Outlast 2 ist schockierender denn je

Games 27.04.2017

Nachdem der Release von Resident Evil 7 für viel Aufsehen sorgte, können sich Horror-Fans auf ein weiteres Spiel des Genres freuen. Der kanadische Produzent, Red Barrel, will mit Outlast 2 zeigen, dass nicht nur die Resident Evil Reihe das Horror Genre dominiert. Weg von der Psychiatrie finden sich Gamer in Arizona wieder, wo man auf verrückte Sektenanhänger trifft. Outlast 2 hat seinen Vorgänger schon jetzt übertroffen, denn das Horror Game ruft bei Kritikern heftige Emotionen hervor. Selten war ein ähnliches Game so schockierend.

Outlast kommt im Doppelpack

PlayStation 4 und PC-Spieler haben die Möglichkeit die ersten zwei Einträge zusammen mit der Fortsetzung in einem Bundle zu kaufen. Wer sich noch nie durch die verrückte Psychiatrie des Originals durchgekämpft hat, kann nun das physische Bundle kaufen. Wer jedoch alleinig Outlast 2 besitzen möchte, wird dieses nur digital im PlayStation Store oder auf Steam finden. Sammler müssen zum Bundle greifen, wenn sie das Spiel im Regal stehen haben wollen.

Der Horror des Südens

Auch das neue Outlast Game hat es in den Süden der USA verschlagen. Journalist Blake Langermann ist gemeinsam mit seiner Frau Lynn auf der Suche nach dem Mörder einer schwangeren Frau. Bei diesen Recherchearbeiten stürzt jedoch Langermanns Helikopter in Arizona ab. Er und seine Frau werden getrennt. Auf der Suche nach Lynn gerät Blake in die Fänge einer gefährlichen, satanischen Sekte. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das an den ersten Teil erinnert. Die Hetzjagd führt Blake durch alte Baracken, Maisfelder und Canyons des südlichen Arizonas. Desto länger er vor der Meute wegläuft, desto schlimmer scheinen die Gefahren zu werden, die nur darauf warten, ihn zu zerfleischen. Die Ego-Perspektive ermöglicht dem Spieler die Handlung hautnah mitzuerleben, ähnlich wie in Resident Evil 7. Dank der Nachtsichtfunktion der Kamera kann man seine Umgebung trotz der ständigen Dunkelheit im Auge behalten. Anders als RE setzt Outlast 2 aber nicht auf Jumpscares, sondern auf konstanten Horror durch Gegner, die sich nicht abschütteln lassen. Zusätzlich hat Blake keine Waffe, wodurch man auf die eigenen Instinkte vertrauen muss, um im richtigen Moment die Flucht zu ergreifen. Wer darauf hofft, später im Spiel eine Waffe zu finden, wird leider enttäuscht werden, denn das Gameplay fokussiert rein auf das Überleben mithilfe einer Kamera.

Düstere Atmosphäre

Auf den ersten Blick ähnelt Outlast 2 seinem Vorgänger sehr. Wieder muss man vor einer Horde Verrückter flüchten, und sich ohne Waffen durchschlagen. Der größte Unterschied zeigt sich beim Setting des Spiels. Im ersten Outlast-Game geschah die Handlung in einer Psychiatrie, in der man sich durch enge Korridore zwingen musste. Klaustrophobie spielte im ersten Outlast-Game eine große Rolle. In Teil 2 hat sich der Schauplatz auf das ländliche Arizona verlagert. Die Weiten der Felder können dem Spieler besonders paranoid machen, da sich überall Gegner verstecken können. Mit der Zeit fängt man aus Panik an ständig einen Blick über die Schulter zu werfen, denn man könnte jederzeit und von jeder Seite angegriffen werden. Der größte Feind des Spielers ist das Ungewisse. Red Barrel nutzt die Umgebung komplett aus, um in den sechs großen Levels des Spiels das Adrenalinlevel in die Höhe zu treiben und einen so richtig zum Fürchten zu bringen. Arizona war definitiv noch nie so gruselig. Kritiker gehen sogar soweit und behaupten, dass Outlast 2 durchaus zu einem Nervenzusammenbruch führen kann. Das liegt zum einen an der Natur des Spiels, da man sich nie sicher fühlt und kaum Erholungsmomente hat, andererseits ist Outlast 2 richtig blutrünstig und nichts für schwache Mägen.