Call of Duty Black Ops 3 – Alljährlicher Ballerspass!

Games 28.12.2015

Neben Counter Strike und Battlefield komplementiert ein Spieletitel die Bibliothek jedes Ego-Shooter-Fans. Call of Duty schreibt schon seit dem Jahr 2003 Gaming-Geschichte und seit 2006 steht die jährlich neue Ausgabe so garantiert auf dem Wunschzettel der Fans, wie die neueste Ausgabe von FIFA bei den Listen der Fussball-Nerds. Doch wie konservieren die Entwickler die Frische und Spannung der Reihe? Gelingt es den Entwicklern überhaupt, eine ständig neue Gameplay-Dimension in den 3D-Shooter zu bringen? Wir haben in den neuesten Titel Black Ops 3 reingeschnuppert und können einige Antworten auf diese Frage geben.

Die Kampagne: Ein Grund, jedes Jahr zu CoD zurückzukehren

Der spannende Kampagnen-Modus trägt seit Call of Duty 1 zu dem grossen Erfolg der Reihe bei. In dieser Hinsicht enttäuscht auch das neue Black Ops 3 keineswegs. Die Reise führte zwar schon bei den Vorgängern aus den Schützengräben des 2. Weltkriegs hinaus und hinein in ein eher futuristisches Setting. Dieses erinnert in der neuesten Auflage ein wenig an Fallout 4. Wir erwähnen das bekannte Rollenspiel hier keineswegs zufällig. Die Handlung in der Kampagne von CoD BO 3 überrascht mit einigen Wendungen, spricht das Thema des Cyborg-Soldaten an und bringt natürlich erstklassige Baller-Action gegen Mechs, andere Maschinen oder gentechnisch veränderte Gegner mit sich.

Zusätzlich erlaubt der Co-op Modus ein gemeinsames Erleben der spannenden Handlung. Auch wenn Call of Duty ohne funktioniert hätte, gibt es die derzeit moderne Option der Charaktergestaltung. Das Stichwort Co-op bringt uns zum eindeutig coolsten Modus des neuen CoD.

Der Co-op Zombie Modus: Einzigartig geniales Gameplay in CoD Black Ops 3

Dieser Modus fesselte uns zu viert stundenlang an die Couch. Allein die Schlacht gegen die Zombiehorden rechtfertigt den gesamten Kaufpreis des Spiels. Alle anderen Modi können als schöner Zusatz gesehen werden. Es handelt sich eigentlich um eines der ältesten Shooter-Prinzipien überhaupt. Horden von Gegnern stürmen auf den Spieler bzw. die Spieler zu und müssen mit diversen Waffen erledigt werden – einfach ein typischer „Survival Mode“ – oder doch nicht? Im neuen CoD wurde dieses neue Prinzip auf eine relativ simple, aber umso genialere Art wahrhaftig wiederbelebt.

Das Szenario spielt nicht in der futuristischen Welt der Kampagne, sondern in einem zombieverseuchten Las Vegas des 20. Jahrhunderts. Das Talentsystem mit den Kaugummis treibt den Spielverlauf wie von alleine voran und gleichzeitig versucht die Gruppe ständig Informationen zu teilen, um eine funktionierende Strategie gegen die Horden aus Untoten zu entwickeln. Ein sicheres Vorankommen erfordert nämlich ein gut abgestimmtes Team Play und keine stürmenden Rambos. Eine leichte Angelegenheit ist dieser Survival-Modus keinesfalls. Aber gerade dadurch ergibt sich fast unendlicher Replay-Value, der mit Freunden in einem Gaming-Zimmer geteilt werden kann. So macht Ballern am meisten Spass. Der einzige kleine Wermutstropfen sind die Tentakel im Bestien-Modus, welche doch stark an The Darkness erinnern. Aber dafür sind in diesem Modus sogar die Charaktere extrem einprägsam, einzigartig und stylisch – oder im Fall der wehrhaften Femme Fatale sogar sexy.

Der reine Multiplayer-Modus (nicht Co-op): Leider zu bemüht!

E-Sport gewinnt Jahr um Jahr grössere Bedeutung und dem wollen alle Spieleentwickler entsprechen. Im Bereich Shooter stellen wohl Counter Strike und Battlefield das Alpha und das Omega dar. Kleine taktische Kämpfe lassen sich wohl in keinem Spiel besser erleben als in CS:GO. Und wenn es darum geht als Infanterieeinheiten inmitten epischer Schlachten Blut zu schwitzen, dann fällt jedem Gamer sofort Battlefield ein. Viele andere Titel versuchen, sich im Mittelfeld durch zusätzliche Spielmechaniken abzuheben. Die ebenfalls sehr erfolgreiche Halo-Serie stellt ein gutes Beispiel für einen gelungen Versuch dar. In vielen anderen Fällen gelingt es nicht. Leider gehört der neue Multiplayer von Call of Duty auch dazu. Die übertrieben hohen und weiten Sprünge reissen eingeschworene Fans aus dem typischen CoD-Feeling und stiften eher Verwirrung in den Fights, als wirkliche Skill-Tiefe zu vermitteln. Das bedeutet keineswegs, dass der Multiplayer-Modus unspielbar wäre, aber die grossen Stärken der neuen Black Ops Auflage liegen eindeutig in anderen Mods begraben .

Das Fazit: Call of Duty behauptet seinen Rang

Auch das neue Call of Duty Black Ops 3 festigt die Position der Reihe im Ego-Shooter-Olymp. Einige übernommene Elemente aus Halo bzw. Titanfall (Springen und Wandklettern im Multiplayer) haben zwar nicht perfekt funktioniert, aber das Spiel bietet noch so viel mehr. Wenn die meisten Modi durchschnittlich aber lustig sind und einer wirklich süchtig macht, dann freut sich jeder Gamer über das Gameplay aus der Egoperspektive. Die Kampagne darf als kurzweilig und unterhaltsam beschrieben werden, aber wie bereits erwähnt, übertrumpft in diesem Teil der Zombie-Modus alle anderen Spieloptionen. Deshalb ballern wir den Untoten beständig die Köpfe weg, während wir uns fragen, mit welchem Aspekt uns das nächstjährige Call of Duty überraschen wird.