Star Wars: Battlefront II – im Auftrag des Imperiums

Star Wars: Battlefront II – im Auftrag des Imperiums
Games 15.11.2017

Unsere kleine Truppe Soldaten steht auf dem Planeten Endor, blickt zum Himmel und beobachtet, wie der zweite Todesstern zum Flammenball wird. Was uns normalerweise Jubelschreie entlocken würde, ist in Star Wars: Battlefront 2 kein Anlass zur Freude: Denn wir stehen auf der Seite des Imperiums. Eine interessante Wendung des Blickwinkels, welcher die Einzelspielerkampagne definitiv zu einem Hingucker macht. Auch deshalb, weil Battlefront 2 grafisch absolut überzeugen kann: Die Frostbite-Engine sorgt für viel Freude. Doch sieht der neueste Ausflug ins Star Wars-Universum nur gut aus oder beschert er uns auch viele Stunden Spielspaß?

Endlich Story: Mit Iden Versio das Imperium retten

Stars Wars: Battlefront konnte in vielen Bereichen überzeugen – jedoch nicht unbedingt mit der Handlung. Die fehlende Singleplayer-Kampagne wurde zurecht bemängelt und hat nun im Nachfolger einen angemessenen Platz erhalten. Zugegeben, rund sechs Stunden sind zwar nicht wirklich lang, aber es kommt schließlich auf die Qualität an. Und die ist vor allem dank der cleveren Idee, einfach mal die Perspektive zu wechseln, überzeugend gelungen. Denn wir beginnen die Kampagne mit der Elitesoldatin Iden Versio, die sich trotz ihrer Loyalität zum Imperium perfekt in die Reihe bereits bekannter starker Frauencharaktere in Games einfügt. Die Soldatin möchte dem galaktischen Imperium wieder zur alten Macht verhelfen, wurde allerdings von den Rebellen gefangen genommen.

Versio ist zu einem äußerst ungünstigen Moment in Gefangenschaft geraten: Nämlich während der Schlacht auf Endor. Kenner wissen, was nun kommt: Sie muss die Zerstörung des zweiten Todessterns hilflos mit ansehen. Die Wut auf die Republik ist folglich natürlich groß und wir sind gespannt, wohin sie ihr Weg führt, bei dem Versuch, das Imperium doch noch zum Sieg zu führen.

Weltraumschlachten vom Feinsten

Über die qualitativ hochwertige Kampagne freuen wir uns sehr – aber genauso auf die unzähligen Gefechte im Multiplayer-Modus. Denn auch dieser macht in Star Wars: Battlefront II einen vielversprechenden Eindruck. Mit altbekannten Freunden kämpfen wir epische Schlachten. Seien es Rey, Han Solo, Yoda oder Boba Fett, die auf Naboo, Kamino und weiteren bekannten Schauplätzen um den Sieg kämpfen. Und neben den beliebten Helden können wir auch unsere liebsten Fahrzeuge steuern: Vom AT-AT über den Kampfläufer bis zum Millennium Falken ist fast alles mit dabei.

Die vier Klassen

  • Der Offizier: Ohne ihn wird es das Team schwer haben. Denn der Offizier bufft seine Verbündeten, beschleunigt ihre Regeneration und ermöglicht ihnen, schneller besondere Fähigkeiten einzusetzen.
  • Der Assault-Truppler: Wer sich mitten im Kugelhagel am wohlsten fühlt, wählt den Assault-Truppler. Er stürmt an die Front und fügt dem Gegner auf kurzen und mittleren Distanzen mit seinen Blaster-Gewehren größten Schaden zu.
  • Der schwere Truppler: Mit seinem starken Körperschild können ihm feindliche Angriffe so schnell nichts anhaben. Der robuste Truppler ist damit sowohl in der Defensive als auch in der Offensive gut platziert. Verbunden mit seiner Feuerkraft macht er ordentlich Bumms und ist ein ernstzunehmender Gegner.
  • Der Spezialist: Der Spezialist ist ein Multitalent: Leises Anschleichen und heimliches Fallen legen gehören genauso zu seinem Repertoire wie gezielte Kopfschüsse aus der Ferne.

Die Spielmodi

Der Multiplayer-Modus von Battlefront II bietet alles, was das MMO-Herz begehrt. Gefechte mit Vierer- oder Achterteams, ein Arcade-Modus zum Skillen, intensive Gefechte Mann gegen Mann sowie ausgewachsene Weltraumschlachten, in denen wir uns in Höchstgeschwindigkeit zwischen Asteroidenschwärmen hindurchschlängeln: Nichts wurde ausgelassen.

Ob Lichtschwert oder Blaster: Battlefront II macht Laune

Star Wars: Battlefront II hat definitiv mehr zu bieten als bloß ein schönes Äußeres. Sowohl die Einzelspieler-Kampagne als auch der Multiplayer überzeugen auf ganzer Linie. Die Kritik und die Wünsche der Spieler wurden erhört; EA hat den zweiten Teil an den richtigen Stellen verbessert. Die Kampagne macht die Soldaten auf Seiten des Imperiums lebendiger und verleiht ihnen mehr Facetten. Endlich ist Star Wars nicht mehr nur Schwarz und Weiß. Schon allein wegen der Kampagne und dieser interessanten Sichtweise auf die altbekannte Geschichte lohnt sich Battlefront II. Doch auch die Fans von bombastischen Weltraumschlachten und Gefechten in großen Teams kommen voll auf ihre Kosten. Wir sind sicher, dass wir viele spaßige Stunden mit einem unserer liebsten Franchises verbringen werden.