Games 13.02.2017

Es ist so weit: Das schnelle, actiongeladene und teils erbarmungslose Actionspiel Nioh ist erschienen. Besonders Freunde beinharter Action im Stil von Dark Souls freuen sich darüber, aber auch Fans von zünftiger Action können sich die Hände reiben. Erst recht mit unserem Nioh-Guide für Anfänger, der grundlegende Tipps gibt, um in der Welt von Nioh gegen Banditen, Ronin und Yokai zu bestehen. Und Souls-Fans sollten sich lieber gleich darauf einstellen, dass ihre Erfahrung ihnen in Nioh keine besonders grossen Vorteile verschaffen wird. Das Samurai-Action-Rollenspiel ist in vielerlei Hinsicht grundlegend anders – und das ist auch gut so.

Grundlegende Tipps für Nioh

Zunächst einmal sei gesagt: Sterben ist vollkommen in Ordnung und passiert in Nioh häufig. Die Besonderheit: Die gesammelte Erfahrung bleibt an der Stelle des Ablebens zurück, und man hat die Chance, seine Erfahrungspunkte wieder aufzusammeln. Erfahrung wird bei Nioh übrigens als Amrita bezeichnet und durch das Töten von Gegnern sowie über spezielle Gegenstände generiert. Stirbt man unterwegs allerdings erneut, muss man sich endgültig vom gesammelten Amrita verabschieden. Dementsprechend sollte man sich vorsichtig verhalten, während man die Levels erkundet, und am besten regelmässig am Gebetsschrein Amrita in Level-Ups investieren. Schliesslich könnte hinter jeder Ecke ein übler Yokai (die japanische Bezeichnung für unterschiedliche Dämonen) oder ein hinterlistiger Ninja warten. Des Weiteren sollte man sich möglichst nicht mit mehreren Gegnern gleichzeitig anlegen.

Wahl der Fertigkeiten und Ausrüstung in Nioh

Ausserdem sollte man sich Gedanken machen, welchen Weg man einschlagen möchte. Also: welche Waffen? Leichte, mittlere oder schwere Rüstung? Magie oder Ninjutsu? Danach richtet sich letztendlich die Verteilung der Attributpunkte sowie Fähigkeiten. Man sollte die Punkte möglichst so wählen, dass eine grösstmögliche Synergie zwischen Attributen, Waffen und Ausrüstung entsteht. Zum Thema Rüstung: Das Gesamtgewicht entscheidet und lässt sich in 4 Stufen aufteilen. Bei 0 bis 30 Prozent Last ist man am schnellsten, was sich in besonders schnellem und weiten Ausweichen und Rollen äussert. Zwischen 30 und 70 Prozent verliert man bereits spürbar an Geschwindigkeit und Ausdauer. Ab 70 Prozent werden diese Aktionen schon sehr behäbig, und bei 100 Prozent verbraucht jede Aktion die komplette Ausdauer. Hier gilt es also immer abzuwägen: mehr Beweglichkeit oder mehr Schutz?

Kämpfen in Nioh: Stamina ist Ki

Die Ausdauer des Avatars heisst in Nioh Ki und funktioniert ein wenig anders als in anderen Action-Rollenspielen dieser Art. Jede Aktion im Kampf verbraucht Ki, sowohl Angriffe als auch das Blocken von Attacken. Um Combos möglichst lange aufrecht zu erhalten und nicht aus der Puste zu kommen, gibt es den Ki-Impuls. Um diesen durchzuführen, muss man im richtigen Moment R1 drücken. So lässt sich nicht nur ein Grossteil des gerade verbrauchten Ki zurückgewinnen, sondern auch noch die dämonische Aura der Yokai säubern. Das ist besonders in Bosskämpfen wichtig. Profi-Tipp: Wer ohnehin viel ausweicht, sollte unbedingt Samurai-Punkte in die Fertigkeiten investieren, die beim Ausweichen automatisch einen Ki-Impuls verursachen. Die Mechanik rund um den Ki-Impuls ist ein zentrales Element in Nioh, und man sollte sich möglichst schnell daran gewöhnen.

Nioh: Beherrsche die Waffen und den Kampf

Ebenso zentral sind die unterschiedlichen Haltungen der Waffentypen. Jede Waffe hat eine niedrige, eine mittlere und eine hohe Haltung. Der Angriff aus niedriger Position ist rasanter, verursacht aber weniger Schaden. Die hohe Angriffshaltung ist eher behäbig, hat im Gegenzug aber mehr Durchschlagskraft. Die mittlere Haltung ist gut ausbalanciert und für viele Waffen daher die Variante, die man über weite Strecken des Spiels benutzt. Hier gilt es zu experimentieren und sich dem jeweiligen Gegner anzupassen – wer das Management der Haltungen und den schnellen Wechsel beherrscht, wird schnell Fortschritte machen. Ansonsten gilt auch in Nioh eine Weisheit, die schon bei Dark Souls und Co. gültig war: stets abwarten. Die Gegner und Boss-Monster zu analysieren und ihre Attacken zu lernen, ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei ist es auch hilfreich, auf Distanz zu gehen und nicht immer direkt den Nahkampf zu suchen. Sobald man weiss, wie man den Attacken ausweicht und wann ein guter Zeitpunkt für den Angriff gekommen ist, hat man schon halb gewonnen. Und wenn man stirbt: einfach die Ruhe bewahren und cool bleiben.

Den Schutzgeist nicht vergessen

Zu guter Letzt sollte man nie den Schutzgeist vergessen. Diese Wesen, von denen man im Spielverlauf immer mehr freischaltet, bieten diverse passive Boni und können mit der „Belebten Waffe“ aktiv im Kampf helfen. Die Boni der unterschiedlichen Schutzgeister umfassen defensive, offensive sowie magische Attribute, sodass für jeden Spielstil das Richtige dabei ist. Während der Kämpfe wird die Spezialfähigkeit der Geister aufgeladen, und wenn die Anzeige im oberen linken Bildschirmeck voll ist, lässt sich die belebte Waffe aktivieren. Mit einer coolen Animation wird dann eingeläutet, dass der Geist einem seine Kräfte leiht. Konkret heisst das: Attacken werden stärker, fügen Statuseffekte hinzu und man hat erhöhte Verteidigungswerte – die genauen Effekte hängen vom gewählten Schutzgeist ab.