Team Fortress 2 – Charakterklassen für jeden Geschmack

Games 01.06.2016

Team Fortress zählt zu den herausragendsten Symbiosen zwischen Multiplayer Shooter Action und Multiplayer Online Battle Arenas (MOBAs). Bei solch einem Mix dürfen vielfältige Charakterklassen natürlich nicht fehlen. Jede davon besitzt ihre eigene Rolle innerhalb des Teams und im Kampf um den Sieg. Doch die ausgesprochen intuitiven Charaktere leisten noch mehr. Jede der neun Klassen spiegelt beeindruckend authentisch die Eigenheiten des Spielers dahinter wider. Zumindest können wir uns in so mancher Multiplayer Runde dieses Eindrucks nicht erwehren.

Der Scout – Nur sein Mundwerk ist noch schneller

Manche Gamer schaffen es einfach nicht im TeamSpeak die körpereigene Stummtaste zu finden. Wenn niemand zuhört, dann wird einfach die Chatbox mit Tastenschlägen überflutet. Hinzu kommt die Angewohnheit, sich großer aber nur vereinzelter Siege zu rühmen. Die regelmäßige Umgehung großer Schlachten wird dabei dezent verschwiegen. All das gehört im Guten wie im Schlechten zur idealen Jobbeschreibung für einen Scout. Doch trotz der manchmal etwas zu großen Klappe gehört der Scout in jedes Team, das mit etwas taktischer Raffinesse zum Sieg finden möchte.

Der Heavy – Feuerpower für Anfänger

Neue Spieler beklagen sich durchgehend darüber zu schnell zu sterben und zu wenig Kills auf dem eigenen Konto zu haben. Außerdem würden sie mit einem Mediziner im Rücken gerne in jede Schlacht stürmen, ohne zuvor nach links und rechts zu schauen. Man darf nur hoffen, dass diese Gamer im Straßenverkehr verantwortungsvoller mit ihrem eigenen Leben umgehen. In Team Fortress 2 existiert auf jeden Fall die richtige Klasse für solche Haudrauf-Mentalitäten und sie nennt sich Heavy.

Der Medic – Auch Helden brauchen Fürsorge

Die unbesungenen Helden einer Schlacht sorgen dafür, dass alle anderen Spieler möglichst viel Schaden austeilen können. Sie besitzen selbst keine Gier nach Kills und brauchen eigentlich auch kein Dankeschön. Sie heilen einfach nur, weil es ihrer Berufung entspricht. Am wohlsten fühlen sich diese stillen Helden hinter einer mächtigen Wand von Damage Output. Zu prahlen beginnen die Medics eigentlich erst, wenn einmal eine Runde ohne sie absolut in die Hose geht.

Der Soldier – Kämpferische Besessenheit

Heilen kommt bestimmt nicht in Frage und pure Kampfeslust fließt durch alle Adern. Niemand bleibt länger auf, um doch noch eine Runde anzuhängen. Außerdem hat kein anderer im Team eher die Führungsrolle verdient – der Soldier stirbt nämlich meist zuerst und weiß deshalb genau, was zu tun ist.

Der Demoman – Ein wenig Wahnsinn schadet nie

Taktik ist eindeutig etwas für Weicheier. Das restliche Team darf ruhig ihr eigenes Ding machen. Die Pläne des Demoman bleiben meist geheim, bis es endlich ein großes KAWUMM! macht und die Hälfte des gegnerischen Teams einfach zerfetzt wird. Während ein triumphierendes Lachen durch die Kopfhörer schallt, darf sich das restliche Team ausgiebig bedanken, wenn alles in die Hose geht, wird aber trotzdem gelacht.

Der Sniper – Effizienz hat einen Namen

Neben der Tastatur liegt eine Strichliste zu den heutigen Abschüssen und wenn jemand nachfragt, dann kommt die Antwort wie aus einem Präzisionsgewehr geschossen. Keiner kennt die Map besser als der Sniper. Das Kampfgeschehen inmitten der ballernden Gamer ist ohnehin viel zu hektisch und chaotisch. Der Sniper besitzt dafür blitzschnelle Reflexe und enorme Zielgenauigkeit, wenn die liebste Fernsehserie neben dem PC nicht gerade ablenkt.

Der Pyro – Die Ästhetik des Wahnsinns

In den letzten zwei Matches ging einfach alles schief und mit den Teamkollegen reicht es eigentlich eh schon lange. Bevor die nächste Frustattacke aufkommt, muss eine Lösung her. Ein wenig Zerstörung, ein wenig Gemetzel, ein wenig Vernichtung und das Leben sieht gleich wieder schöner aus. „Was ich sterbe ständig nur? – Hab ich irgendwie gar nicht gemerkt.“

Der Engineer – Taktik ist alles

Das ganze Match ist schon im Vorhinein bis zur letzten Sekunde durchgeplant. Der Sniper muss sich dort postieren, der Heavy sich etwas zurückhalten und der Engineer sichert diesen ganzen Bereich mit links ab. Wenn die Gegner bei diesem Plan nicht mitspielen, dann wissen sie einfach nicht, wie die aktuelle Meta funktioniert, aber der Engineer trägt bestimmt keine Schuld.

Der Spy – Blut muss auf das Messer

Der Spy liebt es den Spawn-Punkt zu campen und unfaires Gameplay gibt es eigentlich nicht. Alles ist erlaubt, solange dabei ein Messer und eine Attacke von hinten vorkommen. Wenn es aber mal gar nicht mit den fiesen Angriffen klappt, dann muss das Team nur auf das nächste Match warten oder auf das übernächste oder das danach, denn irgendwann wird der Spion so rocken, dass Legenden über ihn geschrieben werden – irgendwann bestimmt!