League of Legends Spring Playoff Finals EU & NA

eSports 19.04.2016

Die letzten Wochenenden bahnten den Weg hin zum 17. April 2016. In Europa und in Amerika kämpften die besten LoL-Teams um die Chance einen der ersten großen Titel des Jahres zu ergattern. Die erste wirklich epische Schlacht des neuen LoL-Jahres fand zwar schon in Polen auf der IEM Katowice statt, aber der Kampf um die LCS Frühlingskrone sollte nicht weniger erbittert geführt werden. Doch schon vor dem Finale schieden einige Fan Favoriten aus dem Rennen aus.

Die 2016 LCS Spring Playoffs in Europa

Ursprünglich hatten alle Kenner der Szene die üblichen Verdächtigen auf dem Schirm. Fnatic, Origen und vielleicht noch H2k-Gaming besaßen große Chancen auf einen weiteren Titel bzw. einen tiefen Run. Doch spätestens im Halbfinale fiel ein ganz neues Team auf. G2 Esports stellte sich schnell als potentieller Royal Roader heraus. Das erste Mal für die Playoffs qualifiziert und das Team trat sofort mit sehr lauten Ansprüchen für die Trophäe auf den Plan. Nach dem relativ eindeutigen Sieg gegen Fnatic, ein Team, das im letzten Jahr als möglicher Weltmeister gehandelt wurde und im Summer Split kein Match verlor, konnte niemand mehr die großen Ambitionen des Newcomers ignorieren.

Im Finale sollten die Neulinge auf die Veteranen von Origen treffen. Ein Team, das bestimmt froh war, einmal nicht von Fnatic ausgebremst zu werden. Doch bedeutete Gamers 2 tatsächlich gute Nachrichten? Die Antwort auf diese Frage sollte beinahe in Rekordgeschwindigkeit erfolgen. Nach einem raschen 3 zu 1 Sieg setzte sich G2 Esports überzeugend durch und Origen hat damit einen neuen Herausforderer gefunden. Am beeindruckendsten ist jedoch, dass es auch in League of Legends noch echte Royal Roader geben kann.

Die 2016 LCS Spring Playoffs in Nordamerika

In Amerika ging es auf den ersten Blick etwas ruhiger zu. Die zwei Finalteilnehmer Team SoloMid und Counter Logic Gaming haben wohl weniger Fans überrascht. Schon in den vergangenen Turnieren gehörten diese beiden Squads zu den Favoriten und teilweise auch Siegern. Obwohl es rein auf dem Papier keine Überraschungen gab, folgte reichlich Unvorhersehbares auf dem Rift. Der harte Kampf um die Trophäe dauerte die volle Länge von fünf Games und allein das zeigt wie spannend der gesamte Finaltag in Nordamerika war.

CLG konnte in Sachen Wins zuerst auf ein 2 zu 1 vorlegen. Doch nach einem eher zweifelhaften Game mit einem Twisted Fate konnte TSM aufholen und das letzte Match erzwingen. Es hieß also alles oder nichts für beide Teams. In den ersten Minuten wirkte es wie ein einfacher Sieg für Counter Logic Gaming. Doch ganz im Stil eines Champions ließen sich die Spieler rund um SvenSkeren nicht von dem leichten Defizit einschüchtern und suchten geduldig nach der richtigen Lücke, um zuzuschlagen.

Diese Gelegenheit tat sich schneller in der Bottom Lane auf als gedacht. Nach einem guten Teamfight wirkte der gesamte Vorsprung, für den CLG gearbeitet hatte, wieder vom Tisch zu sein. Es folgte einige Zeit des vorsichtigen Belauerns. Niemand wollte einen Fehler und damit den Titel riskieren.

Doch wie in Game 4 sollte der Baron Nashor wieder ein schlechtes Omen für CLG zu besitzen. Sie bekommen zwar meist den Kill und den Buff, aber werden direkt danach von TSM zerpflückt. Die große lila Schlange sollte auch später noch im Game CLG weniger Glück bringen. Alle hart erarbeiteten Vorteile gingen rund um den Baron Pit wieder verloren.

Doch letztlich sollte eine kleine Dame mit einer riesengroßen Knarre die Entscheidung bringen. Wer braucht schließlich Buffs, wenn er eine Tristana hat, die praktisch im Alleingang das ganze gegnerische Team zerpflücken kann. Und so ging es auf einmal sehr plötzlich und Counter Logic Gaming konnte sich den zweiten LoL Titel in Folge holen.

Und direkt nachdem diese spannenden Turniere ausgespielt wurden, können wir uns jetzt schon auf das kommende Midseason Invitational freuen, in dem die Gewinner erneut ihre Klasse unter Beweis stellen dürfen. Nach dem Turnier ist schließlich auch in LoL vor dem Turnier!