Ritter, knieend mit Schwert
Games 08.06.2017

Es gibt einige Debatten, die festlegen wollen welcher Teil in der The Elder Scrolls-Reihe als das beste Spiel betrachtet werden kann. 2011 hatte Skyrim, dank der interessanter Story des Dovahkiin für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Manche würden Morrowind von 2002 als das definitive top Spielerlebnis dieser Reihe betrachten, da mit diesem Game das Open-World-Konzept etabliert wurde, welches dann in seinen Nachfolgern perfektioniert wurde. Unabhängig davon welcher Teil der persönliche Favorit ist, die Reise durch Tamriel ist immer wieder ein Abenteuer. Wir haben getestet, ob uns der neueste Zusatz zum MMORPG die Magie von Morrowind und Vvardenfell erneut spüren lässt.

MMORPG in Tamriel

The Elder Scrolls Online dient als eine Erweiterung der klassischen Spielserie. Das Spiel kam zuerst 2014 für den PC heraus und ein Jahr später für die PlayStation 4. Die Vorgänger waren dank ihres Open-World-Basiskonzepts mit den vielen zusätzlichen Quests sehr gut für eine Erweiterung zum MMORPG geeignet. Dadurch konnten langjährige Fans nun gemeinsam mit Freunden Tamriel erforschen. Das Spielprinzip hat sich hingegen kaum geändert. Es gibt eine große Welt zu entdecken, zahlreiche Gegenstände zu sammeln und spannende Missionen zu erfüllen. Der Entwickler ZeniMax Online Studios hat natürlich auch eine interessante Geschichte eingebaut, damit die Spieler durchgehend Spaß am Spiel haben und motiviert sind die zahlreichen Aufgaben zu erfüllen. Egal ob man als Dunmer-Dunkelelf, einer der Waldelfen-Rasse Bosmer, als Orsimer, dieTamriel-Interpretation von Orks, oder als eine der anderen sieben Rassen die Fantasiewelt durchforstet, die Geschichte bleibt für jeden Spieler gleich. In klassischer Elder Scrolls-Manier fängt man das Spiel in einer Gefängniszelle an und muss nach einer erfolgreichen Flucht die Geheimnisse dieser Welt entdecken.

Nostalgie pur

Einer der größten Pluspunkte des neuen Add-Ons ist, dass Vvardenfell nach 15 Jahren zurückkehrt. Die Entwickler haben viel Zeit investiert, um die Karte so originalgetreu wie möglich nachzubauen. Veteranen werden sich auf den ersten Blick sehr schnell daheim fühlen. Wer jedoch darauf hofft, auf alte Gesichter zu treffen, wird enttäuscht sein, denn das Spiel erzählt die Geschichte 700 Jahre vor den Ereignissen vom dritten Teil der Hauptserie. Dies zeigt sich besonders darin, dass manche Ortschaften noch nicht erbaut wurden. Somit wird man nicht das Gefühl haben, als wäre es nur eine reine Kopie vom Klassiker. Man erhält vielmehr das einzigartige Erlebnis, diese Welt zu entdecken und vielleicht Verbindungen zu den Ereignissen des Originals zu verstehen, sei es in Form von Vorfahren von bestimmten Charakteren oder Städte, die noch nicht erbaut wurden.

Im Vergleich zu anderen Expansionen ist der Spieler nicht gezwungen die gesamte Geschichte von The Elder Scrolls Online durchzuspielen. Man kann einfach nach Vvardenfell reisen und jederzeit zwischen den angebotenen Abenteuern wechseln. Nach nur kurzer Zeit auf der neuen Insel wird man auf einige neue Feinde treffen, alte Geheimnisse lüften und sogar eine Audienz beim Gottkönig Vivec erhalten. Diese Missionen lockern das gesamte Spiel auf und spornen dazu an auch die kleinsten Winkel dieser übergroßen Insel zu erforschen und potenziell interessante Höhlen zu entdecken.

Eine neue Klasse

Mit der Erweiterung des Spiels kommt auch die neue Klasse namens Warden dazu, bei der es sich um eine Art Waldläufer handelt. Hiermit möchte ZeniMax dem Spieler die Möglichkeit bieten gleich drei neue Fähigkeiten zu nutzen. Man kann nicht nur mit den Heilungsfähigkeiten von Green Balance seine Freunde vor dem Tod retten, sondern gleichzeitig mithilfe von Animal Companion seinen Bären auf die Feinde hetzen. Während sich das Biest um den Feind kümmert, hat man Zeit um seine Verteidigung mit Winter’s Embrace zu stärken. Somit kann man selbst die längsten Kämpfe überstehen und sogar mit den stärksten Klassen des Spiels, wie Templar oder Sorcerer, mithalten. Der einzige Nachteil am neuen tierischen Freund liegt darin, dass man seinen Bären nicht ganz bändigen kann. Dieser neigt manchmal dazu willkürlich seine Umgebung anzugreifen, wodurch man unabsichtlich Feinde auf sich aufmerksam macht. Grundsätzlich hat sich mit Morrowind nicht viel am Basisspiel geändert. Außer dem Zusatz einer neuen Klasse, bleibt das Spielprinzip gleich. Man wandert durch die unendlichen Weiten, erfüllt Missionen, und entwickelt seinen Charakter weiter. Dank der Expansion erhalten Gamer nicht nur eine komplett neue Insel, sondern ebenfalls eine zusätzliche Geschichte, die spannende Wendungen bietet. Langjährige Fans der Serie werden sich besonders auf nostalgische Momente freuen, sobald sie wieder den Boden von Vvardenfall betreten.