Games 16.01.2017

Nach den besten Singleplayer-Spielen widmen wir uns im zweiten Teil unseres Jahresrückblicks für Gamer den Spielen mit Fokus auf Mehrspieler-Partien und küren die für uns besten Multiplayer-Games 2016. Vorweg sei gesagt, dass wir uns für unsere Auswahl ausschließlich auf Spiele konzentrieren, die 2016 veröffentlicht wurden. Denn viele der Top-Multiplayer-Games 2016 sind bereits seit Jahren ganz oben dabei, etwa League of Legends, DOTA 2, Hearthstone, Counterstrike: GO – sie haben sich dauerhaft als Top-Games im Bereich Multiplayer und E-Sport etabliert. Dadurch fällt die Liste letztendlich auch etwas kürzer aus, wir haben uns auf die besten fünf Titel beschränkt – Titel, die durch innovative Features und ihr Gameplay in besonderem Maße aufgefallen sind und uns besonders gut gefallen haben.

Battlefield 1

Wenn irgendein klassischer Ego-Shooter des vergangenen Jahres seinen Platz in dieser Liste verdient hat, dann definitiv Battlefield 1. Mit dem neuesten Teil der Serie hat Dice wieder einmal ein Meisterwerk abgeliefert, das an die glorreichsten Battlefield-Titel anknüpfen kann. Das Setting des Ersten Weltkriegs ist spannend und sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Der Wechsel von mit Gräben übersäten, schlammigen Schlachtfeldern zu Dörfern, Städten oder Burg- und Schlossanlagen fasziniert ebenso wie das epochengetreue Design von Soldaten, Waffen und Fahrzeugen. Trotz des Retrocharmes verzichtet Battlefield 1 dabei nicht auf Features und Standards, die Multiplayer-Spiele 2016 aufweisen sollten und in denen sie brillieren müssen: Die unterschiedlichen Spielmodi sind motivierend, vor allem durch den Fokus darauf, als Team zu spielen. In Battlefield 1 wird eine Gruppe aus Einzelgängern scheitern, denn Teamplay und möglichst koordinierte Vorstöße sind entscheidend. Battlefield 1 ist ein astreines Shooter-Erlebnis mit absolut zeitgemäßem technischen Gerüst und vielen Gameplay-Kniffen, die perfekt sitzen. Daher gehört es für uns ganz eindeutig zu den Top-Multiplayer-Games 2016.

Overcooked

Vom Schlachtfeld in die Küche, genauer gesagt: die kooperative Küche. Der Indie-Titel Overcooked ist so etwas wie der Geheimtipp des vergangenen Jahres. Besonders wenn man auf der Suche nach guten Koop-Spielen ist, führt kein Weg an Overcooked vorbei. Mit bis zu vier Spielern gilt es, in einer Küche möglichst schnell Gerichte zuzubereiten, was nur mit Koordination und Kommunikation gelingt. Zutaten müssen zugereicht, geschnitten, zubereitet und serviert werden. Was simpel klingt, wird im Spielverlauf immer schwieriger, sodass der Stressfaktor ganz schön steigt. Besonders gemeinsam auf der Couch macht Overcooked enorm viel Spaß und ist trotz des einfachen Spielprinzips einer der innovativsten Koop-Titel der letzten Jahre. Im Gegensatz zu anderen Spielen, bei denen ein kooperativer Modus nur Zugabe ist und an den Kernmechaniken selbst nicht viel verändert, steht bei Overcooked Kooperation im Mittelpunkt. Overcooked hat sich seinen Platz unter unseren liebsten Multiplayer-Spielen 2016 mehr als verdient – selten hatten wir so viel Spaß bei Spieleabenden vor dem Bildschirm.

