Strike and Counterstrike – Shooter auf hohem Niveau

Games 27.08.2015

Hinter der Abkürzung CS verbirgt sich der bekannteste Ego-Taktik-Shooter der Welt. Wie auch die beliebten Blizzard Spiele League of Legends und DOTA2 war Counterstrike anfangs nur als Mod zu Half Life angedacht. Diesen Ursprung konnte das Spiel jedoch schnell in Sachen Popularität und Beliebtheit hinter sich lassen. Doch das Phänomen Counter Strike hat eine etwas ausführlichere Retrospektive verdient als nur diese eine Parallele.

Der Start - Counter Strike 1.0

Wahre Fans der Reihe wurden schon während der Beta auf den Mod und das ebenso einfache, wie unterhaltsame Spielprinzip aufmerksam. Diese Fan-Basis setze auch den Grundstein für Valves Interesse an der Entwicklung des Mods. Half-Life selbst war zwar sehr populär, aber bot wenig Replay-Wert in der Einzelspielerkampagne. Da kam der zukunftsweisende Multiplayer-Modus in Form von Counter Strike sehr gelegen. Mit finanzstarker Unterstützung konnten die Hobby Entwickler rund um Minh Le und Jess Cliffe bald die Version CS 1.0 auf den Markt bringen.

Die erste Beta wurde am 19. Juni 1999 veröffentlicht und die finale Version 1.0 konnte ab dem 8. November gratis als Mod Half-Life geladen werden oder als eigenständiges Spiel über Sierra erworben werden.

Es gab zwar von Version zu Version immer wieder Beschwerden aus der Community, dass die ursprünglichen Werte der Serie über Bord geworfen worden seien, aber letztlich setzte sich das schnelle und beeindruckende Gameplay durch. Die Fans wechselten doch immer wieder zur neuesten Version.

Bis zu Counter Strike 1.6 wurden mehr und mehr Zusätze implementiert. Darunter fanden sichneue Waffen und neue Spiel-Modi. Die Version 1.1 fügte beispielsweise einen Zuschauermodus hinzu, wodurch der Start ins E-Sport-Zeitalter garantiert war. Ab der Version 1.6 war das Spiel nur mehr über den Valve Service Steam erhältlich. Doch das grösste Gefecht stand der Community noch bevor.

Die Spaltung der Counter Srtike Community

Zwischen den Jahren 2004 und 2012 fanden die heftigsten Schlachten nicht zwangsläufig zwischen den Terroristen und der Antiterroreinheit auf den verschiedensten Maps statt, sondern viel mehr zwischen den Anhängern von Counter Strike: Source und CS 1.6.

Als Zwischenschritt kann noch erwähnt werden, dass Versuche Counter Strike ebenfalls attraktiv für den Einzelspieler-Modus zu gestalten, sehr schnell mit Counter Strike Condition Zero gescheitert sind. Es blieb ein Game für den Multiplayer Modus.

Aus diesem Grund erschien es umso ärgerlicher, dass sich ab 2004 die Community nicht auf die eine richtige Version einigen konnte. CS: Source brachte zwar einige Grafikverbesserungen, aber durch den Indie-Hintergrund als Mod, legte die Fangemeinschaft darauf eher weniger wert. Viel wichtiger schien eine gesunde, aktive und herausfordernde E-Sport-Szene zu sein. So bestanden die meisten Top Teams auf ihrem CS 1.6 Squad und dies führte zu grosser Verwirrung, die bis zur Einführung von CS:GO reichten.

Noch kurz vor der Veröffentlichung der neuesten Version CS:GO herrschte in der Community grosse Unsicherheit, ob der Krieg zwischen den beiden Lagern 1.6 und Source fortgeführt werden würde oder ob eine Einigung erzielt werden könnte. Dies verwirrte Turnierveranstalter im Jahr 2011 und zum Start von 2012, in welcher Version sie kommende Wettkämpfe ausschreiben sollten.

Die Einigung der Counter Strike Kräfte

Zur Erleichterung aller Fans des legendären Ego-Shooters, der sein 10-jähriges Jubiläum schon hinter sich hat, schaffte die neueste Installation in der Serie (CS:GO) die Einigung der Fan-Community. Das Gameplay heute bietet spannende und schnelle Action, welche die Serie berühmt gemacht hat. Die Fortschritte der gesamten E-Sport Szene verstärken die weltweite Konkurrenz nur noch mehr und heben das Kampfgeschehen auf ein ganz neues Level, wie durch die ESL ESEA Pro League eindrucksvoll bewiesen wird.

Der ewige Kampf zwischen den bombenlegenden Terroristen und der entschärfenden Antiterroreinheit hat also noch eine lange und prächtige Zukunft im Gefecht mit realitätsgetreuen Waffen vor sich.