Ein paar Gamer-Archetypen heute

Games 30.06.2015

Gamer lassen sich nicht gerne in Schubladen stecken. Vor allem wenn die Beschriftungen dieser Laden „Geek“ oder „Stubenhocker“ lauten. Diese Klischees stimmen auch wirklich nicht. Aber das bedeutet keinesfalls, dass es nicht ein paar sehr passende Klischees und Schubladen gibt. Wir wollen euch ein paar dieser Archetypen vorstellen und schämt euch nicht die Zugehörigkeit laut hinaus zu tippen.

Der Gaming-Snob

„Ich bin zwar hinter dir im Ranking, aber ich bin eigentlich besser als du!“

„Mit so viel Pech kann niemand gewinnen!“

„Ich hab nur mal eine Strategie ausprobiert, wenn ich richtig spiele, gewinne ich!“

Diese und ähnliche Aussprüche hören wir immer wieder von den Gaming Snobs. Jeder Gamer hat diese Sprüche bestimmt schon von dem einen oder anderen gehört. Der Grundton der Aussagen unterstreicht immer, dass jeder Verlust fast nur durch „göttliche Intervention“ möglich ist. Jeder Sieg wiederum hat natürlich nur mit den eigenen, hervorragenden Talenten zu tun. In diversen Rankings sind die Snobs nur weiter hinten, da sie nicht so viel Zeit in das verbessern des Rankings stecken können, aber jeder muss froh sein von ihnen lernen zu können. Kennt ihr einen Gaming-Snob?

Der Gaming-Kiebitz

„Warum hast du das so gemacht?“

„Wäre da nicht die Standard-Vorgehensweise besser gewesen?“

„Das war wirklich erstklassig gespielt!“

Die Bezeichnung Kiebitz kommt eigentlich von den Zusehern im Schach. Aber das Phänomen hat sich auch in den Gaming-Bereich eingeschlichen. Ein paar Gamer schauen lieber nur ihren Freunden zu und geben dafür manchmal gute und manchmal einfach nur nervige Ratschläge. Für den Gaming-Kiebitz ist es ein eigenes Spiel das Geschehen nur zu kommentieren und zu analysieren. #REHASH

Der Gaming-Diogenes

„Ich habe es so gemacht, aber ich weiß nicht ob es für dich funktioniert!“

„Ich weiß nicht ob ich überhaupt Turniere spielen will!“

„Die aktuelle Meta hat es mir leicht gemacht!“

Dieser Archetyp befindet sich meist in den höheren Positionen der Rankings, aber sieht diese Leistung fast als selbstverständlich. Das gute Ranking kommt nur von seiner Liebe zum Spiel. Deshalb steht es für diese Art von Gamern absolut außer Frage mit ihren Leistungen anzugeben. Oft lehnen sie auch eine E-Sport Karriere rigoros ab. Es ist aber immer nützlich solch einen Spieler in der Friendslist zu haben, denn es ist sehr angenehm mit ihnen zu zocken und sie geben gute Tipps.

Der Dauer-Gamer

„Du gehst jetzt schon ins Bett?“

„Was soll ich sonst machen?“

„Gold!? - Davon hab ich bei weitem genug!“

Er ist immer online. Gehört deshalb zwar meist zu den besten Spielern unter seinen Kollegen, aber als wirklich effektiv können seine Anstrengungen ebenso nicht bezeichnet werden. Zumindest ist klar, dass er immer gerne über „sein“ Spiel redet. An sonstigen Interessen fehlt es aber leider oft und so können eher allgemeine Gespräche schnell langweilig werden. Dafür hilft er im Game immer sehr gerne und keine Bitte eines Neulings bleibt unbeantwortet.

Der Pro-Gamer

Obwohl hier keine Zitate wirklich typisch sind, darf dieser Archetyp nicht unerwähnt bleiben. Schließlich verdienen mittlerweile schon viele Gamer ihren Lebensunterhalt mit dem Drücken von Tasten. Dazu müssen aber nicht zwangsläufig Turniere gewonnen werden. Schon eine treue Gefolgschaft auf twitch.tv kann für einigen finanziellen Erfolg sorgen. Doch wenn man sich auf dieser Streaming-Plattform umsieht, wird schnell klar, dass jeder populäre Streamer durch seine ganz eigene Persönlichkeit überzeugt. Dieser fünfte Archetype definiert sich also dadurch ganz untypisch zu sein.