Ein Level-up für den Gamer PC

Games 18.06.2015

Gamen ist eine Leidenschaft. Das wissen wir alle. Aber gamen ist auch eine technische Herausforderung - vor allem für die Hardware. Die steigenden Anforderungen von Computerspielen sind eine wesentliche Triebfeder für leistungsstärkere Computer im privaten Bereich. Doch wie entscheidet sich ein kluger Zocker für seinen neuen Gamer PC? Welche Grafikkarte, wie viel RAM und welchen Prozessor braucht der Gamer von heute wirklich? Gibt es andere Möglichkeiten den vorhandenen PC zu boosten? Wir geben euch in diesem Beitrag ein paar Tipps zu diesen Fragen.

Welche spielerische Aufgabe bekommt der PC?

Die Hardware-Anforderungen stehen natürlich immer im Verhältnis zum gespielten Game. Wenn in die Retro-Spielekiste gegriffen wird oder die Wahl eher auf rundenbasierten Zeitvertreib fällt, dann werden selbst etwas ältere PCs kaum Probleme haben. Wenn jedoch eine Passion für die neuesten Titel, wie Witcher 3 oder Battlefield Hardline, vorhanden ist, dann muss auch der Gamer PC dazu passen.

Den ersten wichtigen Massstab setzt die Grafikkarte. Die Wahl fällt hier in der Regel auf eine GeForce oder eine Radeon. Wobei die Radeon eher bei AMD Prozessoren eingesetzt wird und die GeForce in Verbindung mit einem Intel Prozessor hervorragende Grafiken produziert. Die Leistung wird dann über die entsprechende FPS-Rate gemessen, die bei verschiedenen Auflösungen erzielbar ist.

Die wesentliche FPS-Grenze ist immer 40. Unter diesem Wert wirkt das Spiel meist ruckelig. Also wenn ihr euch auf die Suche nach einer neuen Grafikkarte macht, dann informiert euch dringend darüber bis zu welcher Auflösung das Spiel noch über 40 FPS läuft.

In Sachen RAM ist eine Aufrüstung mit den modernen DDR3 Arbeitsspeichern eine preiswerte Option. Mehr als 16 GB sind eigentlich für kein Spiel notwendig. Teuer kann es dafür bei neuen Prozessoren werden. Quadcores von Intel oder 4-Cores von AMD mit Mindestleistungen von circa 4 Ghz sollten es nämlich schon sein. Wenn der Prozessor wortwörtlich nicht mehr mitspielt, dann sollte durchaus ein neuer PC angedacht werden.

Der komplette Gamer PC

Die verschiedensten Unternehmen haben natürlich die Bedürfnisse der Spieler erkannt und bieten eigene Gamer PCs an. Sehr praktisch sind direkte Angaben zu den Framerates bei den leistungsintensivsten Spielen, wie es der österreichische Anbieter Hi-Tech in dieser Grafik vormacht. So bleibt kein Zweifel ob die Anschaffung von neuem Gaming Gear wirklich sinnvoll ist. Denn das Problem beim neuesten Gamer PC ist immer, dass er schon kurz nach der Bestellung oder dem Kauf im Laden fast schon wieder veraltet erscheint, weil die nächste Neuerscheinung die Latte höher hängt. Wenn aber klar ist, dass sogar grafische Wunder wie Farcry 4 mit über 80 FPS spielbar sind, dann kann man versichert sein, dass auch kommende Spiele keine zu grosse Herausforderung für das neue Gerät darstellen.

Software Boosts für den Gamer PC

Wenn das Budget gerade nicht für eine neue Anschaffung reicht, dann können kleine Optimierungen auch mit passender Software durchgeführt werden. Denn auf PCs laufen oft viele unnötige Anwendungen, welche Leistung fressen, die wir eigentlich zum Gamen benötigen würden. Einige Beispiele wären Jetboost, Boost von Softonic oder PC Speed Maximizer, die entweder Freeware sind oder sehr günstig zu erstehen.

Vor allem wenn Windows länger installiert war, können einige System-Dateien beschädigt sein und die Performance bremsen. Dies kann sich aber leicht prüfen lassen. Führt dazu einfach die cmd.exe als Administrator aus und gebt dann „sfc /scannow“ ein. Wenn defekte Files gefunden werden, dann setzt eure Windows Version einfach nochmal neu auf und vielleicht läuft dann das Lieblingsspiel wieder ganz ohne Ruckelei.