Zahlungsbetrug: So erkennst und vermeidest du Zahlungsbetrug

Mit der Zunahme von Online-Shopping und Online-Zahlungen werden auch die kriminellen Methoden im Internet immer ausgefeilter. Deshalb ist es wichtig, wachsam zu sein, sichere Websites und betrügerische Aktivitäten zu erkennen und dich über Betrugsprävention zu informieren. Der folgende Artikel erklärt dir die am weitesten verbreiteten Betrugsformen und wie du das Betrugsrisiko minimieren kannst.
Was ist Zahlungsbetrug?
Zahlungsbetrug ist eine Kategorie des Betrugs. Dazu gehört jede unbefugte oder täuschende Aktivität während einer Transaktion. Das Ziel von Zahlungsbetrug ist es, Geld oder Finanzdaten zu stehlen. Kriminelle nutzen die gestohlenen Kartendaten und gehackten Konten, um Einkäufe ohne die Zustimmung des Besitzers zu tätigen oder Geld zu überweisen. Betrüger sind immer auf der Suche nach Schwachstellen in digitalen oder physischen Zahlungssystemen und nutzen diese aus.

Arten von Zahlungsbetrug
Wenn du die verschiedenen Arten des Zahlungsbetrugs kennst und verstehst, kannst du Warnzeichen frühzeitig erkennen. Drei der gängigsten Kategorien sind Phishing, Skimming und Identitätsdiebstahl.
Phishing
Phishing ist eine Art von Cyberangriff. Das Wort ist durch die Kombination der Wörter „Passwort“ und „Fishing“ entstanden – und genau darum geht es: Kriminelle versuchen deine Daten oder Passwörter über das Internet zu „angeln“. Sie geben sich als vertrauenswürdige Unternehmen wie Banken oder große Online-Shops aus und wollen dich dazu bringen, deine persönlichen Informationen preiszugeben. Diese Angriffe starten oft per E-Mails oder SMS mit Links zu gefälschten Websites. Die Websites sehen wie die Originale aus und du wirst aufgefordert, dich anzumelden oder sensible Daten einzugeben. Diese gelangen dann in die Hände der Angreifer. Deswegen solltest du niemals auf Links klicken oder Anhänge aus verdächtigen Quellen öffnen.1
Skimming
Digital Skimming ist eine weitere Art von Cyberbetrug. Kriminelle schleusen bösartigen Code in die Software eines Online-Shops ein. Und hier kommt die Bedeutung des Namens ins Spiel: Skimming bedeutet „abschöpfen“. Der Code fängt Daten ab, während die Nutzer ihre Informationen als Teil des Bezahlvorgangs eingeben – die Kartennummern und andere wichtige Daten. Das geschieht im Hintergrund und niemand merkt etwas. Die Angreifer können diese Daten abrufen und auf ihre eigenen Systeme umleiten. Sie werden dann für betrügerische Aktivitäten genutzt oder verkauft.2
Identitätsdiebstahl
Identitätsdiebstahl gehört ebenfalls zu den häufigsten Betrugsarten. Dabei stehlen Kriminelle die Daten von Personen über das Internet, oft Namen, Adressen, Geburtsdaten oder Bankdaten, und geben sich als diese Personen aus. Der Schaden, den sie damit anrichten können, ist immens. Sie gehen meist folgendermaßen vor: Sie greifen auf das Online-Banking ihrer Opfer zu, ändern die Anmeldedaten und sperren die Besitzer aus. Die Kriminellen geben ihr Geld aus, überweisen es, richten neue Zahlungsmethoden ein oder noch schlimmer – sie beantragen in deren Namen Kreditkarten oder schließen Verträge ab. Dadurch können Schulden entstehen, für die die betrogenen Personen haften. Ihre Bonität wird durch den Identitätsdiebstahl ebenfalls negativ beeinflusst. Bis die Kriminellen gestoppt werden, kann eine lange Zeit vergehen.

Tipps zur Betrugsprävention
Erstelle sichere Passwörter
Es ist entscheidend, dass du für jedes deiner Konten ein unterschiedliches, sicheres Passwort verwendest. Ein sicheres Passwort besteht in der Regel aus einer Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Dadurch wird es für Angreifer schwieriger zu erraten. Vermeide es, persönliche Informationen oder gängige Wörter zu benutzen. Wenn du das gleiche Passwort auf mehreren Websites nutzt, erhöhst du dein Risiko. Ein Hackerangriff auf einer Plattform kann dann alle deine Konten gefährden. Keiner kann sich verschiedene, komplexe Passwörter merken, wie gehst du also damit um? Du solltest einen seriösen Passwort-Manager nutzen, der deine Passwörter verschlüsselt und sicher speichert. Wenn du deine Passwörter regelmäßig änderst und sogar eine Multi-Faktor-Authentifizierung einsetzt, machst du deine Konten noch sicherer.
Pass auf, wo du deine Karte benutzt
Es ist wichtig, beim Einsatz deiner Karten immer vorsichtig zu sein. Das gilt für Kredit-, Debit- und Prepaid-Codes gleichermaßen. Gib deine PIN oder deine Prepaid-Kartencodes niemals auf unbekannten oder verdächtigen Geräten ein und gib sie niemals an andere Personen weiter. Außerdem kannst du deine Zahlungskarten, auch Prepaid-Codes, sicher in digitalen Geldbörsen wie Apple Pay oder Google Wallet speichern. Darin werden sie verschlüsselt. Das bedeutet, dass die tatsächliche Kartennummer nicht auf deinem Smartphone hinterlegt ist. Zudem ermöglichen sie die biometrische Authentifizierung. Das macht Online-Zahlungen bequem und schnell.
Sichere deine Geräte
Es ist wichtig, deine Geräte zu schützen, weil sie oft sensible Zahlungsinformationen wie Kredit-, Debit- und Prepaid-Codes speichern. Biometrische Sicherheitsfunktionen wie Face ID oder Touch ID kannst du nutzen, um dein Smartphone zu entsperren und zusätzlichen Schutz bei Zahlungen zu gewährleisten, damit nur du auf das Gerät und deine Finanzdaten zugreifen kannst. Vermeide es, Zahlungsdaten an offensichtlichen oder ungesicherten Orten wie der Notiz-App, als Screenshots oder in unverschlüsselten Dateien zu speichern. So können die Infos leicht gefunden werden, wenn du dein Gerät verlierst, es gestohlen oder gehackt wird.
Schütze deine Identität
Der Schutz deiner Identität sollte die oberste Priorität haben. Vermeide es, sensible Daten wie deinen vollständigen Namen, dein Geburtsdatum, deine Adresse oder Finanzinformationen online anzugeben. Trenne deine privaten und beruflichen Social-Media-Profile, um den Zugang zu deinen privaten Daten zu beschränken. Überprüfe und passe regelmäßig die Datenschutzeinstellungen auf allen Plattformen an. Wenn du darauf achtest, welche Daten du teilst, und online klare Grenzen setzt, kannst du deine Identität schützen und das Risiko von finanziellen Verlusten, Identitätsdiebstahl und anderen Sicherheitsbedrohungen minimieren.