Games 22.04.2016

Gaming gehört im Hochtechnologie-Staat Südkorea zum gesellschaftlichen Alltag. Viele der Innovationen im E-Sport kommen aus dem asiatischen Land und vielleicht gehört dieses MMORPG auch bald zu den erfolgreichsten Exporten neben Samsung und LG Electronics. Schon nach kurzem Anspielen wird klar, dass später ein grosser Fokus des Spiels auf dem PvP Inhalt liegen wird. Doch welche sonstigen Eindrücke hinterlassen die ersten Einblicke in die Beta? Die Entscheidung für ein Massive Multiplayer Online Role Playing Game kann schliesslich sehr langfristig binden. Folglich muss sie mit viel Bedacht getroffen werden.

Story und Grafik für Asien Fans

Ein Spiel aus dem fernen Südkorea zeichnet sich, neben dem PvP Schwerpunkt, durch einige weitere Merkmale aus. Schon bei der Auswahl einer der zwei Fraktionen, Asu (ähnlicher zur Allianz in WoW) oder Ora (ähnlich zur Horde), wird die asiatische Ästhetik des Spiels offensichtlich. Die individuelle Gestaltung der Charaktere verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Auch In-Game strahlt das Spiel. Jede Zone wurde detailreich und mit vielen Effekten gestaltet, welche durchaus zum kurzen Innehalten anregen. Zudem besitzen die einzelnen Gebiete ihre einzigartigen, kreativen Farbpaletten, die schnell jede Monotonie vertreiben. Also rein aus optischer Sicht hebt sich das Game schon von der Konkurrenz ab. Bei einer Entwicklungszeit von mehreren Jahren muss dies aber auch nicht verwundern.

In Bezug auf die asiatische Mythologie bietet die Beta noch kein vollständiges Bild, aber erste Überraschungsmomente. Es darf als zusätzlicher Pluspunkt gelten, dass Abstand zum Altbekannten genommen wird. Die meisten MMORPGs erzählen von Orks und Elfen oder diversen SciFi-Szenarien. Ein klein wenig frischer Wind tut auch dem Genre der Rollenspiele gut.

Komplexe Charakterentwicklung für alle Roleplaying-Fans

Eingangs werden alle erfahrenen Rollenspieler die typischen Werkzeuge vorfinden, die sie ebenfalls aus anderen Games kennen. Vier unterschiedliche Basisattribute (Attack, HP, Crit und Energy) werden mit jedem Stufenaufstieg erhöht und diese haben wiederum Auswirkungen auf sekundäre Stats, welche ebenfalls gerne von den verwendeten Ausrüstungsgegenständen (Helm, Waffe, Stiefel, Ringe etc.) gebufft werden. Zusätzlich besitzt jede der fünf Charakterklassen zwei gewohnte Talentbäume. Bei den Klassen existieren alle gewohnten Archetypen, vom Krieger über den Zauberer bis hin zum Heiler. Bei den verschiedenen Rassen wird es jedoch schon kreativer und etwas asiatischer:

  • Human
  • Draconian
  • Tigerian
  • Ogre
  • Yayo

Die Skills erhalten die einzelnen Charaktere, ebenfalls sehr ähnlich zu anderen MMORPGs, einfach ab gewissen Charakterstufen. All das lässt ASTA aber noch nicht einzigartig wirken. Doch zwei weitere Aspekte tun es. Zum einen besitzt das Rollenspiel aus Korea ein einzigartiges „Skill Enhancement“-System. Über einen einarmigen Banditen können die primären Attribute gebufft werden. Wie im Casino kostet das Spielen damit jedoch einen bestimmten Betrag (kostenlose In-Game Währung) und die Ergebnisse können sogar negativ ausfallen. Es besteht zwar die Chance einen schlechten Versuch zu löschen, aber das Gold oder Kupfer bleibt verloren. Trotzdem scheint dieses System sehr spannend, denn viele Charakterklassen benötigen keine durchwegs positiven Resultate. Solange bei einem Krieger viele Pluspunkte in Attack oder HP erspielt werden, nimmt er bestimmt ein Minus bei Energie in Kauf. Es handelt sich also um einen weiteren zufallsbedingten Weg, mit dem sich Charaktere individualisieren lassen.

Ebenso spannend erscheinen die „Divine Spirits“. Es handelt sich dabei um eine Art sekundäres Equipment-System mit eigenen Regeln. Im ersten Moment wirkt das noch nicht wie das entscheidende Argument für ASTA, doch der Umgang mit den nicht-handelbaren Spirits besitzt einiges an Tiefgang. Diese können kombiniert werden und somit offenbart das System eine weitere Crafting Option.

Wir haben das erste Reinschnuppern in die Beta von ASTA sehr genossen. Natürlich gehört PvP während der Level-Phase noch nicht zu den obersten Prioritäten, aber neben den positiven Merkmalen, die wir bereits hier beschrieben haben, können wir es kaum erwarten, bis uns ein koreanisches MMORPG auf seine Schlachtfelder einlädt. All die Menüpunkte zu diesem Teil des Spiels klingen nämlich schon jetzt äusserst vielversprechend. Wer jetzt richtig Lust bekommen hat, in die Welt der asiatischen Mythen einzutauchen, sollte bei unserem Gewinnspiel teilnehmen. Genauere Informationen dazu gibt es hier.