Games 15.07.2016

Das Genre der Survival Horror Games produzierte in den letzten Jahren einen Hit nach dem anderen. Als zwei prominente Beispiele müssen wir nur Until Dawn oder Outlast nennen. Doch Dead by Daylight legt nun die Latte für das gesamte Genre eine ordentliche Portion höher. Derartige Adrenalinschübe und Panik konnten nicht einmal die schlimmsten psychopathischen Ärzte in einer Irrenanstalt erzeugen, denn egal wie furchterregend die Killer waren, sie wurden bisher nie von anderen Mitspielern gesteuert. Keine KI kann so hartnäckig nach Blut dürsten wie eine gnadenlose, menschliche Intelligenz. Achtung: Schweissattacken und Angstzittern gelten als verbreitete Nebenwirkungen dieses Spiels.

Das Spielprinzip von Dead by Daylight

Das Prinzip hinter diesem Multiplayer ist so einfach wie genial. Einige Spieler schlüpfen in die Rolle der Überlebenden und versuchen aus einem zufällig generierten Wald zu entkommen. Es müssen jedoch die Generatoren auf der Karte repariert werden, bevor es an die Suche nach dem Ausgang geht. Jeweils vier Überlebende werden von einem Killer gejagt, der versucht seine Opfer an verschiedenen Haken aufzuhängen, bis eine Art Spinne ihnen den Garaus macht.

Sobald ein Opfer an einem dieser Haken hängt, kann es von einem anderen Überlebenden gerettet werden. Allein diese Mechanik führt zu furchteinflössenden Umständen.In so manchen Situationen sind angsterfüllte Hilfeschreie zu hören und ein anderes Mal möchte sich so mancher Spieler für den Rest der Gruppe opfern. Schreie wie „Lasst mich zurück und rettet euch selbst“ gehen garantiert durch Mark und Bein.

Die Überlebenden besitzen einige Fähigkeiten. Sie können schneller laufen als die Killer, schleichen, sich verstecken oder sich sogar gegenseitig verarzten. Im Vergleich zum Repertoire des Killers sind deren Möglichkeiten doch eher eingeschränkt.

Die verschiedenen Killer in Dead by Daylight

Übrigens spielen die Killer in First-Person Ansicht, während die Überlebenden in Third-Person Perspektive zocken. Die Jagd selbst folgt dabei einem sehr klaren Muster. Die Killer gehen schneller als die Opfer, aber können nicht laufen. Nach einem ersten Schlag werden die Ziele der mörderischen Begierde langsamer und nach einem zweiten Schlag küssen sie den Waldboden. Dann müssen die Opfer geschultert und auf einen der vier Haken gehängt werden. Wenn ihnen kein Mitspieler zur Hilfe eilt oder sie sich nicht aus der Umklammerung des Killers lösen können, werden die Unglücklichen von einem riesengrossen Spinnenwesen in den Baumwipfeln getötet. Aber die Killer können noch mehr als gehen, zuschlagen und auf Haken benutzen.

Derzeit existieren drei verschiedene Arten von Killern im Spiel. Der Fallensteller kann überall auf der Map seine Opfer in Bärenfallen locken, die gerade in Panikmomenten sehr leicht übersehen werden. Der Geist überrascht die Überlebenden und greift aus dem Hinterhalt an. Der Hillbillie wurde direkt vom Texas Chainsaw Massaker inspiriert und besitzt neben seinem Hammer eine Kettensäge mit einem verrückten Spezialangriff. Eines haben jedoch alle Killer gemeinsam und zwar eine ausgeprägte psychopathische Veranlagung, die sie in diesem Spiel endlich frei herauslassen können. Denn auch die Killer werden immer von anderen Gamern gespielt und diese können nicht nur sehr perfide Strategien entwickeln, um ihre Opfer in die Falle zu locken, sondern im TeamSpeak der ganzen Gruppe das Gruseln lehren.

Kluge Killer können wahre Psycho-Spielchen mit ihren Opfern treiben und den einen Überlebenden auf einen Opferhaken hängen, während hinter dem nächsten Eck auf einen Rettungsversuch gewartet wird. Kleine Lieder, wie „eins, zwei, der Killer kommt vorbei, drei, vier ...“ können für eine panische Stimmung sorgen, damit die Opfer auch schön viele Fehler auf ihrer Flucht machen. Der Rest der Gruppe wird sich im TS nur mehr fragen, welche Art von Mensch sie früher einmal Freund genannt hat. Aber Dead by Daylight ist nun einmal nichts für zimperliche Gemüter und das beweist auch die Altersfreigabe ab 18. Wer also einmal wirklich wissen möchte, wie viele Psychopathen sich im eigenen Freundeskreis verstecken, hat nun das perfekte Spiel dafür entdeckt.