Top Prozessoren – Die Herzen der Gaming PCs

Games 26.02.2016

Eine Konsole, wie die PS4, wird meist als ein System betrachtet, welches einen bestimmten Leistungsoutput besitzt. Ein PC muss in Sachen Performance viel differenzierter betrachtet werden. Verschiedene Teile tragen wesentlich zum Spielerlebnis bei. Zuerst fällt natürlich jedem die Grafikkarte ein und ein gewisses Mass an RAM schadet auch nicht, aber das Herzstück jeder Gaming Erfahrung bildet der Prozessor. Derzeit gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Prozessoren von zwei grossen Herstellern auf dem Markt. Intel und AMD versuchen ständig mit neuen Innovationen die Gamer auf ihre Seite zu ziehen, denn gerade diese Zielgruppe achtet besonders penibel auf die Performance. Doch wie schneiden die einzelnen Modelle im direkten Vergleich ab?

Wie soll die Leistung eines Prozessors bewertet werden?

Verschiedene Experten begegnen dieser Frage auf ihre ganz eigene Art. Die einen betrachten lieber die absolute Leistung des kleinen Chips, während andere lieber relative Zahlen miteinander abwägen. Für die Experten unter den Gamern hängt dies meist vom Budget ab. Sofern die finanziellen Mittel für das Lieblingshobby praktisch unbegrenzt sind, zählt eigentlich nur die absolute Performance. In diesen Fällen gilt der Prozessor als besser, der eine höhere Taktgeschwindigkeit bzw. überlegene sonstige Eigenschaften besitzt (Cache, Busse etc.). Wenn jedoch viel Bedacht auf das Preis-/Leistungsverhältnis gelegt wird, dann steht die relative Performance im Vordergrund. Hier geht es dann in erster Linie darum, wie viel Geschwindigkeit für jeden einzelnen Euro geboten wird. Je nach Betrachtungsweise können sich sehr grosse Unterschiede ergeben und diese führen zu verschiedenen Entscheidungen bezüglich des Computer Herzens.

Die neue Generation der Quadcores

Leider hält sich selbst bei relativer Leistungsbetrachtung das Sparpotential für Gamer CPUs in Grenzen. Viele Spiele verlangen nämlich mittlerweile die aktuelle Prozessorgeneration mit den vier Kernen (sogenannte Quadcores). Moderne Videospiele starten leider ohne diese technische Ausstattung gar nicht mehr. Das muss bei der Wahl des Prozessors unbedingt beachtet werden. Wir schenken in dieser Aufstellung also nur diesen Varianten bzw. noch fortschrittlicheren Ausführungen unsere Aufmerksamkeit.

Wie muss das Übertakten von Prozessoren eingeschätzt werden?

Bevor wir uns tatsächlich mit den Benchmarks spezieller Modelle beschäftigen, wollen wir noch ein wichtiges Thema anschneiden, welches häufig im Zusammenhang mit Prozessoren gebracht wird: Das Übertakten bzw. Overclocking. Dabei handelt es sich um das Überschreiten der ursprünglichen Spezifikationen des Prozessors durch bestimmte technische Massnahmen. Dadurch wird zwar die Leistung enorm erhöht, aber viele sagen auch, dass durch diese Massnahme die Lebenszeit der CPUs wesentlich verkürzt wird. Zusätzlich wird die CPU Kühlung beim Overclocking besonders belastet. Obwohl sich alle drei Behauptungen nicht verneinen lassen, führen professionelle Anbieter von Overclocked Prozessoren so viele effiziente Stress-Tests durch, dass der Nachteil der geringeren Lebensdauer tatsächlich sehr stark reduziert wird. Weiters kann der zusätzliche Bedarf an Kühlung mit modernen Geräten leicht aufgefangen werden. Es ist also durchaus nicht verantwortungslos einen entsprechenden Prozessor zu kaufen und ein wenig übertaktet zu gamen – zumindest wenn diese Leistungssteigerung von professionellen Händen durchgeführt wird.

Hervorragende Prozessoren von Intel und AMD

In Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis bietet AMD einen sehr ausgezeichneten Prozessor an. Der AMD FX-6300 Six-Core bietet die meiste Leistung pro Euro. Im Gegenzug verbrauchen viele CPUs dieser Marke mehr Strom als die Gegenstücke von Intel. Auch im absoluten Leistungsvergleich (CPU Mark) schneidet der AMD relativ schlecht ab. Hier haben vor allem die Modelle von Intel die Nase vorne. Einer der weitverbreiteten Spitzenreiter wäre der Intel Core i7-4790K. Dieser weist bei einer offiziellen Taktung von 4.00 GHz einen CPU Mark von über 11.000 auf. Das ist fast doppelt so viel wie der AMD Six-Core schafft. Ausserdem befindet sich dieser Intel im relativen Vergleich immer noch an dritter Stelle.

Solche Vergleiche machen selbstverständlich Sinn, denn sehr oft handelt es sich beim Herzen des PCs um das teuerste Teil. Doch Experten betonen zusätzlich, dass nur die passende Abstimmung mit der restlichen Hardware (Grafikkarte von Nvidia oder Radeon etc.) eine wirkliche Einschätzung der späteren Performance bei Games erlaubt. Trotzdem sollte bei einer Neuanschaffung die absolute, derzeitige Untergrenze von 3.20 Ghz bei einem Quadcore beachtet werden, damit später auch die meisten neuen Videospiele auf dem Gerät laufen.