Tom Clancy's The Division

Ebenfalls in unsere Liste der besten Multiplayer-Games 2016 schafft es Tom Clancy's The Division von Ubisoft. Der im März erschienene Mischling aus Third-Person-Shooter und Rollenspiel, der ganz auf Koop- und Spieler-gegen-Spieler-Situationen setzt, ist schon in der Basisversion ein toller Multiplayer-Titel. Freunde des Genres können Hunderte Stunden damit verbringen, ihre Charaktere aufzuleveln und immer besserer Ausrüstung sowie Waffen hinterherzujagen, ob in kooperativen Missionen gegen KI-Gegner oder in den sogenannten Dark Zones, wo es gegen andere Spieler ins Gefecht geht. Was The Division im Bereich Multiplayer 2016 aber besonders erstrahlen lässt, ist das Add-On „Survival“. In dem vom Hauptspiel völlig losgelösten Spielmodus geht es einzig ums Überleben. Nur mit einer Pistole bewaffnet, wird man in die Spielwelt von The Division geworfen, die zu allem Überfluss auch noch von einem Schneesturm heimgesucht wird. Schnell muss man versuchen, Nahrung, Medikamente, Kleidung und bessere Waffen sowie Munition anzuhäufen, um das eigene Überleben zu sichern. Neben der Umwelt trachten einem dabei auch andere Spieler nach dem virtuellen Leben, die die mühsam gesammelten Gegenstände nur zu gern plündern wollen. Was in anderen Survival-Spielen nur bedingt funktioniert, da diese sich meistens im Status von Early-Access-Betaversionen befinden, funktioniert auf Basis von The Division hervorragend. Fans von Survival-Multiplayer-Action können sich das Spiel allein wegen des Add-Ons beruhigt zulegen.

Fifa 17

König Fußball regiert die Welt – und die heimischen Konsolen. Vermutlich gibt es kein Spiel, das so oft in erbitterten Couch-Derbys mündet wie eines aus der Fifa-Reihe. Fifa 17 ist da keine Ausnahme, sondern eine großartige Weiterentwicklung der Fußballsimulation. Verbessert wurden vor allem die KI der Mitspieler, die Ballphysik bei der Ballführung sowie die Physik in Zweikämpfen und Standardsituationen. An den Multiplayer-Modi hat sich wenig geändert, was vor allem Fans des Ultimate Team Modus freuen wird, dem mit Abstand beliebtesten Modus von Fifa, der das Fußballspiel mit Elementen eines digitalen Sammelkartenspiels und Fußballmanagers verbindet. Am meisten brilliert das aktuelle Fifa aber erneut mit Freunden auf der Couch. Egal ob zu zweit bei ein paar Freundschaftsspielen oder bei einem kleinen Turnier mit einer ganzen Gruppe von Leuten.

Overwatch

Dass dieses Phänomen auch in unserer Liste seinen Platz unter den besten Multiplayer-Games 2016 findet, dürfte eigentlich niemanden überraschen. Overwatch ist eine wahre Sensation. Der flotte und spaßige Hero-Shooter ist im Mai eingeschlagen wie eine Bombe und schwimmt seitdem auf der Erfolgswelle. Das liegt zum einen am ungewöhnlichen Gameplay, zum anderen am tollen Charakter- und Level-Design sowie der begeisterten und aktiven Spieler-Community. Im Gegensatz zu anderen Ego-Shootern wählt man in Overwatch einen von vielen Helden, die alle über unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten verfügen, und versucht, mit seinem Team Missionsziele zu erfüllen. In Form der Fähigkeiten und Heldenklassen macht Overwatch Anleihen beim MOBA-Genre (Multiplayer Online Battle Arena), bleibt aber im Kern ein Ego-Shooter. Neben dem herausragenden und rasanten Gameplay sowie kurzen Matches überzeugt vor allem das tolle Design des neuen Blizzard-Titels. Die vielen Helden sind so unterschiedlich und bunt, dass Overwatch eine tolle Message transportiert: Egal wie man aussieht oder woher man kommt, jeder kann ein Held sein. Alles in allem definitiv eines der besten Multiplayer-Spiele 2016, wenn nicht sogar das Beste.