Diese Spiele sind einfach zu eklig

krabbelnde Kakerlaken auf gelben Hintergrund
Games 02.06.2017

Gerade in den meisten Horror-Spielen gehört eine Portion Ekel einfach dazu: Blutverschmierte Räume und die eine oder andere zerstückelte Leiche schaffen eine Atmosphäre, in der man sich alles andere als wohlfühlt. Und genau das soll man ja auch nicht in einem Horror-Spiel – wer sich wohlfühlen will, soll The Sims spielen. Diese fünf Spiele sind nicht nur bedrückend, gruselig oder witzig, sondern dabei stellenweise auch enorm abstossend.

The Evil Within

Wer wacht schon gerne kopfüber in einem Schlachtraum auf, während im Hintergrund der unmenschlich wirkende Metzger seine Messer schärft und sich um die Beute kümmert? Mit dieser Szene beginnt in The Evil Within die panische Flucht durch eine Heilanstalt. In den alten Gemäuern wollte Detective Sebastian Castellanos eigentlich Ermittlungen zu diversen Mordfällen anstellen. Doch schneller als ihm lieb ist, ist er mittendrin und droht, selbst zerstückelt zu werden. Mit seinen düsteren Farben und gelungenen Effekten erschafft das Spiel einen wahren Alptraum. Einen, in dem wir häufig angeekelt und mit weit aufgerissenen Augen dasitzen angesichts der unappetitlichen Raumgestaltung und kreativer Aufgaben wie dem Anzapfen der Gehirne von Leichen, um Türen zu öffnen.

Outlast

Das 2013 erschienene Survival-Horror-Game Outlast setzte Massstäbe im Genre – die sein kürzlich erschienener Nachfolger übrigens aufrechterhalten konnte. Der Journalist Miles Upshur begibt sich in eine Psychiatrie, in der es ungewöhnliche Vorkommnisse gegeben haben soll. Äusserst schnell tauchen wir in eine beklemmende Atmosphäre ein. Was ganz besonders dazu beiträgt: Viele Räume sind stockfinster, und wir können uns nur über unseren Camcorder mit Nachtsichtfunktion zurechtfinden – ein effektives Mittel der Spielemacher, die Leichen, die uns überall begegnen, noch beängstigender zu machen. Doch noch viel schlimmer als die toten Patienten sind jene, die noch leben. Wenn wir durch die grünliche und leicht unscharfe Nachtsichtfunktion die Umgebung erkunden und plötzlich wie aus dem Nichts etwas ins Bild springt, sind Schockmomente garantiert. Die gesamte Anstalt ist übersät mit den Zeugnissen schrecklicher Ereignisse – allen voran mit blutüberströmten, verstümmelten Körpern. Deren Anblick jagt uns regelmässig Schauer über den Rücken, und zwar keine wohligen. Schliesslich fürchten wir ständig, bald genauso zu enden.

South Park: Der Stab der Wahrheit

Auch wenn es meist Horror-Games sind, die sich durch eklige Szenen auszeichnen, darf ein bestimmtes (Bei-)Spiel hier nicht fehlen: Die Anarcho-Serie South Park ist bekannt für ihren äusserst derben Humor, der für viele hart an der Schmerzgrenze verläuft – oder diese sogar manchmal überschreitet. Das von Obsidian Entertainment entwickelte South Park: Der Stab der Wahrheit weist genau denselben Humor auf wie die Vorlage. Kenner wissen, was das bedeutet: Fäkalien-Witze, viel Gefurze und abstruse Aufgaben. Zu den Highlights zählt beispielsweise der Ausflug in den Darm von Mr. Slave, der notwendig ist, um eine Bombe zu entschärfen. Was einen dort erwartet, kann man sich denken. South Park ist das perfekte Spiel für Fans der Serie – alle anderen werden es nach kurzer Zeit angewidert beenden.

Resident Evil 7: Biohazard

In Resident Evil 7: Biohazard sind wir mit Ethan Winters auf der Suche nach dessen Frau Mia und geraten dabei in das heruntergekommene Haus der Familie Baker. Man benötigt keine detektivischen Fähigkeiten, um zu erkennen, dass mit Familie und Anwesen etwas nicht stimmt. Die Erkundung des Hauses allein ist schon beängstigend genug und beinhaltet viele Momente puren Ekels. Dank der realistischen Grafik, der braun-schwarzen Farbpalette und dem perfekt inszenierten Spiel von Licht und Schatten wirkt das verdreckte Haus – inklusive Tierkadavern, blutigen Mülltüten, Exkrementen und einer Küche, die mit vergammelten menschlichen Überresten im Kühlschrank aufwartet – äusserst bedrückend und absolut ekelerregend. Übrigens kann Resident Evil 7 auch komplett mit der VR-Brille auf der Nase gespielt werden: Das ist jedoch wirklich nichts für schwache Nerven.

Dead Space 2

Der Sci-Fi-Shooter Dead Space 2 weiss wie sein Vorgänger mit der blutig inszenierten Eliminierung der Alien-Gegner zu überzeugen – dank der verbesserten Grafik sogar noch eindrucksvoller. Die Kreaturen sehen schon lebendig unappetitlich aus, aber umso mehr, wenn der Spieler a.k.a. Isaac Clarke sie mit seinen Waffen regelrecht auseinandernimmt. So ist die ganze Jagd durch die Raumstation Sprawl gezeichnet von ständigem Ekel beim Anblick der wirklich kreativ gestalteten, unappetitlichen Monster. Und umso befriedigender ist es, wenn man diese letztlich erledigt.