Games 09.11.2015

Die Geschichte des E-Sports lässt sich nicht annähernd ohne einen Spieletitel schreiben. Die Veröffentlichung des ersten Kapitels von StarCraft II, nämlich „Wings of Liberty“ ging mit einem Ausspruch einher: „It's about time!“ („Es ist höchste Zeit!“). Dieser eine Satz lässt sich in Retrospektive als eine Ankündigung für den gesamten E-Sport verstehen. Es war höchste Zeit, dass sich die Virtuosen an den Keyboards und Gamepads weltweit aus ihren Kellern bemühten und die Ehre und den Jubel einforderten, der ihnen zusteht. StarCraft Brood War hatte dies in Südkorea schon vorgemacht und nachdem Tychus im Mekka des E-Sports im Jahr 2007 diese Aussage tätigte und dann 2010 Wings of Liberty erschien, ging es Schlag auf Schlag. 2011 fand das erste The International statt, im gleichen Jahr wurden die ersten LoL Worlds veranstaltet und seitdem wachsen die Zuschauerzahlen, Preisgelder und Bühnen unaufhörlich. Es ist also auch höchste Zeit, dass wir uns einmal diesem Wegbereiter und dem vorerst letzten Kapitel in dieser Spiele-Reihe widmen.

Eine unerwartete Saga – Die Anfänge von StarCraft

Blizzard veröffentlichte das erste StarCraft im Jahr 1998. Damals schien es nur ein Ableger der WarCraft-Reihe zu sein. Doch ein besonderes Feature hob das Spiel von anderen Titeln im Real-Time-Strategy Genre ab. StarCraft führte drei sehr unterschiedliche Rassen ein, welche ganz verschiedenen Spielprinzipien folgen und trotzdem ähnlich viele Stärken und Schwächen aufweisen. Dadurch ergibt sich bis zum heutigen Tag eine ungekannte bzw. beinahe unvergleichliche Spieltiefe.

Dieses enorme PvP Potenzial wurde von der südkoreanischen Jugend erkannt und angenommen. Durch den staatlich geförderten Internethype und die PC Bangs (Internetcafes nur zum Zocken) entstand sehr schnell ein unerwartetes Phänomen. Aus einem Videospiel wurde ein Sport und aus den Gamern gefeierte Sportler. So zierten sehr bald Nerds mit Brille die Cover der lokalen Jugendmagazine und Konzerne wie SK Telecom und Korean Air traten als Sponsoren auf, während rund um das Jahr 2005 die Zocker in den USA und Europa noch mit geliehenen Autos stundenlang auf LANs fuhren, um sich zu messen. Durch diesen Kontrast galt Südkorea sehr schnell als das ultimative Paradies des E-Sport und als ein Mekka für Gamer weltweit – fast nur wegen StarCraft.

Es darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass es gerade im Ego-Shooter Genre (Halo, Counter Strike) schon vor StarCraft II eine lebendige Gamer-Szene in der westlichen Hemisphäre gab und ohne technischen Fortschritt (Streaming etc.) kann ein Game alleine den E-Sport auch nicht ändern. Aber vor allem StarCraft Veteranen, wie Sean „Day9“ 'Plott, Geoff „iNcontroL“ Robinson oder Dan „Artosis“ Stemkoski haben wesentlich zu dem heutigen Stellenwert von E-Sport beigetragen und das alles auf den Flügeln des ersten StarCraft II Kapitels - zumindest bevor die MOBAs (LoL, DOTA2 etc.) und CS:GO das Steuer an sich rissen.

Legacy of the Void – Das letzte Erbe dieser E-Sport Saga

Am 10. November 2015 wird das letzte Kapitel von StarCraft II veröffentlicht und laut dem Entwicklerteam damit auch auf absehbare Zeit der letzte neue Content in diesem Blizzard-Universum. Dieser Abschied erfüllt uns nicht nur mit nostalgischen Gefühlen, sondern ebenso mit Vorfreude auf die neue Kampagne und die angekündigten Features.

Im Singeplayer Modus erobert der Spieler die Welt Aiur für die Protoss zurück, welche von ihrer Heimatwelt im ersten Teil vertrieben wurden. Doch ganz ähnlich zum Film 300 sammeln sich die verbliebenen und versprengten Kräfte und stellen sich einer Übermacht. Die Erfahrungen von Heart of the Swarm und Wings of Liberty haben gezeigt, dass allein die Kampagne und ihr Unterhaltungswert einen Kauf rechtfertigt.

Mit noch grösserer Spannung werden die Multiplayer Erweiterungen erwartet. Jede Rasse bekommt neue Einheiten und es werden sogar neue Spielmodi für alle eingefügt, um die vielfältigen Ingame Aufgaben zu teilen oder jederzeit Turniere zu finden. Die Protoss erhalten den Disruptor und einige Einheiten erfahren massive Änderungen, wobei gerade das Revival der Carrier alle Templer-Herzen mit Freude erfüllt. Zum Arsenal der Terraner werden der Herc und der Cyclone hinzugefügt. Die Möglichkeit Tanks im Siege Mode mit Medivacs direkt aufzunehmen und zu versetzen wird mit grosser Spannung erwartet und sollte einige Einflüsse auf die Meta haben. Aber das wärmste Willkommen wird wohl ein alter Bekannter der Zergs erfahren - der Lurker. Gerade wegen dieser legendären Einheit erinnern wir uns gerne an StarCraft Brood War zurück, denn erst mit dieser Erweiterung wurde der Titel der oben beschriebene, legendäre Hit. Vielleicht verhält es sich bei StarCraft II ähnlich und das perfekte E-Sport Game entsteht erst mit den letzten Zusätzen. Die eigenen Skills in einem der schwersten Games weltweit können übrigens aber der dritten Erweiterung in automatischen, regelmässig statt findenden Battle.net Turnieren bewiesen werden.

Wem jedoch das Spiel schon mit Heart of the Swarm zu micro- oder zu macro-intensiv wurde, der wird sich besonders auf den neuen Archon Mode freuen. In dieser Variante kann mit einem Freund zusammen gezockt werden und ein Spieler kümmert sich um die Wirtschaft und die Verteidigung der Basis, während der Partner oder die Partnerin den Angriff leitet. Nachdem aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades die E-Sport Beliebtheit von StarCraft zurückgegangen ist, könnte gerade dieser Duo Modus eine Renaissance eines Urgesteins herbeiführen - „for Aiur“!

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