Games mit kurzlebigem Hype

Top 5 Games mit kurzlebigem Hype
Games 26.05.2017

Die Vorfreude steigt mit jedem Trailer, jede Verschiebung des Release-Termins spannt uns mehr auf die Folter: Auf manche Spiele warten wir wirklich sehnsüchtig und können es kaum erwarten, sofort am Erscheinungstag loszuspielen. Fast schon tragisch ist es dann, wenn die Freude einen drastischen Dämpfer erlebt und das Game nicht das bietet, was wir uns erhofft hatten. Hier sind unsere Top 5 der Games, deren Hype nur von kurzer Dauer war.

Pokémon GO: Es reichte nur für einen Sommer

Der Hype vor dem Erscheinen von Pokémon GO war noch gar nichts im Vergleich zu dem Hype, der nach dem Release ausbrach: Überall sah man Menschen, die auf ihr Handy starrten und an den entlegensten Orten umherirrten. Die Jagd nach Pokémon in der realen Welt wurde zum Massenphänomen; im August 2016 war Pokémon GO das Gesprächsthema Nr. 1, nicht nur unter Gamern. Selbst in die regulären Nachrichten schaffte es das Spiel mehrmals. Doch mit dem Ende des Sommers nahm die Zahl der Pokémeister auf der Jagd nach den kleinen Monstern drastisch ab. Ob der Hype um Pokémon GO mit den steigenden Temperaturen im Jahr 2017 wieder aufflammt, ist fraglich.

No Man’s Sky: Unendliche Weiten sind nicht genug

No Man’s Sky versprach so viel und klang so anders, dass es bei vielen Gamern ganz oben auf der Wunschliste stand. Mit einem Raumschiff macht man sich auf den Weg, neue Planeten zu entdecken – und von diesen gibt es mehr als genug: Aufbauend auf mathematischen Formeln werden 18 Trillionen Planeten mitsamt Flora und Fauna zufällig generiert. Doch von Spannung und Abwechslungsreichtum war wenig zu spüren: Vor allem die Monotonie wurde von vielen Spielern bemängelt. Hinzu kam ein fehlender Multiplayer-Modus, sodass No Man’s Sky letztlich weit hinter den Erwartungen zurückblieb.

Duke Nukem Forever: Das Warten hat sich nicht gelohnt

2011 fand der wohl grösste Running Gag der Spielebranche ein Ende – aber kein gutes. Ganze 14 Jahre hatte es gedauert, bis Duke Nukem Forever endlich erschien. Kaum jemand hatte noch daran geglaubt, dass das jemals passieren würde, doch als der Release-Termin näher rückte, keimte wieder Hoffnung auf, dass nach all den Jahren doch noch ein gelungenes Spiel entstanden sein könnte. Aber die veraltete Technik, lange Ladezeiten und eine aufgewärmte Story überzeugten kaum jemanden. Das Spiel mit dem derbem Humor – manch einer würde ihn wohl als sexistisch bezeichnen – riss niemanden vom Hocker und gilt als eine der grössten Enttäuschungen in der Geschichte der Games.

Hellgate: London: Hack ‘n’ Slay im postapokalyptischen London

Hellgate: London ist ein Hack ‘n‘ Slay mit einer Mischung aus Ego- und Third-Person-Perspektive, und löst eine ähnliche Sammelwut aus wie Diablo. Die Geschichte spielt in einem von Dämonen verwüsteten London, des Jahres 2038. Obwohl die Story vielversprechend klingt, ist sie langweiliger als gedacht. Zudem ist das Spiel voll mit Bugs und Macken und die Aufgaben sind äusserst eintönig. Vor allem in den Online-Modus von Hellgate: London setzten die Entwickler grosse Hoffnungen. Nachdem das Spiel im Vorfeld sehr gehypt wurde, stieg es auch sofort auf Platz 1 der Spiele-Charts ein. Doch von dort verschwand es schnell wieder – und die Online-Server blieben gähnend leer. Nach etwas über einem Jahr wurden sie vollständig abgeschaltet und Hellgate: London geriet in Vergessenheit.

Spore: Vom Einzeller zum Raumschiff

Als Will Wright, der Schöpfer von Sim City und Die Sims, das Spiel Spore ankündigte, war die Freude groß: Aus nicht weniger als der Entwicklung eines Einzellers hin zu hoch entwickelten Kreaturen, die im Weltraum mit Raumschiffen unterwegs sind, sollte der Spielinhalt bestehen. Ein Highlight schien von Anfang an die Möglichkeit zu sein, das Aussehen der eigenen Spezies zu bestimmen und so die verrücktesten Wesen erschaffen zu können. Insgesamt ist das Spiel in 5 Phasen aufgeteilt, von denen die letzte sogar einen Online-Modus bietet. Spore versprach also unheimlich viel. Nach dem Release 2008 war jedoch schnell klar, dass das Spiel diese hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Das einzige, was den meisten in Erinnerung geblieben ist, ist der witzige Kreaturen-Editor, aber die wirklich guten Ideen von Spore konnten die Entwickler leider nicht befriedigend umsetzen.