Games 16.06.2015

Gaming lässt sich in der heutigen Zeit nicht mehr alleine vorstellen. In den MMORPGs ist man nie alleine unterwegs und ebenso nicht in den MOBAs. Wo Menschen aufeinandertreffen, sei es in der realen oder in der virtuellen Welt, ist Romantik selten fern. Aber wie die virtuellen Welten ihren eigenen Regeln folgen, so gelten ebenfalls in Gaming-Beziehungen ganz spezielle Richtlinien und Probleme, die wir hier kurz erforschen wollen. Die Belohnung könnte schliesslich der schönste Loot des Planeten sein: eine grosse Liebe!

Dates mit einem Gamer-Girl oder einem Gamer-Boy

Ein Thema für die Unterhaltung lässt sich zwischen Gamern schnell finden. Sie teilen sich immerhin ein Hobby über das ewig diskutiert werden kann. Darüber hinaus kennen sie sich wahrscheinlich schon über die Unterhaltungen im Spiel sehr gut. Die peinlichsten Geheimnisse sind also schon offen gelegt. Es kann jedoch eine andere Schwierigkeit auftreten. Viele Gamer legen grossen Wert auf die Umgebung in der sie sich befinden und dass sie sich in dieser wohl fühlen können. Da ist vielleicht ein gemütliches Zimmer eher angebracht als sich unbedingt in einer Disco oder auf einer Ausgehmeile zu treffen.

Das trifft natürlich nicht auf alle Gamer zu, denn wir sind schliesslich keine Stereotypen, aber gemäss vielen Erzählungen haben die meisten erfolgreichen Gamer-Beziehungen eher an ruhigeren Orten begonnen. Einfach Orte an denen sich ein Zocker und eine Zockerin zurücklehnen können und entspannt ein ganz neues Spiel starten. Dieses Spiel startet übrigens ohne die Aufforderung „Insert Coin“, denn kaum ein Gamer oder eine Gamerin wird sich von einer dicken Brieftasche beeindrucken lassen, ausser sie lässt sich In-Game vorweisen.

Gemeinsames Gaming mit dem Partner

Wenn beide Partner in einer Beziehung sich das Gaming-Hobby und dann vielleicht noch das gleiche Spiel teilen, dann klingt das im ersten Moment sehr romantisch. Doch wie in jeder Partnerschaft müssen die Territorien genauso im Spiel entsprechend abgesteckt werden. Nur so lässt sich zu intensives Konkurrieren eindämmen. In einem Rollenspiel könnten die Rollen als Tank und Heiler oder Tank und Damage-Dealer verteilt sein. Es soll schliesslich nicht nach jedem Raid die Diskussion ausbrechen, wer mehr Schaden ausgeteilt hat. Das Paar gibt sich lieber Rückendeckung, wenn andere aus dem Team plötzlich zu meckern beginnen.

Leider hat die Praxis auch gezeigt, dass Gamer-Girls im Teamspeak immer mehr Aufmerksamkeit als Männer geniessen. Deshalb ist es aber besonders wichtig, dass ein treues Girl die Grenzen entsprechend absticht und offen zu ihrem Freund steht. Nur so kann wachsende Eifersucht vermieden werden, wenn jeden Abend ein wenig zweideutige Witze durch die Mikrofone schallen.

Nur einer in der Partnerschaft ist ein Gamer

Gaming ist letztlich ein Hobby wie jedes andere und kein Kerl würde auf die Idee kommen, eine Freundin zu verschmähen nur weil sie reitet und er nicht. Im Umkehrschluss würde sich wohl kaum ein Girl von der Freizeitbeschäftigung Fussball abschrecken lassen, nur weil sie selbst nicht kickt. Warum wird Gaming also als ein so heikles Hobby gesehen? Dafür kann es zwei vorrangige Gründe geben:

  • Während dem Zocken ist der Partner Zuhause, aber irgendwie doch nicht anwesend!
  • Die Leistung, die beim Zocken erbracht wird, ist für den Partner schwer nachzuvollziehen!

Wenn einem Hobby ausserhalb des Heims nachgegangen wird, dann handelt es sich meist um fixe Termine, die sich im Wochentakt immer wieder wiederholen. Auf das kann sich der Partner gut einstellen und er oder sie wird diese Zeit bald als durchaus benötigten Freiraum sehen. Wenn der Partner sein Hobby jedoch ebenfalls Zuhause ausübt, dann wird dieser Freiraum nie geschaffen und es entsteht kaum der Eindruck, dass es sich um fixierte Zeiten handelt, selbst wenn Raids immer regelmässig statt finden. Die offensichtliche Lösung wäre hier, das Gamen wirklich einem bestimmten Zeitplan und vielleicht sogar einem ganz bestimmten Ort unterzuordnen. Wenn der Partner weiss, dass am Montag und Donnerstag von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr gezockt wird und sonst nicht, dann wird er dieses Hobby bald nicht mehr anders betrachten als Fussball- oder Reittraining.

Wenn der eigene Freund das entscheidende Tor schiesst oder die Freundin anmutig auf ihrem Ross über Hindernisse springt, dann ist es leicht für den Partner nachzuvollziehen, was hier vor sich geht. Wenn jedoch keine Erfahrung in Sachen Gaming besteht, dann sind das meist nur bunte Lichter, auf die der Partner so gebannt starrt. Aus dem Unverständnis kann dann Zorn entstehen. Aber auch für diesen Punkt gibt es mittlerweile eine einfache und effektive Lösung. Den Partner einfach zu einem Public Viewing (Barcraft, Bar of Legends, Pubstomp usw.) mitnehmen. Die Atmosphäre auf diesen Events kann sehr schnell zum Verständnis für die Leistungen an Gamepad, Maus und Keyboard sorgen. So bleibt die Beziehung glücklich, auch wenn nur einer darin leidenschaftlich zockt.