CS:GO –„Fade to Black“ ist zurück

Games 06.07.2016

Counter-Strike gehört seit jeher zu den „most competitve“ Shootern aller Zeiten. Sowohl die Steuerung der eigenen Avatare als auch die Kommunikation innerhalb der Teams muss perfekt sein, um ganz oben mitzuspielen. Hinzu kommt noch die extrem hohe Geschwindigkeit des ganzen Spiels. Eine Runde dauert nur zwei Minuten und nicht durchschnittlich 45 Minuten wie beispielsweise in DOTA 2. In dieser kurzen Zeit taktische Entscheidungen in Perfektion zu treffen, kann besonders schwer sein. Jedes kleine bisschen an Information kann dabei enorme Bedeutung erlangen. Genau zu diesem Thema führte Valve ein Update am 1. Juni 2016 ein.

Anmerkung: Die zusätzlichen Pins sind in dieser Betrachtung ausgenommen!

Fade to Black is Back

Anfang Juni wurde dieses Feature wieder eingeführt. Alte Hasen in Counter-Strike vermissten es seit der Veröffentlichung von Global Offensive, da Fade to Black sowohl ein fixer Bestand von 1.6 als auch von Source darstellte. Doch wie wurde dieses Thema bisher gehandhabt und was bedeutet Fade to Black eigentlich?

Obwohl viele Aspekte in Counter-Strike als sehr realistisch gelten, gibt es ein paar kleine Abweichungen und dazu gehört die Sicht nach dem Tode. Bisher wurde die Kamera nach dem Versterben des eigenen Avatars eingefroren. Das tote Teammitglied konnte aber noch für ganze fünf Sekunden in eine bestimmte Richtung blicken. Dabei war es möglich, noch als eine Art Scout zu helfen bzw. zu fungieren. Informationen über die Bewegung des Gegners konnten über TS weitergegeben werden und waren potentiell sogar wertvoller als das Leben des einen Spielers. Doch warum wurde diese Art der „Death Cam“ sehr oft kritisiert?

Die Spieler empfanden bei dieser Kameraeinstellung ein hohes Mass an Ungewissheit. Es war in vielen Fällen nämlich nicht klar, in welcher Position die Kamera des Toten eingefroren wurde. Hat er noch einen guten Blick auf die Teambewegung oder sieht er einfach direkt eine Wand an. Das klingt für Laien etwas banal, aber besitzt grosse Bedeutung in 5 vs 5 Team Games, in denen die interne Kommunikation sehr gut abgestimmt ist. Wenn das Team nach dem Frag nämlich weiss, dass es noch beobachtet wird, dann könnte es eine falsche Bewegung vortäuschen, um nach den fünf Sekunden einen völlig anderen Weg einzuschlagen. Fünf Sekunden lang in einem zwei Minuten Spiel solch eine Finte vorzuspielen, besitzt aber ein hohes Risiko, wenn nicht ganz klar ist, ob die Bewegung überhaupt im Blick des Toten liegt. Aus diesem Grund wünschte sich ein Teil der Community die Abschaffung der Freeze Cam, um gezielt Fehlinformationen einplanen zu können. Wenn der Tote seine Kamera nämlich noch schwenken kann, dann ist gewiss, dass der Bluff oder Doppelbluff im Sichtfeld des gefragten Spielers liegt. Ein anderer Teil der CS:GO Community wünschte sich seit 2012 die Rückkehr zu einer bewährten Methode und das ist eben Fade to Black.

Am 1. Juni 2016 wurde die Freeze Cam von fünf Sekunden auf drei Sekunden reduziert. Die eingefrorene Kamera hat aber keine grosse Bedeutung mehr, denn wie in alten Counter-Strike Teilen wird der Bildschirm sehr schnell dunkler. Somit fällt diese Informationsquelle praktisch wieder weg und ein Toter im eigenen Team kann nicht mehr als Scout fungieren. Dabei wurde auch eine Neuerung implementiert, denn nach einem Headshot wird der Bildschirm noch schneller schwarz. Diese Rückkehr zu einer alten Tradition wird in der Community sehr gut aufgenommen, da dieser kleine Effektunterschied doch grosse Bedeutung haben kann.

Zwei Auswirkungen der Fade to Black Neuerung

Zum einen besitzt nun ein geplanter Tod zum Scouten kaum mehr einen Wert. Damit wird das Leben jedes Teammitglieds viel wertvoller und die Taktiken mehr auf Erhalt der Gruppenstärke bzw. Erhalt von Leben ausgelegt.

Zweitens wird durch die Geschwindigkeit des Fade to Black zumindest eine Information über die Treffgenauigkeit des Gegner weiter gegeben. Das scheint auf den ersten Blick einen demoralisierenden Effekt zu besitzen, aber erstklassige Counter-Strike Teams werden auch noch aus diesem Umstand einige taktische Pläne ableiten können. Der „most competitive“ Shooter bleibt also weiterhin spannend.