Dirt 4: es wird wieder richtig dreckig

Dirt 4: Ralley im Dreck
Games 06/14/2017

Rennspiele bieten den Spielern pures Adrenalin, wenn man versucht, sich zum ersten Platz vorzukämpfen. Für alle, die das zirkuläre Erlebnis von NASCAR oder die Hochgeschwindigkeit von Formula 1 in Videospielen selbst erleben wollen, können mit Dirt 4 der Spannung von echten Rennautos nahekommen. Nur wenige Spiele kommen an dieses wahre Offroad-Feeling der Dirt-Reihe heran, wo Rallyesport im Vordergrund steht. Wir haben getestet, ob Dirt 4 sich von anderen Rennspielserien, wie Burnout, Need for Speed oder Forza, abheben kann.

Dreckige Straßen und spannende Rennen

Einer der wichtigsten Elemente im Rallyesport liegt in deren Rennstrecken. Hier wird man nicht nur auf Asphalt fahren, sondern vielmehr schleudert man auf verlassenen, naturbelassenen Pfaden herum, um die beste Zeit zu erreichen. Diese Offroad-Strecken wirken sich besonders auf die Steuerung der Autos aus, denn einfache Kurven können sich als große Herausforderung beweisen. Die Straßenverhältnisse müssen unbedingt bedacht werden. Übung ist hier von großer Bedeutung, wenn es also am Anfang noch nicht so gut klappt mit den Bestzeiten, nicht verzagen, nach ein bisschen Eingewöhnungszeit wird sich rasch Verbesserung einstellen.

An den vorigen Dirt Spielen wurde vor allem bemängelt, dass die Auswahl an fahrbaren Strecken zu gering sei. Das ändert sich mit Drit 4, denn für dieses Problem haben die Entwickler eine kreative Lösung gefunden. Man kann dank des „Your Stage“ Tools einstellen wie Komplex und wie lang eine Strecke sein soll, wodurch dann zufällig aus den fünf Basisortschaften eine Rennstrecke erstellt wird. Bei den zufällig erstellten Strecken kann es passieren, dass man am Abend durch eine unbekannte Straße fährt oder seine Fahrkünste bei aufeinanderfolgenden Kurven beweisen kann. Ein weiteres Merkmal beim Rallyesport ist, dass man keine Karte zur Orientierung hat, also ist Aufmerksamkeit gefragt. Lediglich der Copilot macht den Fahrer auf bevorstehende Hürden aufmerksam. Wer kurz nicht aufpasst, kann schnell ein Hindernis übersehen.

Der richtige Modus für jeden Fahrstil

Zusätzlich zum klassischen Rallyesport werden auch einige andere Modi angeboten. Neben dem Karrieremodus und Time Attack, gibt es auch ein paar kreative Spielmöglichkeiten. Darunter fällt zum Beispiel Smash Attack, wo man mehrere gelbe Schachteln zerstört und Punkte sammelt. Fans von klassischen Rennen können dies in einem Buggy oder einem Truck erleben. Hierbei spielt man gegen mehrere Fahrer auf einer Schlammstrecke um den ersten Platz. Das Handling wird durch den Schlamm erschwert, wodurch man nicht vermeiden kann, unabsichtlich in andere Autos zu fahren.

Individualisierung im Vordergrund

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Fahrtypen wählen, Gamer und Simulation. Der Gamer-Fahrtyp ist für jene gedacht, die sich etwas ablenken möchten und ohne viel Nachdenken fahren wollen. Für alle die eine wirkliche Herausforderung suchen, ist der Simulations-Fahrstil perfekt. Mit dieser Einstellung muss man darauf achten, dass man genug Gewicht auf die Vorderachse setzt, um richtig in die Kurven zu kommen. Wer sein Können testen möchte, wird hier das Richtige dazu finden. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel Schaden einkassiert, da man sonst mitten in einem guten Rennen seinen Reifen am Fenster vorbeifliegen sieht. Dem Spieler werden noch viele weitere Individualisierungsmöglichkeiten geboten. Dank der Lizenz der FIA World Rallycross Championship, hat Dirt 4 somit eine Großzahl an Fahrzeuge aus dem offiziellen Turnier. Jedes Modell kann individuell angepasst werden, von Design bis hin zu einzelnen Autoteilen. Leider wurde trotz der neuen Lizenz bei den Kursen gespart, denn aus den zwölf befahrenen Kursen des Turniers sind nur fünf im Spiel integriert. Genau um dieses Problem zu vermeiden wurde das obengenannte „Your Stage“ Tool hinzugefügt.

Für richtige Rennfans

Mit dem neuesten Spiel in der Dirt-Reihe, hat der Entwickler Codemaster auf den Vorgänger aufgebaut, um ein adrenalingeladenes Rennerlebnis zu bieten. Trotz der geringen Anzahl an Umgebungen, wird man dank der Individualisierungsmöglichkeiten nie die gleiche Strecke zurücklegen. Die vielen Spielmodi bieten genug Abwechslung, wenn man einfach mal ein klassisches Rennen in einem Buggy fahren, oder etwas Frust ablassen möchte, indem man Schachteln zerstört im Smash Attack-Modus. Ebenfalls können Gelegenheitsspieler dank der Fahrweise, Gamer ohne viel Erfahrung, das Spiel starten. Diejenigen, die nach einer Herausforderung suchen, können sich dank der Option „Simulation“ auf ein unvergessliches Spielerlebnis freuen.