Unreal Engine 4 - Der Motor vieler Games

Unreal Engine 4 - Der Motor vieler Games
Games 06.06.2018

Der Motor unter der Haube

Games ja werden nicht aus dem Hut gezaubert - sie müssen erst entwickelt werden. Computerspiele sind komplizierte Programme, die mit Gameplay, Grafiken, Video und Sound Spaß machen wollen. Am Wichtigsten hierfür sind natürlich die Entwickler, talentierte Männer und Frauen, die ihre Kreativität und ihren Fleiß in ein hoffentlich gutes Game stecken. Der technische Unterbau ist genauso wichtig. Viele Programme werden für die Entwicklung eines Games verwendet. Das wichtigste Programm unter ihnen ist aber sicherlich die Engine.

Von abstrakt zu konkret

Was genau macht eine Engine? Vieles: Grafik, Sound, Physik. Ganz grundlegend zeigt sie den Ablauf eines Games. Wenn also der Hauptcharakter eines Shooters einen Gegner trifft, zeigt die Engine, wie sich der getroffene Gegner zu verhalten hat. Sie ist quasi der "Plan" eines Games, der mit immer mehr Elementen gefüttert auch stetig umfangreicher wird. Das kann natürlich sehr schnell sehr kompliziert werden, wie etwa bei einem Open World Game. Bei solchen muss die Engine festlegen, wo welches Objekt sich zu welchem Zeitpunkt wie zu verhalten hat. Oder: wie welches Objekt zu verschiedenen Spielstellen auszusehen hat. Immerhin erwarten wir uns, dass die die Sonne abhängig von der ingame-Uhrzeit unterscheidliche Schatten wirft. Auch der Ton soll zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschieden klingen. Puuuh! - Hat aber auch niemand behauptet, dass die Entwicklung von Games einfach wäre.

Bühne auf für "Unreal"

Die Unreal Engine ist eine der bekanntesten und meistgenutzten Engines unter den Entwicklern von Games. Sie stammt von Epic Games, die selbst Games wie Fortnite, Unreal Tournament und Gears of War entwickelt haben. Schon 1998 erschien das erste Game, dass die erste Unreal Engine nutzte. Mit den Jahren erschienen neuere Versionen der Engine. Wer in den letzten 20 Jahren ein populäres Game gespielt hat, hat 100% auch ein Game mit Unreal Engine gespielt. BioSHock, Harry Potter und der Gefangene von Askaban, Splinter Cell, Rainbow Six und viele mehr nutzten die Unreal Engine 2. Batman: Arkham Asylum, Borderlands, Chivalry, DmC: Devil May Cry, Gears of War, Goat Simulator, Injustice, Killing Floor 2, Life is Strange, Mass Effect, XCOM: Enemy Unknown und viele mehr nutzen die Unreal Engine 3. Falls mal ein ähnlicher Look bei vielen dieser Spiele auffallen sollte, die Unreal Engine 3 könnte einer der Gründe hierfür sein.

Unreal Engine 4 - beliebt in Ost und West

Am 19. März 2014 erschien die erste Version der Unreal Engine 4. Seit dem sind schon viele Games erschienen, die sie nutzen: Ark: Survival Evolved, Conan Exiles, Daylight, Fortnite und Fortnite: Battle Royale, Gears of War 4, Hellblade: Senua’s Sacrifice, Hello Neighbor, Injustice 2, PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG), Sea of Thieves und vielen mehr. Was besonders bei der vierten Ausgabe der Unreal Engine auffällt, ist, dass auch gerade japanische Entwickler die Engine für ihre Games verwenden. Früher haben japanische Entwickler eher eine eigene Engine verwendet, nun scheint es einen Trend hin zur Unreal Engine 4 zu geben. Beispiele wären unter anderem Dragon Ball FighterZ, Dragon Quest XI, das Final Fantasy VII-Remake, Octopath Traveller, Shenmue III und mehr. Damit beweist die Unreal Engine 4 ihre Vielseitigkeit. Während es bei westlichen Games ja häufig um schnelle Action und Ego-Perspektive geht, sind japanische Entwickler eher für ruhigere Rollenspiele bekannt. All das lässt sich mit der Unreal Engine 4 entwickeln.

Nutzung kostenlos

Die Unreal Engine 4 gibt es mittlerweile für viele Plattformen: PS4, Xbox One, Nintendo Switch, Windows, Linux, iOS, Android, Web, PlayStation VR, Samsung Gear VR und viele mehr. Und das Beste: Die Engine ist kostenlos. Lust zu sehen, wie so eine Engine eigentlich genau aussieht? Lust, ein eigenes Game zu entwickeln? Die Unreal Engine steht kostenlos zur Verfügung - bezahlt werden muss erst, wenn das Game auch auf den Markt kommt..