IEM Katowice - eSports-Action in Polen

eSports 09.03.2016

In dieser Woche hatten die Fans des professionellen Gamings zwei Luxusprobleme: Wie lässt sich möglichst wenig von der geballten Action verpassen und wann bleibt Zeit für ein klein wenig Schlaf? Denn neben dem DOTA 2 Major in Shanghai, verwandelte sich auch die polnische Stadt Katowice in ein Mekka für elektronische Wettkämpfe und die coolsten Communities des Planeten. Da konnte es durchaus vorkommen, dass von drei Uhr morgens weg bis circa ein Uhr nachmittags der DOTA Stream lief und dann ein Wechsel auf die Counter Strike oder League of Legends Matches erfolgte, die wiederum bis fast drei Uhr früh ausgetragen wurden.

Counter Strike Brillanz in Polen

Shooter Fans konnten ein weiteres Mal das außergewöhnliche Talent von olofmeister, Fallen, Zeus und Co. bestaunen. Schon im Halbfinale trafen die erbitterten Rivalen Natus Vincere und Luminosity Gaming aufeinander. Die Analysten sollten Recht behalten. Die Games waren sehr knapp und erst in Overtime kam es zu einer Entscheidung. Der Kampf war hart, voller Twists, aber am Ende siegten die Jungs aus Brasilien – Luminosity.

Im zweiten Halbfinale, zu sehr später Stunde, kämpfte das oft unschlagbar scheinende Team von Fnatic gegen Astralis um einen Platz im Finale. Auch dieser Kampf wurde mit aller Härte, bis in die Morgenstunden geführt. Schließlich stand nach diesem Match nur mehr ein Gegner zwischen dem siegenden Team und dem IEM Weltmeistertitel. Zunächst wirkte es als ob die Auseinandersetzung eine sehr eindeutige Sache zu sein und nichts schien Fnatic aufhalten zu können. Doch im zweiten Spiel schaffte Astralis ein unmöglich erscheinendes Comeback und glich damit den Punktestand aus. Würden die Favoriten im Halbfinale untergehen? Die Antwort lautete dann aber sehr klar „Nein“. Das schwedische Team legte nochmal eine höhere Gangart ein und sicherte sich damit den erwarteten Platz im Finale am Sonntag.

Am „Championship Sunday“ von CS:GO stand die Mehrheit der Fans auf der Seite der Underdogs, nämlich Luminosity Gaming. Beinahe jedes Play wurde von tosender Begeisterung begleitet, wenn Fnatic-Spieler dabei die Opfer waren. Doch all diese Unterstützung half nichts gegen den einmaligen olofmeister und JWonderchild, die einmal mehr ihre herausragende Brillanz bewiesen und selbst Games, welche schon verloren schienen, noch einmal umzudrehen wussten. Teilweise schien es fast so, als ob Verluste im eigenen Team Fnatic in einen Berserker-Modus versetzen würden. Eine Bestie gegen die Luminosity am Ende nicht bestehen konnte. Damit strich Fnatic einen weiteren Titel und ein Preisgeld von 104.000 US-Dollar ein.

League of Legends: Ein weiterer Kampf zwischen Giganten

Ähnlich wie beim DOTA 2 Major in Shanghai, ruhten die größten Erwartungen auf drei Teams. TSM aus Amerika, Fnatic aus Europa und SK Telecom T1 aus Südkorea stellten unbestreitbar die größten Favoriten für diesen IEM Weltmeisterschaftstitel dar. Sowohl Team SoloMid als auch SKT bewiesen dies in der Gruppenphase eindeutig. Nur Fnatic hatte etwas mit QG zu kämpfen, aber konnte sich am Ende im Rematch durchsetzen.

Am Sonntag sahen die LoL Fans dann ein Finale, welches sich schon viele für Worlds im Oktober 2015 gewünscht hätten. Nach einem Sieg von SKT über TSM und von Fnatic über Royal Never Give Up trafen das Team, welches den Summer Split 2015 in Europa ohne Niederlage beendet hatte, und die amtierenden Weltmeister im Finale aufeinander. Wem würden die LoL Götter wohl gesonnen sein?

Die Lebensanzeigen schauten zwar nach jedem Kampf gefährlich leer aus, aber Fnatic schaffte es einfach nicht, die letzten Schläge und Skills anzubringen. Die koreanische Dominanz scheint weiterhin, ähnlich wie im Starcraft II Turnier in Katowice, ungebrochen. Am Ende war es ein glattes 3 zu 0 für SK Telecom T1. Jetzt halten die Rift Virtuosen sogar zwei Weltmeisterschaftstitel gleichzeitig. Dabei nahm der Coach kkOma obendrein einen neuen Spieler, Duke, nach Europa mit, um ihm ein wenig Spielerfahrung zu gewähren. Das ist eine wahre Ansage von Dominanz!

Am Ende dieser herausragenden Tage voller Emotionen und eSports-Action bleiben nicht nur die hart kämpfenden Teams glücklich und erschöpft zurück, sondern auch die Fans. Wir bedanken uns zudem für den riesigen Andrang an unserem paysafecard Stand und freuen uns noch viele geniale Events in der Zukunft mit dieser Community erleben zu dürfen.