Bosskämpfe die unvergesslich sind - Teil 1

Krieger mit Schwert stellt sich gegen einen feuerspeienden Drachen
Games 05/03/2017

Eines der wichtigsten und oft unvergesslichsten Elemente von Videospielen sind die Bosskämpfe. Starke Gegner also, die sich unserem Helden in den Weg stellen und ihn von seiner Mission abhalten wollen. Dabei ist es nicht einmal immer zwingend der Endboss am Ende des Spiels, der uns am längsten und besten im Gedächtnis bleibt. Denn oft spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Wir stellen 10 unserer liebsten Bosskämpfe vor und erklären, warum uns ausgerechnet diese Gegner und Begegnungen immer in Erinnerung bleiben werden. Hier sind die ersten Fünf, die nächsten Bosskämpfe findet man in Teil 2 des Artikels.

Ornstein & Smough – Dark Souls

Natürlich darf in dieser Liste Dark Souls nicht fehlen – und taucht auch gleich an erster Stelle auf. Die Souls-Spiele sind schließlich berühmt für ihre Schwierigkeit, die zu einem großen Teil auf die epischen Bosskämpfe zurückzuführen ist. Dragonslayer Ornstein & Executioner Smough haben uns nicht nur zum Schwitzen gebracht, sondern auch eine wichtige Lektion gelehrt: Hier fängt Dark Souls erst richtig an! Alles, was vor den beiden kommt, ist bereits herausfordernd, und man fühlt sich schon beinahe vertraut und sicher. Ornstein und Smough aber heben den Schwierigkeitsgrad dann auf ein neues Level: Schließlich muss man sich plötzlich mit zwei Bossen herumschlagen, die jeder für sich allein schon eine Herausforderung wären. Dazu kommt die hervorragende Dynamik der beiden Charaktere, die sich optimal ergänzen. Schnell und langsam, verdammt stark, Fern- und Nahkämpfer: eine echte Herausforderung und ein Meilenstein der Bosskämpfe.

Tyrant – Resident Evil

Resident Evil hat uns anno 1996 in vielerlei Hinsicht das Fürchten gelehrt, auch mit dem Endboss des Spiels, dem berüchtigten Tyrant. Laut Story besteht eine Chance von 1:10.000.000, nach der Infektion mit dem berüchtigten T-Virus zu einem Tyrant zu mutieren. Gut so, denn der Riese hat es in sich. Mehrere Anläufe waren beim ersten Mal nötig, um ihn in die Knie zu zwingen. Und alles nur mit Hilfe des übermächtigen Raketenwerfers. Doch selbst das hat bei einigen nicht geklappt. Denn der Tyrant kann mit seiner Pranke selbst Raketen abwehren. Wir sind froh, dass er das nicht bei jedem macht, und leiden mit allen mit, die diese alptraumhafte Erfahrung machen mussten.

Die Spinne – Limbo

Das 2010 erschienene Limbo von Entwicklerstudio Playdead ist ein kleines Kunstwerk. Der 2D-Plattformer ist dank seiner Schwarz-Weiß-Ästhetik bis heute unvergessen. Nicht zuletzt wegen einer der frühen Szenen des Spiels, in der man sich einer riesigen Spinne stellen muss. Kämpfen ist keine Option, das Einzige, was bleibt, ist die Flucht. Das ist zunächst gar nicht so leicht, und man wird sicherlich das ein oder andere Mal von der Riesenspinne aufgespießt. Wer unter einer Spinnenphobie leidet, wird ohnehin Probleme mit diesem Gegner haben, aber auch bei allen anderen stellen sich schnell Furcht und Respekt ein. Umso befriedigender ist es, wenn das Mistvieh dann ins Gras beißt, weil wir es austricksen konnten.

Psycho Mantis – Metal Gear Solid

Es gibt Bosskämpfe, bei denen stimmt einfach alles: das Design des Gegners, die Schwierigkeit, und obendrein haben sie noch ein ganz besonderes Gimmick, an das man gerne zurückdenkt. Der wichtigste und beste dieser Bosskämpfe ist für uns das Duell mit Psycho Mantis aus Metal Gear Solid. Der telekinetisch begabte Gedankenleser war nicht angreifbar, weil er jede unserer Bewegungen voraussehen konnte. Erst indem man den Controller in den zweiten Port gesteckt hat, konnte man ihn angreifen und besiegen, weil er so nicht mehr Gedanken lesen konnte! Grandios und unvergesslich, wie Hideo Kojima mit diesem einfachen Trick spielerische Gewohnheiten durchbricht und einen Bosskampf für die Ewigkeit erschafft.

Big Daddy – Bioshock

Keine Frage, Bioshock ist ein moderner Klassiker. Nicht nur, weil es seit Jahren der erste gute Ego-Shooter war, der Horror gekonnt mit Action und einer tollen Story gepaart hat, sondern auch durch den ikonischen Look und Charme. Hand aufs Herz: Die meisten Gamer wissen erst seit Bioshock, was Art Déco ist! Neben der Stadt Rapture ist es aber vor allem Big Daddy, der uns im Gedächtnis bleibt, und im Grunde jeder einzelne Kampf mit den Ungetümen. Was zum Teil auch damit zu tun hat, dass wir die Kämpfe selbst initiieren und die Kolosse normalerweise auch ignorieren könnten. Wer hat nicht Stunden damit verbracht, Big Daddys in Fallen zu locken und ihnen mit taktischer Finesse den Garaus zu machen, nur um im Anschluss das Adam der Little Sisters zu ernten.