21.04.2016

#Bar: Die liebste Bezahlform ist Bargeld – auch im Internet

Die Diskussion der letzten Monate zeigt: Die Menschen rund um den Globus wollen auf Bargeldzahlungen nicht verzichten. So gut die Argumente dagegen auch sind – jene, die für Bargeld sprechen, sind einfach stichhaltiger.
So erklärte jüngst Kurt Pribil von der Österreichischen Nationalbank im Branchenmagazin Report plus: „Rund drei Viertel aller Transaktionen im Handel werden bar bezahlt. (…) Es zeigt sich halt, dass die Österreicherinnen und Österreicher das Bargeld lieben. Sie bezahlen vor allem kleinere Beträge gerne bar. Bargeld hat viele Vorteile. Bei kleineren Beträgen ist es nach wie vor kostengünstig und man kann immer die Übersicht über seine Ausgaben bewahren.“

Ewald Just, Honorarprofessor am Department Marketing der Wirtschaftsuniversität Wien, schränkt dabei ein: „Tatsächlich sind (…) drei Viertel der Transaktionen, die am Point of Sale (POS) eines Handels- oder Dienstleistungsunternehmen, gemacht werden, Bartransaktionen. Alle anderen Transaktionen sind bereits jetzt bargeldlos: Löhne und Gehälter, die früher bar ausbezahlt wurden, werden seit längerem bargeldlos bezahlt. Gleiches gilt für die Zahlung von Mieten, von Strom, Gas und Wasser sowie alle Zahlungen von Firmen und alle Zahlungen der öffentlichen Hand.“

Doch bei täglichen Einkaufen geht er um Bequemlichkeit, es geht aber auch um Sicherheit und Freiheit. So ist und bleibt Cash der zentrale Faktor beim Bezahlen, wie auch die folgende Grafik zeigt. Sie vergleicht für 2015 den Anteil von Bargeld an der Zahl der Transaktionen mit dem Anteil an den bewegten Summen. Im allen Ländern zeigt sich, dass der erste Wert höher liegt als der zweite – es sind also vor allem kleinere Transaktionen, die mit Bargeld erfolgen.

Tatsächlich ergab eine Untersuchung der deutschen Bundesbank, dass 96% aller Transaktionen unter 5 Euro bar bezahlt werden. Mit steigendem Wert sinkt der Anteil von Bargeld-Transaktionen bis auf 24% für Geschäfte ab 500 Euro. paysafecard als „Cash fürs Internet“ passt mit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von rund 24 Euro genau in dieses Bild.

Da heute immer mehr Geld im Internet bewegt wird, ist die Frage nach Barzahlungen beim Online-Shopping ebenso virulent wie im stationären Handel. Und auch dafür gibt es Lösungen, die bargeldbasiert sind, auch wenn der letzte Schritt der Zahlung digitalisiert erfolgt. Doch es geht auch hier um die Vorteile von Cash: Bequemlichkeit, Sicherheit, Freiheit.

Die sichersten Daten sind jene, die man nicht weitergibt, und daher sind gerade im Internet immer mehr Menschen skeptisch, ihre Kreditkartennummer oder ihren IBAN bedenkenlos preiszugeben. Lösungen, die daher ohne solche Daten auskommen, kommen bei den Konsumenten am besten an.

Übrigens: Bargeld ist auch mit Abstand das beliebteste Weihnachtsgeschenk – so ermittelte GfK allein in Deutschland für Weihnachten 2015 ein Volumen von 3,5 Mrd. Euro an baren Geldgeschenken. Zweitstärkste Warengruppe waren Bekleidung und Accessoires mit 1,8 Mrd. Euro, die somit nur mehr auf das halbe Volumen von Bargeldgeschenken kamen.

Eine Untersuchung der deutschen Bundesbank ergab weitere überraschende Fakten: So hat jeder Deutsche 103 Euro Bargeld im Portemonnaie, davon jedoch nur 5,73 Euro in Münzen. Und der Anteil von Barzahlungen an der Gesamtzahl der Transaktionen blieb von 83% in 2008 auf 79% in 2014 unerwartet konstant. Ein „Ende des Bargeldes“ ist also keinesfalls absehbar.

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