Games 20.01.2016

Jeder Gamer kennt es. Das eine Spiel, welches schon bei seiner blossen Erwähnung eine Gänsehaut verursacht. Das eine Game, welches schon Controller und Keyboards auf Reisen schickte, weil es einfach so unglaublich schwer war. Aber selbst wenn die Nerven nach jedem Versuch absolut blank liegen, gehört solch eine Nemesis einfach zu jedem Zocker-Leben dazu und sollte eigentlich niemandem fehlen. Wenn bisher selbst der Hard Mode zu leicht war, dann könnten diese Videospiele Abhilfe schaffen und Hilfe wird schon nach den ersten Levels vonnöten sein.

S.T.A.L.K.E.R. oder Dark Souls

Diese beiden Games scheiden die Geister in der Community bezüglich ihres Schwierigkeitsgrads. Vielleicht dienen sie gerade deshalb als idealer Einstieg in eine teils sehr subjektive Thematik. Für viele Neulinge handelt es sich tatsächlich um sehr schwierige Games, da einige Mechaniken in diesen Videospielen komplex oder wenig intuitiv sind. Beispielsweise scheint es in Dark Souls oft schwer abzuschätzen, welche nächste Region tatsächlich für den aktuellen Stärkegrad geeignet ist. In bestimmten S.T.A.L.K.E.R. Versionen braucht der Charakter in der Mitte eines Ego Shooters plötzlich Schlaf. Sobald diese Mechaniken jedoch bekannt sind, werden diese Spiele viel leichter und lassen sich geplanter abschliessen. Obwohl der Schwierigkeitsgrad immer durch zusätzliche Erfahrung abnimmt, fordern andere Games selbst beim x-ten Versuch noch die volle Konzentration des Zockers. Diese Spiele gehören tatsächlich zu den schwersten der Gaming Geschichte.

Silver Surfer auf dem NES

Auf einer der vielleicht bekanntesten Home-Gaming-Konsolen aller Zeiten gibt es zahlreiche Spiele, welche die Latte aus vielen Gründen sehr hoch ansetzen. Teilweise liegt das an der Programmierung oder in anderen Fällen an zu wenig Game Testing. Stellvertretend für all diese Horror-Games der etwas anderen Art führen wir einen Spitzenreiter in dieser Kategorie an und zwar Silver Surfer. Das Spiel funktioniert ungefähr so: Sobald der Spieler aufhört den A Knopf zu spammen, heisst es „Game Over“. Sobald der Surfer irgendetwas berührt, heisst es „Game Over“. Damit sind übrigens nicht nur Gegner und Projektile gemeint, sondern tatsächlich „irgendetwas“. Ein berühmter Nerd verglich diese Spiele einmal mit dem Versuch, in einem Unwetter sämtlichem Regen auszuweichen. Wir können uns dieser Beschreibung nur anschliessen. Es handelt sich gewiss um eines der schwersten Spiele aller Zeiten und schlägt in dieser Beziehung vielleicht sogar Battle Toads.

Mario Maker

Kein Spiel kann schwerer und härter sein als die sadistischen Level, welche von der Community selbst erstellt werden und ganz genau dafür steht Mario Maker. Während des kürzlich ausgestrahlten Awesome Games Done Quick Marathon konnten wir uns alle überzeugen, wie gemein und vielfältig die einzelnen Level gestaltet sein können. Vor allem handelt es sich hier um keinen fixen Schwierigkeitsgrad wie in den oben genannten Games. Erfahrung hilft auch nur bedingt, denn die eigenen Freunde oder rücksichtslose Fremde können immer wieder mit neuen kreativen Gemeinheiten überraschen. Zu den Instrumenten in dieser Symphonie der Schwierigkeit gehören unsichtbare Blöcke, ungesehene Level-Strategien oder die krassesten Sprünge, die der italienische Klempner je ausgeführt hat. Für einen kleinen Einblick in die brutalen Welten, in die Mario nun geschickt werden kann, fügen wir ein aussagekräftiges Beispielvideo an.

Einer der härtesten Mario Maker Level... zumindest bis jetzt!

Die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad

Dieses Thema verdient durchaus eine kurze Betrachtung, denn es beeinflusst unser liebstes Freizeitvergnügen wesentlich. Ganz zum Beginn der Videospiel-Geschichte war der Schwierigkeitsgrad durch die technischen Möglichkeiten begrenzt. Als sich diese erweiterten, wurden unsere Gaming-Welten komplexer und damit immer schwerer. Als Begleitschaden entstanden dabei die erwähnten, schlecht programmierten Spiele als besondere Herausforderungen. Anfang der 2000er Jahre ruderten die Entwickler jedoch wieder ein wenig zurück und es kamen viele Spiele auf den Markt, welche gerade für alte Zockerhasen viel zu leicht waren. In letzter Zeit scheint es jedoch, als ob ein Videospiel nicht schwer genug sein kann. Gaming wird zunehmend nicht nur als Zeitvertreib gesehen, sondern als Herausforderung, als Leistung und der letzte Bildschirm eines Spiels als Trophäe. Dadurch werden Videospiele und Zocker ernster genommen. Also trotz so manchem Wutanfall sollten wir alle die hohen Schwierigkeitsgrade in unserer liebsten Freizeitbeschäftigung in Ehren halten – ohne das eine oder andere Game Over wäre es schliesslich langweilig.