Games 17.08.2016

Die Vorfreude auf Europas grösste Gaming Messe lässt sich jetzt schon in vielen Freundeskreisen kaum übersehen. Es werden Pläne geschmiedet, welche Stände und welche Spiele absolute Pflicht sind. Wir wollen zu diesen Plänen unseren Teil beitragen und einige Tipps geben, wie Besucher am besten durch die riesige Messe und die Menschenmengen navigieren können.

Tipps für GamesCom Besucher

Natürlich gelten auch für die diesjährige GamesCom die meisten Empfehlungen, die wir im letzten Jahr gaben. Wir wollen diese Aufstellung aber noch ein wenig erweitern. Zuerst stellt sich schon einmal die Frage, welcher Eingang genutzt werden sollte. Da sich in Sachen Wartezeit und Schlangen kaum Unterschiede ergeben, sollten B2C Besucher eher den Nordeingang nutzen, da sie sich dann gleich mitten in der Action befinden. Selbstverständlich entscheidet auch die Anfahrt über die Wahl des Eingangs. Wenn die Strassenbahn direkt vom Hotel zum Südeingang führt, dann muss nicht extra das nördliche Tor gesucht werden. Schnell an der Business Area vorbei marschieren und dann ins Messevergnügen stürzen.

Die grossen Titel sollten vielleicht nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Meist gibt es wenige Neuigkeiten, die nicht schon auf der E3 veröffentlicht wurden. Erfahrene Besucher steuern deshalb zuerst die Indie-Area an und lassen sich dort gleich mehrfach überraschen. Die coolen neuen Trailer der grössten Hits laufen bestimmt nicht davon.

Ganz wichtig ist es ausserdem, die farbigen Bändchen passend zum eigenen Alter gleich am Anfang zu besorgen. Games mit Altersfreigaben ab 16 oder 18 Jahren können nur mit der passenden Farbe am Arm bestaunt werden. Die dazugehörigen Stände sind auch so abgeschirmt, dass keine zufälligen Einblicke möglich sind. Wer ein rotes Band trägt, darf überall rein.

Im Vorfeld sollten sich E-Sport Fans auch ausführlich über alle stattfindenden Turniere schlau machen. So waren im letzten Jahr einige WarCraft III Fans sehr enttäuscht, als sie zu spät vom dortigen WCA Turnier erfuhren. Die E-Sport Leinwände stellen zudem sehr praktisch Fixpunkte dar, die als ideale Treffpunkte dienen können.

Im letzten Jahr erwähnten wir schon den Klappstuhl als zuverlässigen Partner in den Warteschlangen. In diesem Jahr liegt eher das Handtuch, wie in „Per Anhalter durch die Galaxis“, im Trend. Es lässt sich leichter mitführen, es kann darauf Platz genommen werden und wenn es einmal heiss hergeht, dann lässt sich damit der Schweiss abwischen.

Tipps für GamesCom Fachbesucher

Wir wollen hier aber auch einige Empfehlungen für Fachbesucher geben, denn dieses Upgrade zu bekommen, ist mittlerweile keine Unmöglichkeit mehr und zehntausende Messebesucher nutzen das Fachmesseticket. Vielleicht gibt es im Bekanntenkreis einen kleinen Unternehmer, der bei der Beschaffung hilft. Presseausweise zu erhalten ist hingegen in den letzten Jahren immer schwerer geworden. Fachbesucher-Tickets reichen jedoch aus um die Business Area und noch einiges mehr zu betreten. Ausserdem dürfen Fachbesucher bereits am Mittwoch rein. Die Schlangen sind an diesem Tag noch etwas kürzer.

Jeden Abend dürfen Fachbesucher zur EA Booth Party, die jeweils bis Mitternacht dauert. Dort lässt sich hervorragend Netzwerken, und wer aktiv auf andere Gäste zugeht, könnte sogar eine Einladung zu einer der grossen Partys, die rund um die GamesCom stattfinden, ergattern. Auf der Messe in Köln ist praktisch alles möglich, wenn man sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort befindet.

Gerade für Besucher aus Österreich empfiehlt es sich, beim Stand der Wirtschaftskammer (WKO) am Mittwochabend zum „get together“ vorbeizuschauen. Dort gibt es kostenlose Verpflegung und österreichische Gesichter aus der Gaming Szene können kennengelernt werden.

Die Business Area ist im Allgemeinen ein wunderbarer Rückzugsort, wenn der Trubel der Messe einmal etwas zu viel wird. Das Fachbesucherticket lohnt also in mehrfacher Hinsicht, wenn es irgendwie auf legitime Wege zu bekommen ist. Jedes Jahr besitzen rund 10 Prozent der Besucher den Fachbesucherausweis. Aber egal, ob mit oder ohne Zugang zur Business Area, der wichtigste Tipp für die GamesCom 2016 bleibt, dass man sich von seiner Freude am Gaming treiben lassen sollte. Dann kann eigentlich nichts schief gehen.

Zusatz-Tipp: Auch ohne Fachbesucher-Ausweis kann eine legendäre Party der GamesCom besucht werden. Das Ticket für die sogenannte „Branchenparty“ ist vor Ort erhältlich und kostet rund 50 Euro. Dafür gibt es leckeres, kostenloses Essen zu probieren und spannende Gesichter kennenzulernen.