Star Trek Online – Tatsächlich unendliche Weiten?

Games 19.02.2016

Trekkies spalten sich mittlerweile schon viel deutlicher in zwei Lager als Star Wars Fans. Die eine Fraktion vergöttert den alten Stil des ersten Star Trek Films, während es auch viele Anhänger der Remakes von J.J. Abrams gibt. Dabei gleichen sich beide Interpretationen kaum mehr als Tag und Nacht oder Vulkanier und Klingonen. Die ursprüngliche Crew erforschte die unendlichen Weiten noch eher gemächlich, detailverliebt und mit mehr Worten als Phasern. Die moderne Crew setzt eher auf Feuerkraft, spannende Schlachten im All und das Turbo im Turbolift – ja, der Lift funktioniert in den Remakes tatsächlich um ein Vielfaches schneller! Beide Generationen der Trekkies mit einem einzigen MMORPG zufrieden zu stellen, scheint wie eine unmögliche Aufgabe – Star Trek Online ist es jedoch gelungen.

Detailreichtum und Action in Star Trek Online

Schon der Einstieg in den F2P-Modus zeigt, dass der Spieler nicht nur stumpfe Weltraumschlachten geboten bekommt. Obwohl dieser Aspekt auch sehr gut umgesetzt wurde. Aber eine der ersten Aufgaben des Spielers besteht im Tutorial darin, den Captain des Schiffes bezüglich des weiteren Vorgehens zu beraten. Das erinnert direkt an die Diskussionen auf der Brücke im klassischen Star Trek Schiff mit Kirk und Spock und trotzdem gleicht der weitere Handlungsverlauf dem ersten Remake. Der Spagat scheint offensichtlich sehr gelungen.

Tipp: Durch die Tutorial Mission können schon viele Gegenstände ergattert werden, welche den eigentlichen Einstieg ins Spiel durch Verkauf und Verwendung erleichtern!

Vor der ersten Mission darf dann weitere Detailverliebtheit zelebriert werden. Das Raumschiff lässt sich gestalten und die Crew kann ausgerüstet werden. Gerade die entsprechend gute Ausrüstung der Offiziere erleichtert mit dem kleinen EC (Energy Credits) Boost aus dem Tutorial die ersten Missionen wesentlich.

Einen besonderen Coolness-Faktor besitzt der erste wirkliche Start vom Raumhafen der Erde weg. Wie damals zu den Anfangszeiten von World of Warcraft in Ironforge dürfen rund um die Erde alle prächtigen Schiffe (Tier 6) der fortgeschrittenen Spieler bewundert werden. Dadurch ergibt sich, neben ein wenig Neid, ein Einblick, wohin dieses MMORPG noch führen kann.

Tipp: Alle Spieler, die mit den ersten Schiffen noch Probleme bei den Weltraumschlachten haben, sollten daran denken, dass dem Gegner immer die Seite mit den intakten Schilden entgegen gerichtet sein sollte. Die Phaser und Torpedos lassen sich nämlich in einem 360-Grad-Radius abfeuern. Trekkies wissen das natürlich schon.

Unendliche Gameplay Weiten?

Neben all den kosmetischen Gestaltungsmöglichkeiten erscheinen manche Möglichkeiten auf den ersten Blick etwas begrenzt – zumindest für ein Online Rollenspiel. Es existieren nämlich nur drei Charakterklassen bzw. Karrierepfade (Tactical, Engineers, Science) und dazugehörige Talentbäume für die Skill-Punkte. Das klingt tatsächlich nach wenig, wenn diese Anzahl mit anderen Rollenspielen verglichen wird, in denen es Magier, Paladine, Krieger, Priester, Templer, Schurken, Marauder, Hexen und noch vieles mehr gibt... Es darf aber nicht vergessen werden, dass der eigentliche Charakter des Spiels das Raumschiff ist. Darin befinden sich 200 und später weit mehr Crew-Mitglieder, von denen einige die Außenmissionen begleiten und andere verschiedene bekannte Bereiche eines Star Trek Raumschiffs steuern. Die potentielle Tiefe bei der Aufrüstung des ganzen Raumschiffs sprengt also die Möglichkeiten vieler anderer Rollenspiele. Zusätzlich existieren Dutzende von Raumschiffen, die wiederum auf die drei Fraktionen (Starfleet, Klingon und Romulan) aufgeteilt sind. Dies unterstreicht den Eindruck, dass der wahre Charakter tatsächlich das gespielte Raumschiff und weniger die eigentliche Person ist. Und das Schiff führt tatsächlich in unendliche Weiten.

Pay to Win Gameplay?

Leider kämpft dieses galaktische Game immer noch mit diesem Vorurteil. Es trifft nicht zu. Wir können uns zwar vorstellen, warum es sich so hartnäckig hält, aber mit ein wenig Planung und Geschick lässt sich jeder Inhalt auch gratis, wenn auch etwas mühsamer, erspielen. Neuen Spielern sticht oft die EC Obergrenze ins Auge, aber mit entsprechendem Einnahmen/Ausgaben Management lässt sich mit einigen Millionen viel erreichen. Das Preisschild auf manche rein kosmetische Änderungen unterscheidet Star Trek Online keineswegs von League of Legends oder DOTA 2. Ohne Zen muss zwar ein klein wenig mehr gefarmt werden, aber irgendwer tätigte einmal den Ausspruch „Live long and …“ – wie ging der zweite Teil gleich noch?

Einmal Trekkie, immer Trekkie

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