Ghost Recon Wildlands: Drogenkrieg in Bolivien

Games 09.03.2017

Ghost Recon hob sich seit dem ersten Spiel 2001, durch den starken Mutliplayer-Fokus, von anderen Tom Clancy-Spielen ab. Dieses Spezialkommando der U.S. Army Special Forces kämpfte sich bereits durch den Dschungel in Jungle Storm, Korea in Ghost Recon 2 und in der Zukunft von 2024 in Future Soldier. Mit dem neuesten Eintrag Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands wird mit der Spielreihe eine neue Richtung eingeschlagen. Diesmal handelt es sich um ein Open-World-Spiel und der Spieler kann Bolivien frei erkunden.

Kampf gegen Drogen

In dem neusten Ubisoft Game befinden sich Elitesoldaten in Bolivien um den dortigen Drogenkrieg ein Ende zu machen. Tom Clancys Spiele fokussieren sich darauf, einen gewissen Realismus in das Geschehen zu bringen. Beispielsweise kommt es in einem Feuergefecht sehr schnell zum Tod des Spielers. Trotzdem nimmt es viel Inspiration von modernen Einträgen des Genres und bietet einige übertriebene Situationen um Abwechslung einzubringen. Wer auf einem Militär-basierten Simulator hofft, wird in diesem Fall enttäuscht sein. Wie bei vielen Open World-Spielen ist es dem Gamer frei überlassen wie dieser vorgeht. Entweder beweisen sich die Soldaten durch ihre List, oder durch ihre Schießkunst. Wie bei Hitman kann man versuchen sich langsam vorzuarbeiten um sein Ziel von hinten zu erstechen. Man kann den Feind jederzeit mit den besten Waffen ausschalten und sich bis zum Letzten Gegner vorarbeiten. Klingt das zu anstrengend? Dann kann man versuchen, den Boss einfach mit einem gezielten Schuss von der Ferne mithilfe eines Scharfschützengewehr zu eliminieren.

In der Gruppe spielt es sich besser

Ein taktischer Shooter ist nur halb so lustig, wenn man alleine spielt. Mit Freunden Bolivien zu erkunden macht gleich viel mehr Spaß. Die verschiedenen Arten Missionen durchzuführen machen umso mehr Spaß, wenn man sich koordinieren kann. Ein Spieler übernimmt zum Beispiel die Position des Snipers und warnt seinen Kollegen sobald Feinde nahen. Wird er doch entdeckt? Kein Problem, denn die anderen Mitspieler stehen schon mit einem Fahrzeug bereit um die Verfolgungsjagd aufzunehmen. So lustig wie es auch ist zusammen eine Mission zu koordinieren, manchmal kann das in Chaos ausarten. Es könnten Alarme unabsichtlich ausgelöst werden, oder der Sniper hat mehr Spaß, seine eigenen Leute abzuschießen. Diese Kreativität und Spontanität im Multiplayer belebt selbst die etwas redundanten Missionen des Spiels.

Eine lebendige Welt

Bolivien wurde wirklich bis ins kleinste Detail realisiert. Ubisoft hat viel Zeit investiert, um die Natur dieser Welt so natürlich wie möglich zu programmieren. Die verschiedenen Orte, sei es Ruinen, Dörfer oder Berglandschaften, bieten ausreichend Abwechslung für die Spieler. Die Entwickler gaben sich viel Mühe um den Charakteren auch ausreichend Hintergrundgeschichten und Persönlichkeiten einzuhauchen, damit die Missionen interessant gestaltet werden. Trotz des Aufwands der Entwickler sind die Missionen leider nicht sehr abwechslungsreich. Die Story ist ziemlich einfach gehalten und effektiv, für den Multiplayer, der auch die wahre Stärke des Spiels ist. Wie kreativ oder stressig eine Mission wird, hängt allein von den Spielern ab.

Multiplayer-Vielfalt

Tom Clancy’s taktische Elemente und Open World-Gameplay ergänzen sich sehr gut. Bolivien ist ein wunderschöner Ort zum Erforschen, sei es zu Fuß oder in einem Panzer. Der einzige wirkliche Nachteil ist der Mangel an Abwechslung in den verschiedenen Missionen. Trotzdem bietet Wildlands seinen ganz eigenen Charme, vor allem im Multiplayer. Ubisoft ging mit Ghost Recon das Risiko ein, sich etwas vom klassischen Konzept wegzubewegen und mehr Vielfalt in das Gameplay zu bringen. Dieser Schritt hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wer einen neuen Shooter sucht, den er mit seinen Freunden spielen möchte, ist mit Wildlands Ghost Recon bestimmt gut beraten.