Games 11.11.2015

Gamer sehen es sehr oft als Ehrensache ihre Lieblingsspiele in der höchsten Auflösung und mit der bestmöglichen Framerate zu zocken. Doch die Spiele und die Technik entwickeln sich so schnell, dass es schwer ist immer auf dem neuesten Stand zu sein. Außerdem spielt das Budget nicht immer mit. Wir präsentieren in diesem Beitrag verschiedene Grafikkarten, welche ideal für die neuesten Lieblingsspiele sind bzw. das beste Kosten- / Leistungsverhältnis der jeweiligen Preisklassen bieten.

Der Ferrari unter den Grafikkarten – Nvidia GeForce Titan X

Gegen Ende 2015 darf wohl die Titan X von Nvidia als die beste Grafikkarte der Welt angesehen werden. Wer also keine Budgetbeschränkungen hat, der kann sich über dieses Powerteil Gedanken machen. Die Speichergröße beläuft sich auf 12 GB, die Texturfüllrate 192 GigaTexels und die maximale digitale Auflösung 5120 x 3200. Der GPU Boost 2.0 sorgt durch Übertaktung für maximale Leistung und gleichzeitig optimale Kühlung. Maschinen mit diesem Gerät spielen Battlefield Hardline mit 129,4 FPS (Frames per Second) oder das neue Assassin's Creed Unity mit 102,9 FPS. Die teuersten Streaming PCs der Welt werden sogar mit zwei dieser kleinen Wunder ausgerüstet. Doch das ist teuer, denn derzeit kostet eine Titan X rund 1.350 Euro. Manche kompletten PCs sind im Vergleich günstiger als allein diese eine Grafikkarte.

Günstiger aber immer noch High-End!

Viele von uns passionierten Gamern verwenden diese Grafikkarten, da sie für den privaten Bereich sehr zufriedenstellende Leistungen liefern und mit einem Preis von rund 300 Euro doch noch eine vertretbare Ausgabe darstellen. Bei der Auswahl der Grafikkarte muss selbstverständlich auch der vorhandene Prozessor berücksichtigt werden. So wählen AMD User eher eine Radeon, während die Nvidia Produkte einen Hauch besser auf Intel CPUs abgestimmt wurden.

Die AMD Radeon R9 290 entpuppte sich schon für viele Spieler als verlässlicher Partner. Die Speichergröße beträgt 4 Gigabyte und es werden 160 Textureinheiten unterstützt. Bei der Entwicklung der Grafikkarte kamen die Technikerfahrungen der Radeon R9 290 X zum Einsatz und vielleicht erstrahlt sie gerade deshalb mit solch einem guten Preis- / Leistungsverhältnis.

Die Antwort von Nvidia wird durch die GeForce GTX 970 gebildet. Diese Karte bietet ebenfalls 4 Gigabyte an Speicherpower und 128 Textureinheiten. Bei der passenden Kombination mit einem Quad Core lassen die meisten modernen Spiele (Far Cry 4 etc.) immer noch eine Grafikeinstellung von Ultra mit relativ hohen FPS zu. Gerade Fans von Ego Shootern oder sehr aufwendigen MMORPGS sollten also mit diesem Teil voll auf ihre Kosten kommen.

Die Sparvarianten in Sachen Grafikkarte

Es kann selbstverständlich auch noch günstiger gezockt werden. In diesen Fällen wird eine GeForce GTX 950 oder eine AMD Radeon R7 260X in die entsprechenden Plätze auf dem Motherboard gesteckt. Die Preise liegen hier bei rund 150 Euro und für viele Singleplayer Games mit eher geringerer Auflösung reicht die Leistung von 2 GB absolut aus.

Die ganze Pracht von Neuerscheinungen lässt sich damit aber nicht genießen. Darüber hinaus wird die Streamingperformance durch das geringere Investment etwas negativ beeinflusst. Vor der Auswahl der Grafikkarte dürfen also die potentiellen Einsatzgebiete nicht ignoriert werden. Das zeigt sich auch in unserer abschließenden Anekdote.

Grafik im E-Sport: Passend zur jüngsten Erscheinung von StarCraft Legacy of the Void können wir diesbezüglich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Professionelle StarCraft Spieler haben sich daran gewöhnt auf den niedrigsten Grafik-Settings zu spielen. Das kann sehr gut auf Twitch beobachtet werden. Das hängt mit der Vielzahl an unterschiedlichen Computern auf Offline Events zusammen. Aus Budgetgründen werden nicht auf jeder LAN und bei jedem Offline Event PCs mit einer Titan X geboten und damit die ungewohnten Settings nicht ihre Leistung beeinflussen, hat sich die Praxis der „Lowest Quality“ eingebürgert. Also professionelles Gaming heißt nicht zwangsläufig die beste Grafikkarte zu besitzen. Andere Titel wie Counter Strike machen jedoch eine entsprechend hohe Grafikperformance wiederum zu einem Muss. Diese zwei Beispiele zeigen, wie viele Aspekte tatsächlich in die richtige, grafische Auswahl einfließen, aber Pro Gamer zu werden hat nur bedingt mit der höchsten Auflösung und der teuersten Karte zu tun – also Kopf hoch, wenn keine Titan X im Gehäuse steckt!