Schwerelose Action in LawBreakers

drei blaue Sterne auf blauem Hintergrund
Games 08.08.2017

In einer Zeit mit Unmengen an erfolgreichen Multiplayer-Spielen, sei es Rocket League oder Overwatch, wirft ein weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring. LawBreakers möchte sich als das ultimative Spielerlebnis festlegen. Entwickler Cliff Bleszinskis versucht mit dem Leitspruch „Gravity – Defying – Combat“ ein Shooter zu etablieren, bei dem man von keiner Seite sicher ist. Ab dem 8. August werden PlayStation 4 und PC-Spieler die Kontrolle von farbenfrohen Charakteren übernehmen, die mithilfe von Schwerelosigkeit um den Sieg kämpfen.

Hektische Schießerei?

Auf den ersten Blick macht das Spiel nicht viel anders als seine Konkurrenz. Man hat verschiedene Charaktere zur Verfügung, die alle eine eigene Spielweise mit sich bringen. Jeder davon hat seine eigenen Sonderfähigkeiten, sei es einen Schild zu platzieren, oder die bereitgestellten Drohnen ausnutzen. Mit starkem Fokus auf schneller Action und flexiblen Kämpfen können sich die Charaktere in verschiedenen Weisen über die Maps bewegen. Eine Figur Typ kann mit ihrem Jetpack ganz leicht einen Boost erhalten, während ein anderer sich mit der Peitsche von einer Plattform zur nächsten schwingt. Manche Sektoren haben auch Low Gravity, wodurch man sich lange Zeit bewegen kann, ohne den Boden zu berühren. Diese Spielmechanik benötigt auch eine dementsprechend gute Steuerung. Man gelangt ganz leicht von A nach B, sei es mit dem Keyboard oder Controller. Unerfahrene Spieler werden erst etwas Einspielzeit benötigen, um sich in den hektischen Matches orientieren zu können. Wer schon einmal Overwatch oder Quake gespielt hat, wird sich jedoch schnell einfinden. Wenn man den Dreh raus hat, ist die wahre Herausforderung, eine Runde zu spielen, wo man kaum mehr auf den Boden ist und aus der Luft seine Feinde ausschaltet.

Etwas andere Helden

Wie bereits erwähnt, bietet LawBreaker verschiedene Figuren mit ihren eigenen Fähigkeiten. Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen neun Klassen mit je zwei Charakteren, die entweder Teil der Valkyries- oder Shura-Fraktion sind. Die Klassen legen auch fest, wie sich die Charaktere fortbewegen. Der Battle Medic etwa gleitet mit seinem Hoverpack und steuert Drohnen, um seine Teammitglieder zu heilen. Die Support-Funktion unterstützt seine eher angriffslustigen Kollegen, wie zum Beispiel Gunslinger, der mit „Alpha“, einer Waffe, die ihre Munition selbst druckt und somit nie leer geht, ausgerüstet ist. Anstatt einfach zu schweben, kann Gunslinger mithilfe eines Teleporters schnell von einem Ort zum nächsten springen.

Abwechselnde Spielemodi

LawBreakers versucht genauso wie Overwatch, brandneue Spielmodi zu entwickeln, um Gamern auch etwas Neues abseits des klassischen Capture the Flag oder Deathmatches zu bieten. Der Entwickler ging hier sogar einen Schritt weiter, und bietet ganze vier brandneue Spielmodi an. Uplink zum Beispiel ist eine Erweiterung von Capture the Flag, denn anstatt einfach das Objekt, welches in diesem Modi ein Uplink ist, zur Basis zurückzubringen, muss auch genug Zeit zur Verfügung stehen, um die Daten des Links herunterzuladen. Wird er gestohlen, muss man wieder von vorne anfangen. Blitzball zwingt Spieler, einen Ball einzusammeln und ins Tor der Feinde zu bringen. Hierbei ist Teamarbeit von großer Bedeutung, da man sonst ziemlich schnell hinter den feindlichen Linien überrumpelt wird.

Der Domination-Modus kehrt auch in einer neuen Form zurück, wobei man in Turf War drei Zonen besetzen muss, um Punkte zu sammeln. Jedoch kann man diese nicht einfach jederzeit stehlen, um Punkte zu bekommen – man hat nur eine Runde die Chance, alle drei zu fangen. Sind diese schon besetzt, kommt es zu einer kurzen Pause, bevor sie wieder freigeschaltet werden. Der letzte Spielmodus Overcharge ist Uplink sehr ähnlich, nur dass man statt eines Uplinks eine Batterie einsammelt. Diese lädt sich in beiden Stationen und behält die Energie – wodurch man aufpassen muss, dass der Feind nicht nur darauf wartet, sie einem wegzuschnappen, nachdem sie 100% erreicht hat.

7 Maps und weitere in Planung

Gameplay und Charaktere sind nur zwei Komponenten des Spiels, denn ohne interessante Maps wird man sich nicht motivieren können, eine weitere Runde zu spielen. Insgesamt werden sieben Karten mit Launch angeboten, in naher Zukunft werden weitere herauskommen. Darunter fällt die zerfallende Karte, Trench, was schon seit langer Zeit zurückgelassen wurde. Ein schwebender Teil eines Canyons, bekannt als der Grandview, ist einst eine beliebte Stelle für Experimente gewesen, wodurch man auch mit interessanten unterirdischen Gängen rechnen muss. Jede der Maps ist so konzipiert, dass man ganz schnell herumspringen kann, und auch bei den Teilen, bei denen die Schwerelosigkeit unkontrollierbar ist, ganz leicht von einer Seite zu einer anderen kommt. Bewegungsfreiheit schien ein wichtiges Element bei der Erstellung zu sein – und es hat sich ausgezahlt.

Gute Alternative zu Overwatch

Wer schon eine Pause von Overwatch braucht, wird sich freuen, denn LawBreakers ist die perfekte Alternative. Grundsätzlich kombiniert es die besten Elemente anderer Spiele – zum Beispiel von Quake und Call of Duty – wie etwa verschiedenen Klassen von Charakteren und große Maps, auf denen man sich frei bewegen kann. Die verschiedenen Spielmodi werden einem auf den ersten Blick bekannt vorkommen, bieten aber auch viel Neues - man wird seine bisherigen Spielweisen überdenken müssen. Wer eine gute Alternative zu bestehenden Mutliplayer-Shootern sucht und auch auf schnelle Action steht, wird mit LawBreakers genau seine Freude haben.