Games 24.09.2015

Es gibt ein Spiel auf dem Markt, das für absolute Freiheit steht. Die Grafik erinnert zwar eher an die Games der 80er Jahre, verströmt aber gerade deshalb einen sehr eigenen Charme. Im Gegenzug haben sich die Entwickler aber auf all die Möglichkeiten im Spiel konzentriert und diese sind praktisch unendlich geworden. Aus diesem Grund lässt sich Minecraft auch schwer in ein einziges Gaming-Genre einordnen. Es besitzt Elemente von Survival-Horror wie in Resident Evil, von Rollenspielen, von Point 'n' Click Adventures und ebenfalls von Aufbau-Simulationen, wie Sim City. Letztlich begrenzt nur die Phantasie der Spieler die Möglichkeiten im Pop-Kultur Phänomen Minecraft.

Das Spielprinzip von Minecraft

Die Idee hinter dem Spiel ist denkbar einfach und genau so unterhaltsam. Es wird eine zufällige Welt generiert, in der eigentlich alles eingesammelt werden kann. Die verschiedenen Grundstoffe können umgewandelt werden und damit lassen sich neue Gegenstände craften bzw. fast alles errichten, was den Spielern in den Sinn kommt. Das ist übrigens beeindruckend viel, wie wir später noch demonstrieren werden.

Die verschiedensten Spielmodi in Minecraft

Der Standard-Spielmodus heisst „Überleben“ und bietet mehrere verschiedene Sub-Modi. In dieser Variante wird das Spiel zunächst von dem Tag-Nacht-Wechsel und dem Drang zu überleben bestimmt. Dafür muss schnell ein Unterschlupf errichtet werden. Dieser wird in der ersten Zeit möglichst schön ausgebaut, bis genug Kampfkraft gegen die Zombies und Creepers vorhanden ist. Über den Bedarf an verschiedensten Rohstoffen wird das Spiel vorangetrieben bis der Gamer plötzlich vor einem Drachen steht. In diese Sparte fallen auch der Hardcore-Modus oder der Abenteuermodus.

Der Mehrspieler-Modus erlaubt mehreren Playern in einer Welt zu interagieren. Dadurch können Wettbewerbe ausgetragen oder sogar actionreiche PvP-Schlachten organisiert werden.

Im Künstlermodus stehen unendlich viele Rohstoffe zur Verfügung. Wie der Name schon verrät, geht es hier nur darum möglichst grosse und aufwendige Kunstwerke zu schaffen und diese dann den Freunden oder allen Zusehern auf YouTube bzw. Twitch zu zeigen. So verbreitete sich das Spiel übrigens auch nach der Schöpfung.

Spiele-Tipps zu Minecraft

Das Crafting in Mincecraft erfolgt sehr intuitiv. In den meisten Fällen wird einfach nur pixelgenau mit den verschiedenen Materialien das gewünschte Objekt geformt. So wird auf der Werkbank mit Holzstangen der Griff geformt und je nachdem wie die Steine angeordnet werden, ergibt sich als Endergebnis eine Stein-Spitzhacke, eine Schaufel oder eine Steinaxt.

Unerfahrene Spieler verirren sich sehr leicht auf ihren Expeditionen. Wenn noch kein Kompass vorhanden ist, der übrigens zum Spawn-Punkt zurückführt, in dessen Nähe eine Behausung stehen sollte, dann hilft es, sich markante Punkte in der Landschaft zu suchen oder zu bauen.

Mit den verschiedenen Textur-Paketen kann immer wieder ein neuer Look in die pixelige Welt gebracht werden. Gerade wenn wirkliche architektonische Wunder errichtet wurden, dann zahlen sich diese Zusätze besonders aus.

Das genialste Baumhaus in den Wolken lässt sich bauen, wenn jeweils auf den Kronen der Bäume neue Bäume gepflanzt werden. Wer sich dachte, dass von so manchem Berg die Aussicht erstaunlich ist, der sollte einmal von einem Palast in den Wolken herab blicken. Dieser Tipp führt uns direkt zu den prachtvollsten Bauwerken in Minecraft.

Kunst in der Welt von Minecraft

Das Spiel gehört sogar zur entsprechenden Sammlung des Museums of Modern Art in New York. Das verwundert wenig, denn moderne, neuartige Künstler haben diese unendliche Spielwiese schon vor langer Zeit für sich entdeckt. Wir präsentieren hier unsere Top 3 Kunstwerke in der Welt aus scheinbar hässlichen Blöcken.

Der Nachbau von Mittelerde

Dieses Projekt ging schon vor der Fertigstellung durch die Medien. Der Bastler hat dabei die komplette Welt aus Tolkiens Meisterwerk detailgetreu nachgebaut. Das kann nur mit dem Titel „Nerd-Kult zum Quadrat“ prämiert werden.

Unser lieber kleiner Planet

Wenn sich jede Welt in Minecraft erbauen lässt, dann darf natürlich der dritte, blaue Planet unseres Sonnensystems nicht fehlen. Die Frage ist nur, ob schon jemand unsere Erde vor der tektonischen Plattenverschiebung nachgebaut hat, denn ein Modell unseres aktuellen Heimatplaneten gibt es tatsächlich schon.

Kerrigan aus Starcraft II

Derzeit macht gerade das Porträt der „Königin der Klingen“ von Pixel Art King aus Schweden besonders Furore. Dabei handelt es sich um ein wahrhaftes Meisterwerk aus über 1 Million pixelgrosser Blöcke, die sich aus entsprechender Entfernung zu einem scharfen Bild zusammen fügen. Da ist es nur fraglich, wann ähnliche Projekte zu League of Legends oder DOTA 2 die Gaming-Community begeistern – mit Minecraft ist schliesslich alles möglich.