Fallout 4 - Überleben 4.0

Games 16.09.2015

Der Überlebenskampf nach der nuklearen Zerstörung der Zivilisation geht in die vierte Runde. Schon im Vorfeld gibt es eine Vielzahl an Gerüchten und spannende Ereignisse rund um die Neuauflage des klassischen Rollenspiel-Abenteuers. Da werden Codes analysiert um die Verfügbarkeit für die Konsolen zu prüfen und Gameplay Trailer tauchen auf Seiten mit Erwachsenenunterhaltung ein klein wenig früher als geplant auf. Da verwundert es kaum, dass viele Gamer die Erscheinung am 10. November dieses Jahres nicht mehr erwarten können.

Das Überleben wird härter und härter

In den ersten beiden Teilen steuerten wir den Auserwählten noch aus der Vogelperspektive. Trotzdem hat schon der erste Teil aus dem Jahr 1997 Geschichte geschrieben, denn Rollenspiele, in denen eher Schusswaffen anstatt Schwerter gesammelt werden, waren relativ selten. Dementsprechend schnell hat sich eine treue Fan-Gemeinde rund um die ganze Serie versammelt. Selbst einige Änderungen bei den Entwicklungsteams konnten dem Gameplay nicht schaden und als Bethesda Softworks sich dem dritten Teil annahm, war es klar, dass Fallout sein Zuhause gefunden hatte.

Im dritten Teil änderte sich die Perspektive und es wurden Ego-Shooter Elemente in das Spiel aufgenommen. Nichtsdestotrotz gehört Fallout immer noch in das Roleplaying-Genre. Diese Wurzeln wurden nie verraten und der Spagat ist außergewöhnlich gut gelungen. Eine fast unendliche Liste an Gegenständen und erinnerungswürdige NPCs, von den Paladinen bis hin zu einzelnen Raidern, machen diese Genre-Zugehörigkeit im dritten Titel der Reihe ganz klar. Im vierten Teil wird die Latte wohl nochmals höher gelegt.

Was erwartet uns in der verstrahlten Welt von morgen?

Alles scheint sich beim neuen Teil zu verbessern. Das beginnt schon mit simplen Punkten, welche eigentlich keine Priorität für Bethesda darstellen. Die Welt erstrahlt in grafisch neuem Glanz, damit sich die Zerstörung noch besser genießen lässt. Für Konsolen gibt es ebenfalls sehenswerten Support in 1080p Auflösung und 30 Frames per Second (FPS). Der Detailreichtum soll laut den Developern ungekannte Vielfalt erreichen und eine realistische Darstellung von Boston und Umgebung wird sogar durch raffinierte Wettereffekte unterstützt.

Die wahren Stärken der Spielentwickler liegen jedoch in der Story, in den Charakteren und den Tiefen, in die Fallout die Gamer immer wieder eintauchen lässt. Auf der genauen Handlung klebt zwar noch das „Top Secret“-Siegel, aber die Gerüchteküche brodelt schon. So geht die Community jetzt schon davon aus, dass sich durch die Wettereffekte Strahlung verbreiten kann bzw. bewegt und nicht mehr nur an fixen Punkten auftritt. Ein Teil der Geschichte wird vor der nuklearen Zerstörung spielen, wie Trailer klar machen. Es wird jedoch gerätselt, wie die Flashbacks in die restliche Geschichte eingearbeitet sind. Die bereits veröffentlichten Konzept-Bilder lassen auch einige Rückschlüsse zu. So wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass die Interaktion mit Aliens über das typische Easter Egg ausgeweitet wird oder dass Pferde eine bedeutende Rolle einnehmen werden.

Zudem wird Fallout 4 nicht nur ein Rollenspiel und ein Egoshooter sein, sondern noch eine Aufbausimulation, denn ein eigener Stützpunkt kann errichtet und ausgebaut werden. Die Handlung wird sich bestimmt auch rund um diese Behausungen abspielen, denn es ist jetzt schon kein Geheimnis mehr, dass es sich dabei weniger um ein Ferienhaus sondern mehr um eine Festung handeln wird, welche verschiedenen Angriffen von Raidern Stand halten muss.

Die bereits gezeigten Videos offenbaren ebenfalls einige Elemente, in die noch eingetaucht werden kann. Es dürfte Missionen auf dem Wasser bzw. auf Schiffen geben und die Luftschiffe sehen so aus, als ob sie ganze Städte tragen könnten. Aber um erst einmal auf dem Boden zu bleiben, können wir noch prognostizieren, dass Boston als Schauplatz sehr bestimmend für verschiedene Handlungsstränge sein wird. Das MIT könnte sehr ausschlaggebend für die Androiden sein und es gibt einige andere Gerüchte, die sich auf die „Boston Brahmins“ (edle Familien aus Boston) beziehen.

Die Mutanten und anderen Kreaturen dürfen auch nicht vergessen werden und bisher wurde Deathclaw so prominent dargestellt, dass manche meinen, er lässt sich vielleicht sogar zähmen und nicht nur aus dem Mech Suit heraus in Stücke schießen. Wenn dies tatsächlich zutrifft, dann wird Fallout 4 wohl das Spiel mit dem coolsten Haustier aller Zeiten. Der 10. November wird aber in jedem Fall ein genialer Tag für Zocker: Neben dem wahrscheinlich genialsten, aber garantiert apokalyptischsten Rollenspiel des Jahres Fallout 4, erscheint zeitgleich das dritte Starcraft 2 Kapitel „Legacy of the Void“.