No Man's Sky – Tatsächlich unendliche Weiten

Games 05.08.2016

Der Vorstoß ins Weltall fasziniert Gamer seit jeher. Deshalb verwundert es kaum, dass viele Videospiele versuchen uns in fremde Galaxien zu entführen und dort unseren Entdecker Geist anzukurbeln. Doch kein früherer Titel bietet so viel Spieltiefe, wie schon die ersten Einblicke in dieses Weltraum-Abenteuer zeigen. Fremde Sprachen müssen gelernt werden, ein Weg als Händler, Forscher oder Weltraum Pirat steht dem Spieler offen, aber vor allem existieren zahllose Planeten (laut Developern geht die Zahl in die Trillionen), die wie im tatsächlichen Universum länger als eine Lebensspanne benötigen würden, um sie alle zu erforschen. Die Entwickler gehen sogar davon aus, dass 99 % der Planeten gar nicht entdeckt werden.

Eine wahre Entdeckungsreise durch die Galaxie

Bei dem Minecarft-ähnlichen Weltraumabenteuer startet jeder Spieler bei jedem Neustart auf einem eigenen, zufälligen Planeten. Dort geht es erst einmal darum genügend Rohstoffe zu sammeln, um sich ein erstes Raumschiff zu bauen. Dabei können die Bedingungen auf der Oberfläche die Suche stark erschweren. Schließlich zählt nicht jeder Himmelskörper zu gemütlichen M-Klasse, wie sie derzeit von der Star Trek Crew im Kino erforscht wird.

Der Avatar nimmt von großer Kälte, Hitze oder stürmischen Verhältnissen Schaden. In diesen Situationen muss ein passender Unterschlupf gesucht werden und die erste Richtung führt meist nach unten, indem Öffnungen in die meist unendlich wirkenden Höllensysteme gesprengt werden. Schon an dieser Stelle sollten fleißige Entdecker das erste Mal fasziniert sein und tiefer in die Planeten vordringen. Später ist dies auch notwendig, um die Raumschiffe zu verbessern. Piraten brauchen Feuerkraft und Händler starke Schilde.

Ein wenig Höhlenforschung ist aber nichts gegen das unendliche Weltall. Sobald das erste kleine Raumschiff fertig gebaut wurde, startet der Spieler in die unbekannten Weiten des Kosmos. Der erste Anblick der Sterne erfüllt mit Ehrfurcht. Das sollte er auch. Die Spieleentwickler gehen davon aus, dass die Erforschung aller Planeten in No Man's Sky an die 5 Milliarden Jahre Gameplay erfordern würde. So alt kann ein Gamer, egal wie gesund er lebt, gar nicht werden, aber selbst wenn 30 Millionen Zocker 24 Stunden und 7 Tage die Woche unermüdlich Spielen würden, bräuchte es immer noch geschätzte 166 Jahre um die ganze Spielwelt dieses Sandbox Spiels entdeckt und vermessen zu haben.

NPCs und reale Spieler in No Man's Sky

Auf den einzelnen Planeten selbst ist es relativ ruhig. Aber dort finden sich neben den Rohstoffen die örtliche Flora und Fauna sowie Hinweise um außerirdische Sprachen zu entziffern. Im Weltall ist hingegen einiges los. Weltraum Piraten wollen die eigene Fracht ergattern, beschädigte Raumschiffe können repariert und übernommen werden und zahlreiche Raumstationen laden zum gewinnbringenden Handeln für die begehrten Units (die Währung im Spiel) ein.

Spannend wird es aber wohl auch in Sachen Begegnung mit realen Spielern. Während zufällige Begegnungen durchaus öfter vorkommen, wird es in No Man's Sky zu einer extrem großen Herausforderung, den Freund von Nebenan zu treffen. Da jeder Spieler an einem unterschiedlichen Platz im Universum startet, müssen sich Freundeskreise ganz spezielle Strategien ausdenken, um sich tatsächlich die virtuellen Hände zu schütteln. Wir freuen uns aber jetzt schon auf YouTube Videos, welche diese geglückten Treffen dokumentieren.

Die Story und Zerstörung des Universums

Diesen Punkt erwähnen wir zuletzt, da eigentlich noch keine wahre Story im Spiel geplant ist. Ganz typisch für das Sandbox-Genre, schreibt jeder Gamer in No Man's Sky die Handlung für sich selbst. Das Spiel gibt zwar Teilaufgaben vor und als ein wichtiges Spielziel soll es gelten, das Zentrum des Alls zu entdecken. Doch die Kreativität der Community wird, wie bei Minecraft, noch eine ganze Reihe weiterer Spielziele finden.

Allzu viel Destruktivität wird in der schönen Welt von No Man's Sky jedoch nicht toleriert (ganz im Sinne der Star Trek Philosophie). Schließlich soll kein Entdecker einen ausgehöhlten und leblosen Planeten vorfinden. Die Sentinels verhindern übermäßige Ausbeutung – zur Not auch mit Waffengewalt. So sind wir uns jetzt schon sicher, dass lebendiger und tatsächlich unendlicher Spielspaß mit No Man's Sky auf uns zu kommt – und vielleicht trifft man sich wirklich einmal in den unendlichen Weiten.