29.09.2011

gamescom congress 2011

Der diesjährige gamescom congress im Rahmen der gamescom fand am 18. August statt. Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Item Selling und Onlinebezahlsysteme in der Praxis – Verbraucherschutz und Jugendschutz, Bezahloptionen und der Umgang mit Altersverifikation“ diskutierten, unter der Moderation von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Karin Thomas-Martin (Verbraucherschutzzentrale NRW), Claas Oehler (G.A.M.E), Thomas Zeitner (Digital River) und auch Michael Müller, CEO der paysafecard.com Wertkarten AG.

Dass in deutschen Haushalten gespielt wird, ist unumstritten. Laut dem Bundesverband interaktiver Unterhaltungsindustrie (BIU) spielen 45 Prozent der Haushalte mit Kindern in einem Alter bis neun Jahre sowie der Haushalte mit Kindern und Jugendlichen von zehn bis 19 Jahren. Doch wie kann man zuverlässigen Jugend- und Datenschutz sicherstellen und die Nutzer vor Kostenfallen schützen – gerade vor dem Hintergrund, dass vor allem der Kauf virtueller Güter einen wahren Boom verzeichnet?

Die gängigen Bezahlmethoden waren ein wichtiger Diskussionspunkt, denn Kinder und Jugendliche sind sich – wie die Praxis zeigt – nicht immer darüber im Klaren, dass z.B. beim Bezahlen über das Telefon am Monatsende eine saftige Rechnung auf die Eltern zukommt. Beispiele aus der Praxis gab es dazu von Verbraucherschützerin Karin Thomas-Martin.

Von ihr angeregt wurde unter anderem ein Code of Conduct der Games-Publisher, um so vor allem bei der Bezahlung sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr in Kostenfallen tappen können – wie dieser aussehen kann, bleibt zu erwarten. Einen wichtigen Beitrag zur Kostenkontrolle leisten auf jeden Fall heute schon Prepaid-Zahlungsmittel – denn sie erlauben Eltern bereits vorab, Kindern und Jugendlichen ein Ausgabenlimit zu setzen.

 

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