Hier gibt es niemanden zu retten: Starke Frauen in Games!

Games 08.03.2016

Egal ob hinter oder vor dem Controller – Games wurden schon längst von starken Frauen erobert. Erst kürzlich haben wir über eine Vorreiterin dieser Entwicklung, die Protagonistin in Tomb Raider, ausführlich berichtet. Gerade die jüngsten Remakes in dieser Serie zeigen, wie sich das Bild des vermeintlich schwachen Geschlechts verändert hat. Doch anlässlich des Internationalen Frauentages, am 8. März 2016, wollen wir uns keineswegs damit begnügen. Schließlich existiert noch eine ganze Reihe anderer starker Frauen in Games, und solche, die sich erfolgreich einen Namen in der Männerdomäne E-Sport machen.

Das wahre starke Geschlecht in Games

Neben der Archäologin Lara Croft müssen wir natürlich sofort an die taffe Polizistin denken, die eigentlich die Hauptrolle in den Resident Evil Filmen hätte übernehmen sollen. Wir wären zwar nicht einmal böse, wenn mancher Fan hier an Claire Redfield denken würde, aber wir meinen natürlich Jill Valentine aus Racoon City. Sie ist nicht nur ein „Master of unlocking“, sondern tritt auch Nemesis gehörig in seinen Zombie-Hintern. Diese Leistung versetzt vor allem den Söldner Carlos in Staunen. Damit beweist Jill, dass sie unbestreitbar zu den zähesten Mitgliedern der Eliteeinheit S.T.A.R.S. zählt.

Gegen unsere nächste Dame sieht sogar der Predator schwach aus Dieses Powerpaket hielten die meisten Gamer anfänglich sogar für einen Mann. Sie überzeugt nicht mit weiblichen Reizen, sondern einfach nur durch ihre Agilität und Feuerpower. Am Ende ihres ersten Spiels legt sie jedoch ihren Raumanzug ab und schrieb damit Gaming Geschichte. Wir sprechen natürlich von der galaktischen Söldnerin Samus Aran. Sie hat schon zahlreiche Planeten von Weltraum-Ungeziefer befreit und bedarf bestimmt keiner Rettung durch Link oder Mario. Eher würde sie zu Hilfe eilen, wenn Donkey Kong wieder einmal auf einen Wolkenkratzer steigt oder mit Fässern wirft. Jeder darf sich nun selbst vorstellen, welch schnellen Prozess die Heldin aus Metroid mit einer solchen Gefahr machen würde.

Starke Frauen im E-Sport

Die sportliche Auseinandersetzung in Videospielen erfordert zwar meist mehr Talente als Pokern, trotzdem kann eine Parallele zwischen diesen beiden Sportarten gezogen werden. An der Tastatur und der Maus sind wir alle gleich. Folglich muss es keine Abtrennung zwischen weiblichen und männlichen E-Sportlern geben. Am Kartentisch existiert diese nämlich auch nicht. Das beweist unter anderem die LoL-Spielerin Remilia oder die verehrte Starcraft II Spielerin Scarlett.

Wir konnten auch direkt mit einer Frau aus Schweden sprechen, die viel Kraft und Energie in den Durchbruch im E-Sport setzt. Ihr Name ist Angel „MissofEvil“ Rops und sie spielt derzeit für Instinct Gaming. Zu ihren bisher größten Ergebnissen gehört ein Sieg in den BeNeLux Wars in Hearthstone.

Wie werden Frauen im E-Sport gesehen?

Obwohl Frauen sehr viel gamen und diese Freizeitbeschäftigung schon lange für sich entdeckt haben, ist das weibliche Geschlecht im E-Sport immer noch sehr unterbesetzt. Aber trotzdem werden alle weiblichen E-Sportlerinnen mit viel Respekt und eigentlich als gleichwertig behandelt. Es gibt also keinen Grund, diese Karriere als Frau nicht anstreben zu wollen und es einfach zu versuchen.

Welche Vorteile und Nachteile haben E-Sportlerinnen?

Bei den ersten Turnieren und vor allem auf der Suche nach einem Team werden Frauen leider sehr oft unterschätzt. Dieser Nachteil kann sich aber nach den ersten Erfolgen zum größten Vorteil entwickeln. Alle guten Resultate werden nämlich viel stärker wahrgenommen, wenn eine Frau hinter dem Nickname steckt. Außerdem erinnert sich die Männerwelt viel intensiver an die Erfolge von den Damen.

Die potentiellen Stärken der Frauen im E-Sport

Gerade in vielen Team-Games, wie League of Legends oder Counter Strike, gehören die sogenannten Soft Skills bzw. die Kommunikation innerhalb des Teams zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Frauen punkten in dieser Hinsicht besonders und deshalb sollte es wohl kaum verwundern, wenn wir zukünftig gerade in diesen E-Sports bald mehr weibliche Beteiligung und auch Erfolge sehen. Kein Tag könnte sich besser dazu eigenen, als der Internationale Frauentag, sich auf diese Stärken zu besinnen und ein wenig Ehrgeiz zu entwickeln, um das nächste weibliche Vorbild in der noch männlich dominierten E-Sport-Szene zu werden.