Dark Souls Remastered - Zurück in den spielbaren Alptraum

Games 24.05.2018

Dark Souls Remastered erscheint am 25. Mai für PS4, Xbox One und PC. Auch für die Nintendo Switch wird das Game erscheinen, ein festes Erscheinungsdatum steht aber noch aus. Remasters gibt es mittlerweile viele. Doch ist Dark Souls Remastered ein Highlight, auch wenn es sich eigentlich um ein altes Spiel handelt. Vor sieben Jahren schon veröffentlichten die Entwickler From Software Dark Souls, damals für PS3, Xbox 360 und PC. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, besonders bei Video Games. Die Hardware wurde besser, die Grafik hübscher und Gameplay moderner. Und doch haben die Souls-Spiele etwas Besonderes an sich. Sie sind klassisch schonungslos und gleichzeitig zeitlos. Wie geht das?

You Died

Was Dark Souls und das ganze Souls-Genre so besonders macht, ist der Schwierigkeitsgrad. In diesem Third-Person-Action-Rollenspiel muss man immer mit Bedacht vorgehen. Oder man stirbt. You Died flasht dann auf dem Fernseher oder Monitor auf, was sich mittlerweile zu einem Meme entwickelt hat. Früher oder später stirbt jeder beim Spielen von Dark Souls. Das ist so geplant von den Entwicklern. Die Spielwelt von Dark Souls ist offen. Mit einem vorher angefertigten Charakter kämpfen sich Spieler durch dunkle Verliese, beeindruckende Schlösser oder tödliche Gärten. Jedes Areal ist voller Gegner, die sofort angreifen. Jeder Gegnertyp besitzt ein eigenes Angriffsmuster, das man unbedingt lernen sollte. Denn nichts ist in Dark Souls wichtiger als zu wissen, wann man angreifen sollte und wann nicht. Timing entscheidet oft über Leben und Tod. Das liegt an den Animationen der Attacken; diese kann man nicht abbrechen. Hat man also den Knopf zur Attacke gedrückt, dann wird der Charakter diese Attacke auch ausführen. Komme, was wolle. Das klingt vielleicht nicht besonders wichtig, es ist das aber Dreh- und Angelpunkt aller Souls-Spiele. Wer das Schwert versehentlich in den leeren Raum schwingt während Gegner von der Seite angreifen, wird sehr sehr schnell die Worte You Died zu lesen bekommen.

You Died… Again

Nicht nur die Gegner führen zum Tod, auch die Areale selbst stecken voller Gefahren. Fallen können auch zum Game Over führen. Man muss also nicht nur alle Gegnertypen und ihre Angriffsmuster kennen, auch die Areale sollte man so gut wie möglich lernen. Das gilt besonders für die überlebenswichtigen Leuchtfeuer, die sich in den Arealen befinden. Diese dienen nach einem Game Over als Rücksetzpunkt. Stirbt man also kurz vor einem neuen Leuchtfeuer, wird mal zum letzten Leuchtfeuer, das gut eine halbe Stunde zurückliegt, zurückgeworfen. UND ALLE GEGNER SIND AUCH WIEDER DA. An genau derselben Stelle. Manchmal möchte man dann aus Frust einfach hindurchlaufen und die Gegner ignorieren oder schnell erledigen. Eine sehr dumme Idee, da die Ausdauer mit jeder Aktion, mit jedem Angriff und jeder Ausweichrolle abnimmt. Ist die Ausdauer leer, steht man den Gegnern schutzlos gegenüber. You Died. Ziel ist es, möglichst viele Seelen von umgebrachten Gegnern zu sammeln, um die für Verbesserungen einzutauschen. Stirbt man, verliert man alle Seelen. Doch kann man sie retten, wenn man es bis zu der Stelle schafft, an der man gestorben ist. Stirbt man aber zweimal in Folge, ohne die Seelen gerettet zu haben, sind sie für immer futsch. Das macht Dark Souls oft zu einem Geduldsspiel mit einem selbst. Das Gameplay ist herausfordernd und man sollte Augen und Ohren immer für Gefahren offenhalten. Unfair wird es aber kaum.

You Died… Remastered

Dark Souls ist ja altbekannt, was ist neu am Remaster? Natürlich die Technik. Wer eine PS4 Pro oder Xbox One X besitzt, kann sich über eine 4K-Auflösung freuen. Zusätzlich gibt es nun eine flüssigere Framerate (also mehr Bilder pro Sekunde) und schärfere Texturen hier und da. Man sieht dem Spiel die Zeit schon an, hübscher und technisch runder ist es aber allemal. Wo das Remaster aber besonders punkten kann, ist das Areal Blighttown. Dieses besonders herausfordernde Areal war auf der letzten Generation von Konsolen bekannt für die schlechte Performance und häufige Ruckler. Für das Remaster haben die Entwickler diese technischen Probleme zum Glück endlich ausgemerzt. Zusätzlich zu den technischen Neuerungen ist neben dem Hauptspiel auch der DLC Artorias of the Abyss inkludiert.

Für Fans und Kenner der Souls-Serie und Dark Souls dürften die technischen Updates schon Grund genug sein, sich das Remaster zu holen. Wer noch nie ein Game der Serie gespielt hat und bereit für ein knallhartes Spielerlebnis ist, bekommt mit Dark Souls Remastered eines der besten Games des letzten Jahrzehnts serviert.