in die Dunkelheit. Immer Ausschau haltend nach den Nekromorphs – den grotesk verformten, untoten Körpern der eigentlich Verstorbenen. Während wir noch versuchen zu erkennen, ob der Schatten vor uns ein Mutant sein könnte, fällt uns plötzlich von hinten mit einem lauten Schrei ein Nekromorph an. Was die Biester neben ihrem unheimlichen Aussehen nämlich noch so gruselig macht: Sie sind schlau und schleichen sich gerne leise an oder stellen sich sogar tot, um ihre Opfer anzulocken. Unser Herz setzt regelmäßig kurz für ein paar Schläge aus, wenn die verunstalteten Monster mit ihren langen Klauen, scheinbar willkürlich platzierten Gliedmaßen und bedrohlich leuchtenden Augen ohne Vorwarnung aus einem Lüftungsschacht springen.

Clicker aus The Last of Us

Wir schleichen durch einen langen Gang, vor uns sehen wir bereits die Sporen durch die Luft fliegen: Kein Zweifel, irgendwo in der Nähe sind Clicker. Und dann hören wir auch bereits das Geräusch, das uns durch Mark und Bein geht. Jetzt unter keinen Umständen einen Laut machen – denn dann können sie uns orten, und werden laut kreischend mit ihren vom Cordyceps-Pilz verformten „Gesichtern“ auf uns zurennen. The Last of Us ist aus vielen Gründen eines der intensivsten und besten Spiele aller Zeiten – nicht zuletzt wegen der Infizierten, denen sich Joel und Ellie stets mit Bedacht nähern müssen, wollen sie nicht enden wie sie.

Blutsauger aus S.T.A.L.K.E.R.

Auch wer sich noch so vorsichtig in den unterirdischen Laboren und Anlagen „der Zone“ rund um den zerstörten Reaktor von Tschernobyl vorantastet, kann einem Überraschungsangriff der Blutsauger nur selten entgehen. Die einstmals menschlichen Wesen verwesen langsam, aber sicher, und saugen ihren Opfern mit ihren langen Tentakeln das Blut aus. Eine sehr gefährliche Waffe sind auch ihre langen Krallen, mit denen sie uns zunächst stark verletzen, bevor sie sich an unserem Lebenssaft laben. Das wirklich Fiese an ihnen: Sie machen sich unsichtbar, und zwar auch mitten im Kampf. Wer dann noch das „Glück“ hat, gleich auf eine ganze Gruppe dieser eigentlich recht seltenen Mutanten zu treffen, verliert schnell den Überblick, wie viele Blutsauger noch auf einen lauern. Vermeintliche Ruhe und Sicherheit trügen in S.T.A.L.K.E.R. quasi dauerhaft.

Wächter aus The Evil Within

Schlachter bieten sich als Gegner in Horror-Games einfach perfekt an – schließlich zweifelt niemand daran, dass sie sehr geschickt mit großen Messern umgehen können. Wenn der Wächter in The Evil Within mit seinem von Stacheldraht umwickelten Tresor anstelle eines Kopfes und mit einem gigantischen Fleischklopfer in der Hand auf uns zuwankt, verfallen wir kurz in Schockstarre. Und dann beginnt ein nach unserem Geschmack beinahe schon ein wenig zu aufregender Kampf ums Überleben in diesem dunklen Keller, in dem wir das an diesem Ort bereits geflossene Blut förmlich riechen können.